Gegen meine extremen Schweißhände habe ich bis heute nur zwei Therapien gefunden, die wirkten (und die ich für mich persönlich auch vertreten kann).
Das wäre einmal die Leitungswasser-Iontophorese mit dem Saalio® sowie die Anwendung mit AHC forte Antitranspirant.

Hier möchte ich nun kurz auf meine Erfahrungen mit dem sehr modernen Saalio DE-Set eingehen:
Um die Wirkung grundsätzlich zu bewerten kann ich sagen, dass die Iontophorese mit dem Saalio bei mir mindestens genauso effektiv gewesen ist, wie die Anwendung mit AHC forte, in der Kombinationstherapie (siehe weiterer Beitrag in diesem Forenbereich). Die Iontophorese zeigte bei mir jedoch leichte Vorteile, da sie ihre Wirkung etwas schneller zeigen konnte als die Anwendung mit dem Antitranspirant, bei dem ich initial auch erst einmal Antihydral anwenden musste. Dafür ist der Aufwand einer Leitungswasser-Iontophjorese Anwendung im Vergleich natürlich deutlich höher. Es gibt jedoch Wege, die 15 Minuten, der täglichen Iontophorse-Anwendung durchaus angenehm und sinnvoll zu gestalten. Ich persönlich lese in dieser Zeit meist ein eBook und stelle den eReader auf "automatisch umblättern".

Das Saalio-Set gegen Hand/Fußschweiß verwendet ich nun (mit einer Unterbrechung von ca. 2 Monaten, zur Überprüfung einer typischen "Wiederaufnahme") seit gut einem Jahr. Meine Hände sind durch die Iontophorese inzwischen zu 100 % trocken. Im Alltag ist meine Haut vermutlich sogar etwas trockener als eine normale Hand.
Dem begegne ich mit einer Fettcreme, die ich nach der Iontophorese-Anwendung dünn auftrage. Inzwischen ist mir auch keine Situation mehr begegnet, in der meine Hände übermässig geschwitzt haben (weder Stress, noch beim Sport oder auch beim Sex).

Das Saalio DE-Set, bzw. auch die weiteren Iontophorese-Sets der Saalmann medical GmbH, stellen für mich die modernsten und ausgereiftesten Iontophoresegeräte dar. Diese Iontophorese-Sets haben einige Ideen und Features, die man ansonsten vergeblich sucht. Und nicht zuletzt sind auch die Applikatoren für mich über jeden Zweifel erhaben.




Die Saalio Iontophorese verwendet weiche und biegsame Silikon-Elektroden, in die als leitender Bestandteil Grafit eingebracht wurde. Dies gewährleistet einen hervorragenden Stromfluss sowie eine leichte Handhabung und Reinigung.

Die bisherige Krönung ist für mich jedoch die Saalio-Gesichtsmaske (gegen übermässiges Schwitzen im Bereich der Stirn, der Wangen, an der Nase, dem Kinn sowie um den Mund), die ich zwar nicht selber dauerhaft anwende, an deren Entwicklung ich jedoch mit beteiligt gewesen bin.



Diese Maske ist aus einem sehr natürlichen und angenehmen Material, bietet eine perfekte Passform und hat innen vernähte Grafit-Leiterbahnen, die nahezu den gesamten Bereich des Gesichts in die Behandlung mit einbeziehen. Dies hat (nicht nur) aus meiner Sicht starke Vorteile gegenüber herkömmlichen Masken, bei denen der Strom nach dem Prinzip des "einfachsten Weges", über aufgesteckte Metallplatten von einer Wange zur anderen Wange fließt, ohne auch die außenliegenden Bereiche der T-Zone mit identischen Stromstärken versorgen zu können (Stirn, Kinn).

Die Anwendung des Saalio ist super einfach;
Das Gerät benötigt nicht einmal eine Sprachauswahl, denn alles funktioniert über einfache Symbole und Signaltöne. Anhand dieser Symbolik sind die Grundeinstellungen innerhalb von 30 Sekunden erledigt und werden über das Ausschalten des Geräts hinaus gespeichert. Zur Anwendung lege ich meine Hände in die beiden Behandlungswannen (ich könnte aber auch die Füße oder Hände und Füße simultan behandeln). Das Saalio erkennt das einlegen beider Hände und startet automatisch die Therapie mit den gewählten Werten für Zeit, Stromstärke, Stromart und Stromrichtung. Die tatsächlich anliegende Stromstärke wird im Display des Saalio anhand eines Wannensymbols dargestellt. Hieran erkennt man, wenn zum Beispiel auf Grund von erhöhten Hautwiderständen der gewählte Strom nicht ausgeliefert werden kann. Solcherlei erhöhte Hautwiderstände können u.a. durch sehr weiches Wasser oder die Benutzung von Cremeseife aber auch (im Verlauf der Therapie) durch Trocknungseffekte der Haut auftreten.

Als Stromarten bieten alle Saalio-Sets standardmässig Gleichstrom und Pulsstrom an, wobei ich als Initialtherapie an Händen und Füßen unbedingt den effektiveren Gleichstrom empfehlen würde. Später, wenn die Wirkung greift, kann man dann gern auf den angenehmeren Pulsstrom wechseln ohne dabei die Wirkung zu verlieren.
Während der Anwendung erhöhe ich teilweise den Behandlungsstrom, wenn sich meine Haut an den Stromfluss gewöhnt hat. Normalerweise verwende ich 15 mA bei der initialen Gleichstromtherapie und 23 mA bei einer reinen "Haltetherapie" mit Pulsstrom.

Empfehlen kann ich die Iontophorese besonders gegen starken Hand- oder Fußschweiß aber auch gegen Schwitzen im Gesicht oder unter den Achseln. Die Kosten eines Iontophoresegerätes sind mit 500-700 Euro natürlich nicht ganz ohne, der Erfolg und die damit verbundene Lebensqualität sind aber unbezahlbar.
In diesem Musiker-Forenbeitrag beschreibe ich z. B. wie viel Geld ich durch meinen Handschweiß bereits mit verrosteten Gitarren weggeschmissen habe. Das relativiert die Kosten der Anschaffung eines Iontophorese-Gerätes deutlich. Und ebenso sollte man natürlich auch einmal bei Käufe aus ganz anderen Bereichen die Sinnfrage stellen sowie deren Kosten/Nutzen in Relation stellen (riesige TV-Geräte, Spielekonsolen, Autos mit allem möglichen Schnickschnack, überteuerte Markenmode).

Ich persönlich bin sehr froh mein Leben mit trockenen Händen vollständig genießen und anderen mit meinen Erfahrungen helfen zu können B)

[video]https://www.youtube.com/watch?v=ngaoml347UU[/video]
YouTube-Video meiner Hände im unbehandelten Zustand
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