Geschrieben von Andy, 24 am 15. November 2000 17:28:06:
Seit frühester Kindheit hatte ich Schweißhände und Schweißfüße

und habe daran entsetzlich gelitten.

Mit zunehmendem Alter wurde die Sache für mich bedeutender;

die nassen Hände waren viel problematischer als die Füße.
Bei mir war es so, dass ich nicht ständig schwitzte. Es gab Zeiten,

in denen ich herrlich normal trockene Hände und Füße hatte. Für das

Schwitzen gab es immer einen Auslöser:
Entweder

-> harmlose emotionale Reize - z. B. ein Anruf, ein Termin,

Zeitdruck, Leistungsdruck - (Wobei ich in solchen Situationen

nie empfand, dass ich nervös oder ängstlich war! Das Schwitzen

kam ganz von selbst und war nicht steuerbar.)
oder

-> Wärme. (Im Sommer war es immer viel schlimmer als im Winter)
Das Schwitzen schwankte von leichter Feuchtigkeit bis zu tropfender

Nässe.
Mit zunehmendem Leidensdruck suchte ich mehr und mehr nach einer

wirksamen Therapie.
-> Ich puderte meine Hände ein. Insgesamt hat das nicht geholfen,

aber in einigen Extremsituationen (wenn ich

wusste, dass ich gleich jemand bestimmtem die Hand geben

muss und das Schwitzen durch den Gedanken daran immer

stärker wurde) war das ein Strohhalm, an den ich mich klammern

konnte. Ich hielt meine Hände eine Weile unter fließendes

eiskaltes Wasser und wenn sie richtig kalt waren, puderte ich sie.

Für ca. 3 Minuten war es dann einigermaßen akzeptabel.
->Tee (Salbei und Johanniskraut) hat bei mir überhaupt nicht

angeschlagen, auch nicht auf lange Sicht.
->Cremes (z. B. Hydrofugal) haben absolut nicht gewirkt.
->Iontophorese (war meine ganz große Hoffnung) hat absolut nicht

wehgetan, aber auch absolut nicht geholfen.
-> Bin heimlich zum Psychiater gerannt. (War mir voll peinlich!)

Der konnte mir übrigens nur bestätigen, das ich kein Ding an der

Waffel habe. Das Schwitzen wird vom vegetativen Nervensystem

gesteuert und ist mit dem Willen nicht beeinflussbar.



-> Recherchen im Internet. Habe viele einschlägige Seiten zum

Problem gefunden und war absolut glücklich, als ich merkte,

dass auch andere daran leiden.

Bin auf Botulinus-Toxin-Spritzen und die Operationsmethode

ETS aufmerksam géworden.
-> Wegen Botulinus-Toxin-Spritzen habe ich mich in der Uni-

Hautklinik Tübingen ambulant beraten lassen

(bei Frau Dr. Barbara Vollert, Telefon 07071/2983751)und hätte dort

behandelt werden können. Die Sache ist äußerst schmerzhaft, wirkt an

den Händen aber fast hundertprozentig, begrenzt für maximal 6

Monate. Danach kann man die Sache wiederholen. Von den gesetzlichen

Krankenkassen wird diese Therapie bisher noch nicht bezahlt. Kosten

pro Behandlung ca. 700,- DM. Unter Umständen kann man die Behandlung

einmal im Rahmen einer Studie kostenlos kriegen.
Ich selbst habe die Spritztherapie nicht versucht, da in meinem

Fall auf Grund einer chronischen Muskelerkrankung ein erhöhtes

Risiko (z. B. auf bleibende Lähmungen) bestand.
UND JETZT MEINE RETTUNG:
-> Die Operation.

Bin heute aus der chirurgischen Uni-Klinik Tübingen nach Hause

entlassen worden und vermutlich einer der glücklichsten Menschen

auf der Welt.

Herr Oberarzt Dr. Aebert (Telefon 07071/2983751) hat mich auf der

rechten Seite operiert und ich sage es gern jedem, der mich fragt

und vielen, die mich nicht fragen: Meine rechte Hand ist immer und

garantiert für alle Zeiten absolut trocken.

