Ich wollte meine Erfahrung mit MiraDry hier teilen. Seit vielen vielen Jahren leide ich unter schwitzen und unangenehmen Geruch im Achselbereich. Ich habe mich dazu entschlossen eine Behandlung mit MiraDry zu machen. Bisher bin ich total begeistert. Der Arzt hat mich sehr gut beraten und aufgeklärt. Vorab sollte ich auch einen großen Fragebogen ausfüllen. 
Die Behandlung: eine sehr kompetente und freundliche Arzthelferin hat mich vorbereitet und auch die Behandlung durchgeführt. Vor der Behandlung wurde noch einmal geschaut an welchen Stellen ich schwitze, diese wurden genau markiert. Bevor es losging hat der Arzt die örtliche Betäubung gesetzt. Das war schon etwas unangenehm, aber das war auch der unangenehmste und schmerzhafteste Teil der Behandlung. Die Behandlung selbst habe ich nicht gespürt.
Im Laufe des Tages sind die Achseln etwas angeschwollen und ich sollte den ganzen Tag kühlen und gegen die Schwellung Iboprufen nehmen. Es war etwas unangenehm, da ich mir an dem Tag aber frei genommen und mich auf einen Tag Couch eingestellt habe war das ok. Ich würde an dem Tag nicht arbeiten oder mir sonstige Unternehmungen vornehmen.

Am nächsten Tag war es noch deutlich geschwollen, aber schmerzfrei. Jetzt 4 Tage später noch minimal geschwollen. Bisher überhaupt kein Geruch mehr und das komplett ohne Deo. 

Insgesamt sehr zufrieden, kaum Schmerzen und völlig schweiß- und geruchfrei. Ich kann es nur empfehlen. 
Ach ja noch die Kosten: ich habe es im Hyperhydrosezentrum München machen lassen. Das ganze hat knapp 1400€ gekostet. 

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  • AW: MiraDry Erfahrung

    von » 3 Wochen her


     

    Hallo Mela,

     

    würdest Du "uns" auch in immer wieder kehrenden Abständen berichten, wie es Dir geht?

    MiraDry wird ja seit einiger Zeit intensiv von Dermatologen angepriesen, sozusagen als Wundermittel nach Botox. 

    Hast Du davor nur unter den Achseln stark geschwitzt oder warst Du Hyperhidrose-Patientin mit mehreren betroffenen Stellen (meist ist es ja eine Kombination von Händen, Füßen und Achseln)?

    Hast Du davor auch anderes ausprobiert? Lässt Du uns Deine Erfahrungen wissen?

     

    Liebe Grüße

    Marvie


  • AW: MiraDry Erfahrung

    von » 3 Wochen her


    Hallo Marvie,

    danke für deine Nachricht. Gerne kann ich weiter berichten. 
    Bei mir war es mehr der Geruch statt das Schwitzen. Ständig habe ich im Achselbereich gestunken. Egal bei welchem Deo, welche Klamotten, mehrmals am Tag waschen und umziehen. Ein Stress, auch psychisch. Schweiß/Nässe nicht ganz so schlimm und auch nur im Achselbereich.  Das ist jetzt alles vorbei. Ich kann Oberteile sogar mehrmals tragen. Das Problem hatte ich seit meiner Jugend, bin jetzt 42 Jahre. Außer Deowechsel, ständig waschen und Klamotten mehrmals tgl umziehen habe ich nichts anderes ausprobiert. Habe also keine Erfahrung mit zB Botox. 

    Das einzige was bei mir nach 5 Wochen kam ist eine seltene Nebenwirkung: re in der Achsel wurde eine Sehne ganz dick und etwas schmerzhaft. Der Arzt konnte mich gleich beruhigen. Es tritt selten auf (ich habe anscheinend das Pech) und ist harmlos, aber schon schmerzhaft und nervig. Jetzt eine Woche später schon fast wieder weg und nur noch etwas unangenehm. Der Arzt hat mir auch ganz genau und ausführlich erklärt warum das auftritt. Leider kann ich das nicht wirklich wiedergeben. 

    Auf jeden Fall bin ich immer noch der Meinung es war die richtige Entscheidung mich mit MiraDry behandeln zu lassen. 
    Marvie, darf ich auch etwas von dir erfahren?

    Liebe Grüße 


    Bedankt von: Marvie

  • AW: MiraDry Erfahrung

    von » 3 Wochen her


    Ja, gerne!