In wenigen Wochen ( Wartezeit verlangen die Ärzte)werde ich auch die

linke Seite operieren lassen. Die Schweißfüße sind nicht besser

geworden. Ich werde mich damit abfinden müssen, damit zu leben.
Über den Gang einer Operation und die damit verbundenen

Risiken gibt es im Internet schon verschiedene Seiten, deshalb

verzichte ich hier auf das Allgemeine. Ab besten finde ich die

Seite von Dr. Ivo Tarfusser. Die Internetadresse habe ich gerade

nicht zur Hand, aber sicher findet man die auch über jede

Suchmaschine (Suchbegriffe Hyperhidrose oder Tarfusser). Ansonsten

fragt mich nochmal. ergänzen kann ich noch, dass die AOK die Kosten

für die Op vollständig übernommen hat.
Jetzt seid Ihr dran. Schreibt zurück, stellt Eure Fragen. Ich

werde ganz bestimmt antworten.
Was ich noch sagen wollte: Ich habe vorhin im Forum die Frage gelesen,

ob man trotz Schweißhänden einen Partner findet. - Ja! Ich bin seit

drei Jahren mit meiner Freundin glücklich. Sie hat immer zu mir

gehalten, hat sich während meines Krankenhausaufenthaltes rührend um

mich gekümmert und ist jetzt genauso glücklich wie ich.


So, das war`s jetzt aber wirklich erst einmal.

Viele Grüße und die besten Wünsche!
Andy

gern

















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  • AW: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie)

    von » 17 Jahre her


    Geschrieben von Richard am 16. November 2000 09:36:03:
    Als Antwort auf: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie) geschrieben von Andy, 24 am 15. November 2000 17:28:06:
    Hi Andy!

    Bin schon durch Zufall auf die Seite von Dr. Tarfusser gestoßen und hab jetzt diese site hier entdeckt.

    Hmmm, na ja, also bei mir hat das ganze ca. im Alter von 12 J. begonnen. Und seitdem hab ich auch eigentlich alles ausprobiert: zuerst Salben, dann Iontophorese und schließlich Botulinustoxin. Erst das Botulinustoxin hat bei mir angeschlagen. Und obwohl es schmerzhaft ist, zeigt es doch gute Wirkung, aber leider nicht so lange, wie vorgesehen. Es hält bei mir grade mal 1 1/2 Monate an, dann geht das ganze wieder von vorne los. Gott sei Dank schwitzen meine Füße nur manchmal mit, aber wenn ich dann lederne Schuhe trage, bekomme ich Rötungen, die dann ziemlich jucken.

    Na ja, jetzt wollte ich dich eigentlich nur fragen, ob du weißt, an welchen Kliniken in Deutschland oder Österreich diese OP durchgeführt wird und wie lange dein Aufenthalt in d. Klinik war. Und welche Voruntersuchungen od. ähnliches man dafür benötigt.

    Ansonsten freu ich mich für dich mit, da ich weiß, wie belastend eine Situation sein kann, in der du jemanden gerne die Hand geben würdest, es dann aber aufgrund des Schwitzens unterläßt!
    ok, also melde dich mal!

    rich
















  • AW: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie)

    von » 17 Jahre her


    Geschrieben von Yvonne am 18. November 2000 13:44:32:
    Als Antwort auf: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie) geschrieben von Andy, 24 am 15. November 2000 17:28:06:
    Hallo Andy,

    ich bin 23 Jahre alt und leide seit meiner Kindheit an HH an Händen,Füssen und unter den Achseln. Ich habe in letzter Zeit schon sehr viele Informationen zu dieser Krankheit sammeln können. Mein Hausarzt kann mir in dieser Hinsicht nicht sehr weiterhelfen. Ich als Patient habe ihm einen Zeitungsartikel gegeben, wobei unter anderem eine Aluminiumchloridlösung erwähnt wurde, die unter den Achseln angewandt werden kann ( diese hilft auch ). Außerdem wurde mir eine Behandlung durch Gleitstrom verschrieben, die ich auch versucht habe, allerdings nicht geholfen hat.

    Ich würde dich bitten mir den genauen Ablauf einer solchen Operation zu erläutern und welche Wege man vorher durchlaufen haben muß, und wie ich die Kosten der Krankenkasse erstattet bekomme.

    Welche Risiken bestehen bei dieser Operation?

    Wird der Fußschweis dadurch auch reduziert oder beläuft sich dies spezifisch nur auf die Hände?

    Muß ich einfach in der Klinik in Tübingen anrufen um einen Termin abzustimmen?

    Es würde mich sehr interessieren und denke stark darüber nach mich ebenfalls einer Operation zu unterziehen.

    Bis bald!

















  • AW: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie)

    von » 17 Jahre her


    Geschrieben von Anne am 04. Dezember 2000 14:11:44:
    Als Antwort auf: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie) geschrieben von Andy, 24 am 15. November 2000 17:28:06:
    Hallo!!

    Ich bin die Freundin von Marco. Er hatte schon für mich ein paar Sachen gefragt. Ich bin französin und ich habe in Frankreich keine Lösung gegen Schweiss gefunden. Ich schwitze seit ich klein bin (Hände und Füsse). Ich habe auch viel probiert. Das beste war für mich, bis jetzt, die Ionophorèse. Aber meine Hände bleiben ungefähr eine Woche trochend! Ich habe mit meinem Artz über die Operation gesprochen. Er hat mir gesagt, dass es leider Risiken gibt. Vielleicht würde ich weniger an den Händen schwitzen aber dann mehr woanders (Achse, usw.)

    Ich möchte gerne wissen, ob man dir das gesagt hatte, und ob es passiert ist.

    Ich freue mich, dass ich eure Seite gefunden habe. Ich hoffe auch, daß ihr alles verstehen wird. Mein Deutsch ist leider nicht perfekt. Aber macht nichts!!

    Vielen Dank

    Ich warte auf eine Antwort.

    Anne
















  • AW: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie)

    von » 17 Jahre her


    Geschrieben von Anne am 04. Dezember 2000 14:14:06:
    Als Antwort auf: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie) geschrieben von Andy, 24 am 15. November 2000 17:28:06:
    Hallo!!

    Ich bin die Freundin von Marco. Er hatte schon für mich ein paar Sachen gefragt. Ich bin Französin und ich habe in Frankreich keine Lösung gegen Schweiss gefunden. Ich schwitze seit ich klein bin (Hände und Füsse). Ich habe auch viel probiert. Das beste war für mich, bis jetzt, die Ionophorèse. Aber meine Hände bleiben ungefähr eine Woche trochend! Ich habe mit meinem Artz über die Operation gesprochen. Er hat mir gesagt, dass es leider Risiken gibt. Vielleicht würde ich weniger an den Händen schwitzen aber dann mehr woanders (Achse, usw.).

    Ich möchte gerne wissen, ob man dir das gesagt hatte, und ob es passiert ist.

    Ich freue mich, dass ich eure Seite gefunden habe. Ich hoffe auch, daß ihr alles verstehen wird. Mein Deutsch ist leider nicht perfekt. Aber macht nichts!!

    Vielen Dank

    Ich warte auf eine Antwort.

    Anne
















  • AW: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie)

    von » 17 Jahre her


    Geschrieben von Anne am 04. Dezember 2000 14:15:31:
    Als Antwort auf: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie) geschrieben von Andy, 24 am 15. November 2000 17:28:06:
    Hallo!!

    Ich bin die Freundin von Marco. Er hatte schon für mich ein paar Sachen gefragt. Ich bin Französin und ich habe in Frankreich keine Lösung gegen Schweiss gefunden. Ich schwitze seit ich klein bin (Hände und Füsse). Ich habe auch viel probiert. Das beste war für mich, bis jetzt, die Ionophorèse. Aber meine Hände bleiben ungefähr eine Woche trochend! Ich habe mit meinem Artz über die Operation gesprochen. Er hat mir gesagt, dass es leider Risiken gibt. Vielleicht würde ich weniger an den Händen schwitzen aber dann mehr woanders (Achse, usw.).

    Ich möchte gerne wissen, ob man dir das gesagt hatte, und ob es passiert ist.

    Ich freue mich, dass ich eure Seite gefunden habe. Ich hoffe auch, daß ihr alles verstehen wird. Mein Deutsch ist leider nicht perfekt. Aber macht nichts!!

    Vielen Dank

    Ich freue mich auf eine Antwort.

    Anne
















  • AW: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie)

    von » 17 Jahre her


    Geschrieben von martin am 17. Dezember 2000 20:47:32:
    Als Antwort auf: Re: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie) geschrieben von Anne am 04. Dezember 2000 14:15:31:
    >Hallo!!

    >Ich bin die Freundin von Marco. Er hatte schon für mich ein paar Sachen gefragt. Ich bin Französin und ich habe in Frankreich keine Lösung gegen Schweiss gefunden. Ich schwitze seit ich klein bin (Hände und Füsse). Ich habe auch viel probiert. Das beste war für mich, bis jetzt, die Ionophorèse. Aber meine Hände bleiben ungefähr eine Woche trochend! Ich habe mit meinem Artz über die Operation gesprochen. Er hat mir gesagt, dass es leider Risiken gibt. Vielleicht würde ich weniger an den Händen schwitzen aber dann mehr woanders (Achse, usw.).