    Ich selbst habe die angeborene Form der Hyperhidrose mit Schweregrad 3 (stark triefende Hände, Füße und Achseln). Beim Schuleintritt hat meine Mutter den Schularzt gefragt, was man machen kann, denn ihre Tochter hat immer so naße Hände. Er antwortete: "Das haben viele Kinder, das gibt sich mit den Jahren wieder!" Bei mir aber entwickelte sich das ganz anders. Es wurde von Jahr zu Jahr schlimmer. Mit Eintreten der Pubertät (circa ab 13 Jahren) - heute gehe ich davon aus, dass es damit zusammenhängt, dass jetzt über die Hormone auch die apokrinen Drüsen anfangen zu arbeiten, was zur Folge hat, dass die Schweißaktivität in den Achseln stark zunimmt - hatte ich ein furchtbares "Achselschwitzen" und parallel dazu wurde auch das Schwitzen an den Händen immer stärker, bis es sich sogar seitlich an den Fingern zeigte und anfallsartig so viel Schweiß heraustrat, dass es nurmehr "rinnen" konnte. Was die Füße betrifft, so weiß ich nicht, ob es Zufall war oder sozusagen es durch Stress zu einer "extremen Reizung" des Zentralnervensystems gekommen ist. Ich habe die Schule gewechselt und musst in der ersten Turnstunde "vorturnen". Die Augen der ganzen Klasse waren auf mich gerichtete und es bedeutete Stress für mich. Als ich mich in die Reihe stellt, verspürte ich plötzlich, dass der Schweiß an meinem Füßen abzutropfen begann. Alle wichen dieser Wasserlacke aus, nur ich wusste, dass diese von meinem Körper stammt. Ich wünschte mir, dass sich unter mir die Erde auftut. Ab diesem Moment blieb es so, dass IMMER und ausnahmslos ALLE 6 betroffenen Stellen gleichzeitig zu schwitzen begonnen haben. Bei der geringsten Form von Stress und jeder EMOTION (auch Freude !) begann ich extrem zu schwitzen, auch im Winter. Ich schaffte es, eine Bluse, einen Pullover und einen Wintermantel durchzuschwitzen. Mit 14 Jahren habe ich zum allerersten Mal einen Hautarzt aufgesucht und bis zu meinem 30 Lebensjahr habe ich alles ausprobiert, was der damalige Medizinmarkt hergab (Salben, Medikamente, die beruhigen sollten, aber sehr müde machten, Iontophorese, usw.). Trotz der Anwendung von Aluminiumchloridhexyhydrat konnte ich "darüber schwitzen"; die empfindliche Haut der Achseln habe ich mir damit aber zwischen 25 und 30 Jahren "trocken gelegt"; hier kam nicht mehr so viel Wasser heraus. Ich war damals überzeugt (schon als Kind !!), dass es auf diesem Planeten niemanden gibt, der etwas SO FURCHTBARES hat. Niemand hat einen Körper, der so viel Wasser ausscheidet. Die Scham war riesengroß! Heute weiß ich, ich bin auch eine HSP (nicht zum Wichtigmachen, sondern auch das ist angeboren). Ich habe also bereits sehr früh wahrgenommen, wie Menschen auf andere reagieren und es ist mir - unter Aufwendung all meiner Ressourcen - gelungen, die HH zu verstecken. Eigene Mechanismen, vorausdenken, Situationsbeherrschung, -steuerung etc. waren meine Werkzeuge. Das ist Psychodruck pur! Heute sage ich, dass mir das nur gelingen konnte, weil die meisten Menschen mit sich selbst beschäftigt sind und die wenigsten mitbekommen, wenn jemand leidet. Ich selbst konnte lächeln, kommunizieren und unter dem Tisch habe ich meine Hände versteckt. Als ich meinen Mann kennenlernte, habe ich es ihm nach 2 Monaten gesagt und auch gezeigt; er ist bis heute die einzige Person, die das wahre Ausmaß der Wassermengen je gesehen hat. Mit 30 Jahren habe ich einen Zeitungsartikel im Gesundheitsteil einer Tageszeitung gelesen und da war ein Arztinterview. Er sagt, dass er vielen Menschen gut helfen kann, die sehr stark schwitzen. Ich habe ihn aufgesucht, Ich war sogar skeptisch, habe Fragen gestellt. Ihm ging es um Geld, nur um Geld .....ich hatte bereits Anfang der 90er Jahre eine ETS. Trockene Hände erschienen mir wie ein Wunder ! Nach der zweiten OP bekam ich hohes Fieber, danach hatte ich für 1 1/2 Jahre Dauer-Durchfälle. Heute weiß ich: sogar hier gab es bereits einen Zusammenhang mit der ETS, es wurde zu viele Ganglien durchtrennt, einige steuern die Darmtätigkeit.  Ich beschäftige mich seit Ende 2018 ganz intensiv mit HH und habe noch viel vor ...............ich werde noch Themen in das Forum einbringen. Die Tochter einer Betroffenen hat sich auch der MiraDry-Methode unterzogen und bei ihr hat es nur wenig geholfen, sie möchte das wiederholen. Bei ihr handelt es sich aber um die erbliche Form (die Mutter hat auch HH). Für erste ein paar Infos von mir! Liebe Grüße Marvie (danke für Dein Interesse Mela)


  • AW: MiraDry Erfahrung

    von » 3 Wochen her


     

    Liebe Mela, 

    kannst Du selbst etwas damit anfangen, wenn es sich bei Dir möglicherweise um "Bromhydrose" handelt? Ich selbst kannte diese Form nicht und in der Sendung "Nachtcafe" des Senders SWR habe ich zum ersten Mal davon gehört. Eine Betroffene war Gast in der Sendung.

    Nachdem Du über den mit dem Schwitzen verbundenen Geruch berichtet hast, habe ich das daraus geschlossen.

    Kannst Du damit etwas anfangen? 


  • AW: MiraDry Erfahrung

    von » 3 Wochen her


    Hallo,

    danke für deine ausführliche Beschreibung. Ich muss gestehen im Gegensatz zu deinem Leidensdruck ist meiner ja nichts🙈. Da hast du echt schon was durchgemacht. 

    Mein Arzt hat mich gut aufgeklärt und auch gesagt, dass manchmal eine zweite Behandlung mit MiraDry notwendig ist. Ich denke bei mir ist das nicht der Fall. Ich bin einfach happy mit der Behandlung. 

    Um ehrlich zu sein kannte ich den Begriff Bromhydrose nicht. Hab's kurz nachgelesen. Es gibt schon Parallelen zu mir. Kenne mich damit aber zu wenig aus, um mehr dazu schreiben zu können. 

    Gerne berichte ich weiter wie es mir in den nächsten Tagen/Wochen mit MiraDry geht. 
    liebe Grüße 


    Bedankt von: Marvie

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