    >Ich möchte gerne wissen, ob man dir das gesagt hatte, und ob es passiert ist.

    >Ich freue mich, dass ich eure Seite gefunden habe. Ich hoffe auch, daß ihr alles verstehen wird. Mein Deutsch ist leider nicht perfekt. Aber macht nichts!!

    >Vielen Dank

    >Ich freue mich auf eine Antwort.

    >Anne

    liebe anne,

    lass das mit der op: Nicht nur kompensatorisches Schwitzen ist möglich, auch ein hängendes Auge (Horner Syndrom) und anderes. Und sowieso: Wenn die Iontophorese eine Woche hält, was willst Du eigentlich mehr? Freue Dich, dass die Iontophorese so lange anhält, sei dafür dankbar - andere sind schlimmer dran, wo die Iontophorese nichts bewirkt oder öfter wiederholt werden muss.

    Ich selbst habe übrigens rechts eine Op machen lassen - mit mäßigen Erfolg. Jetzt mache ich Iontophorese, bisher läuft die Sache gut an. Bin zufrieden

    grüße martin















  • AW: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie)

    von » 17 Jahre her


    Geschrieben von Anne am 19. Dezember 2000 22:09:49:
    Als Antwort auf: Re: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie) geschrieben von martin am 17. Dezember 2000 20:47:32:
    Hallo Martin!

    Ich danke Dir für Deine Antwort. Ich denke, dass Du nicht alles von meinem Problem verstanden hast. Doch, sicher ein bischen, weil wir das gleiche Problem haben. Ich weiss leider nicht genau, warum du so beantwortet hast, und zwar so unfreundlich. Mit der Ionophorese kann ich ein paar Tage ohne schwitzen bleiben, und dafür bin ich sehr glücklich.(Manchmal funktioniert das leider nicht). Aber wie alle hier, die diese Seite besuchen, ich suche eine Lösung, damit ich noch weniger oder fast nicht mehr schwitze. Ich denke, dass dieses Problem für keiner angenehm ist. Als ich zum ersten Mal geschrieben habe, habe ich vielleicht nicht genug deutlich erklärt, wie stark ich schwitze und zwar an die Hände, Füsse, Gesicht und Körper in manche Situationen. Ich studiere in Tourismus und habe regelmässig Kontakten mit vielen Leuten. Mein Problem stört mich!Wie gesagt, ich bin froh, dass ich diese Seite gefunden habe und danke euch, dass ihr mir helfen konnt und sicher schon geholfen habt.

    Viele Grüsse.
    Anne
















  • AW: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie)

    von » 17 Jahre her


    Geschrieben von Daniel am 29. Dezember 2000 02:01:51:
    Als Antwort auf: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie) geschrieben von Andy, 24 am 15. November 2000 17:28:06:
    >Seit frühester Kindheit hatte ich Schweißhände und Schweißfüße

    >und habe daran entsetzlich gelitten.

    >Mit zunehmendem Alter wurde die Sache für mich bedeutender;

    >die nassen Hände waren viel problematischer als die Füße.

    >Bei mir war es so, dass ich nicht ständig schwitzte. Es gab Zeiten,

    >in denen ich herrlich normal trockene Hände und Füße hatte. Für das

    >Schwitzen gab es immer einen Auslöser:

    >Entweder

    >-> harmlose emotionale Reize - z. B. ein Anruf, ein Termin,

    >Zeitdruck, Leistungsdruck - (Wobei ich in solchen Situationen

    >nie empfand, dass ich nervös oder ängstlich war! Das Schwitzen

    >kam ganz von selbst und war nicht steuerbar.)

    >oder

    >-> Wärme. (Im Sommer war es immer viel schlimmer als im Winter)

    >Das Schwitzen schwankte von leichter Feuchtigkeit bis zu tropfender

    >Nässe.

    >Mit zunehmendem Leidensdruck suchte ich mehr und mehr nach einer

    >wirksamen Therapie.

    >-> Ich puderte meine Hände ein. Insgesamt hat das nicht geholfen,

    >aber in einigen Extremsituationen (wenn ich

    >wusste, dass ich gleich jemand bestimmtem die Hand geben

    >muss und das Schwitzen durch den Gedanken daran immer

    >stärker wurde) war das ein Strohhalm, an den ich mich klammern

    >konnte. Ich hielt meine Hände eine Weile unter fließendes

    >eiskaltes Wasser und wenn sie richtig kalt waren, puderte ich sie.

    >Für ca. 3 Minuten war es dann einigermaßen akzeptabel.

    >->Tee (Salbei und Johanniskraut) hat bei mir überhaupt nicht

    >angeschlagen, auch nicht auf lange Sicht.

    >->Cremes (z. B. Hydrofugal) haben absolut nicht gewirkt.

    >->Iontophorese (war meine ganz große Hoffnung) hat absolut nicht

    >wehgetan, aber auch absolut nicht geholfen.

    >-> Bin heimlich zum Psychiater gerannt. (War mir voll peinlich!)

    >Der konnte mir übrigens nur bestätigen, das ich kein Ding an der

    >Waffel habe. Das Schwitzen wird vom vegetativen Nervensystem

    >gesteuert und ist mit dem Willen nicht beeinflussbar.

    >

    >-> Recherchen im Internet. Habe viele einschlägige Seiten zum

    >Problem gefunden und war absolut glücklich, als ich merkte,

    >dass auch andere daran leiden.

    >Bin auf Botulinus-Toxin-Spritzen und die Operationsmethode

    >ETS aufmerksam géworden.

    >-> Wegen Botulinus-Toxin-Spritzen habe ich mich in der Uni-

    >Hautklinik Tübingen ambulant beraten lassen

    >(bei Frau Dr. Barbara Vollert, Telefon 07071/2983751)und hätte dort

    >behandelt werden können. Die Sache ist äußerst schmerzhaft, wirkt an

    >den Händen aber fast hundertprozentig, begrenzt für maximal 6

    >Monate. Danach kann man die Sache wiederholen. Von den gesetzlichen

    >Krankenkassen wird diese Therapie bisher noch nicht bezahlt. Kosten

    >pro Behandlung ca. 700,- DM. Unter Umständen kann man die Behandlung

    >einmal im Rahmen einer Studie kostenlos kriegen.

    >Ich selbst habe die Spritztherapie nicht versucht, da in meinem

    >Fall auf Grund einer chronischen Muskelerkrankung ein erhöhtes

    >Risiko (z. B. auf bleibende Lähmungen) bestand.

    >UND JETZT MEINE RETTUNG:

    >-> Die Operation.

    >Bin heute aus der chirurgischen Uni-Klinik Tübingen nach Hause

    >entlassen worden und vermutlich einer der glücklichsten Menschen

    >auf der Welt.

    >Herr Oberarzt Dr. Aebert (Telefon 07071/2983751) hat mich auf der

    >rechten Seite operiert und ich sage es gern jedem, der mich fragt

    >und vielen, die mich nicht fragen: Meine rechte Hand ist immer und

    >garantiert für alle Zeiten absolut trocken.

    >In wenigen Wochen ( Wartezeit verlangen die Ärzte)werde ich auch die

    >linke Seite operieren lassen. Die Schweißfüße sind nicht besser

    >geworden. Ich werde mich damit abfinden müssen, damit zu leben.

    >Über den Gang einer Operation und die damit verbundenen

    >Risiken gibt es im Internet schon verschiedene Seiten, deshalb

    >verzichte ich hier auf das Allgemeine. Ab besten finde ich die

    >Seite von Dr. Ivo Tarfusser. Die Internetadresse habe ich gerade

    >nicht zur Hand, aber sicher findet man die auch über jede

    >Suchmaschine (Suchbegriffe Hyperhidrose oder Tarfusser). Ansonsten

    >fragt mich nochmal. ergänzen kann ich noch, dass die AOK die Kosten

    >für die Op vollständig übernommen hat.

    >Jetzt seid Ihr dran. Schreibt zurück, stellt Eure Fragen. Ich

    >werde ganz bestimmt antworten.

    >Was ich noch sagen wollte: Ich habe vorhin im Forum die Frage gelesen,

    >ob man trotz Schweißhänden einen Partner findet. - Ja! Ich bin seit

    >drei Jahren mit meiner Freundin glücklich. Sie hat immer zu mir

    >gehalten, hat sich während meines Krankenhausaufenthaltes rührend um

    >mich gekümmert und ist jetzt genauso glücklich wie ich.

    >

    >So, das war`s jetzt aber wirklich erst einmal.

    >Viele Grüße und die besten Wünsche!

    >Andy

    >gern


    Hallo Andy.

    Als ich heute zum erstenmal diese Seite erblickte erging es mir wie dir d.h ich war sehr froh darüber, zu wissen das noch andere dieses problem haben denn ich habe bis jetzt immer geglaubt der einzige mit so einer akkuten HH

    zu sein. Nun ich konnte mich in jede deiner Zeilen reinversetzen und sie bestätigen.Man kann nichts mehr unternehmen ohne irgendwie schon unbewußt gehemmt zu sein. Und bald kommt schon wieder der sommer:-) Aber so weit möchte ich es gar nicht kommen lassen und deswegen den gleichen Schritt machen wie du.

    Ich glaube ich würde mich dafür sogar aufschneiden lassen wenn es die einzige möglichkeit wäre:-) Wie ist es dir seit deiner OP. ergangen bzw. wie war die darauffolgende? War sie kompliziert?

    Wann konntest du wieder zur Arbeit/schule zurück?

    Ich komme aus der nähe von essen, und weiß nicht wo die nächstliegende Klinik wäre, du vielleicht?

    Wenn die OP so verlaufen ist wie du es beschrieben hast , dann mußt du dich sicher ziemlich "befreit fühlen" oder? Ich freue mich wirklich von ganzen herzen für dich und hoffe du kannst mir weiterhelfen.

    P.S ich habe noch viele Fragen , fallen mir auf die schnelle nicht dierekt ein.

    Ich bleibe aber am Ball und zähle auf dich.

    Gruß Daniel
















  • AW: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie)

    von » 17 Jahre her


    Geschrieben von Meltem am 04. Januar 2001 18:03:55:
    Als Antwort auf: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie) geschrieben von Andy, 24 am 15. November 2000 17:28:06:
    Lieber Andy!
    Ich bin im Internet auf Deine site aufmerksam geworden. Schön, daß Du Dir zu helfen wußtest und jetzt glücklich bist mit Deiner trockenen Hand. Ich versuche gerade so viel wie möglich über dieses Thema herauszufinden. Ich habe diese Krankheit nicht, jedoch möchte ich gerne als Journalistin darüber berichten und würde natürlich gerne mit jemanden sprechen, der Erfahrungen damit hat. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mich ganz unverbindlich anrufen würdest und mich bei dem Verfassen meines Beitrages unterstützen würdest.
    Liebe Grüße,

    Meltem.

    040/85372700


















  • AW: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie)

    von » 17 Jahre her


    Geschrieben von Prof. Schaarschmidt am 06. März 2001 23:47:57:
    Als Antwort auf: Re: Erfolg mit Operation (EndoskopischeTransthorakale Sympathektomie) geschrieben von Yvonne am 18. November 2000 13:44:32:
    Lieber Herr Ballweg,
    wir haben hier in Berlin eine sehr große Erfahrung mit der Thorakoskopie

    bei Kindern und Jugendlichen bis 18 (oder auch noch etwas darüber)

    Nehmen sie bitte meine Adresse bei Links mit auf für vor allem

    jugendliche Patienten oder Kinder, die Hilfe wegen Excessivem

    Handschweiß suchen.

    Die Endoskopisch Thorakoskopische Sympathektomie (ETS) bietet über

    90%ige Erfolgaussicht, bei minimaler Operationsbelastung.
    Bisher wird diese Operation nur in wenigen Kliniken gemacht.

    Für Kinder und Jugendliche habe ich bei Ihnen keine Adresse gefunden

    Ich habe Patienten bis Nordrhein-Westfalen


    . Bei Fragen rufen Sie mich an
    Herzliche Grüße Ihr Prof. Dr. Klaus Schaarschmidt
    Direktor der Kinderchirurgischen Klinik Berlin-Buch
    Prof. Dr. Klaus Schaarschmidt Direktor, Kinderchirurgische Klinik

    Berlin-Buch Klinikum Buch, Karower Straße

    11 D - 13122 Berlin Tel: 004930/94013420 E mail:

    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!



    >Hallo Andy,

    >ich bin 23 Jahre alt und leide seit meiner Kindheit an HH an Händen,Füssen und unter den Achseln. Ich habe in letzter Zeit schon sehr viele Informationen zu dieser Krankheit sammeln können. Mein Hausarzt kann mir in dieser Hinsicht nicht sehr weiterhelfen. Ich als Patient habe ihm einen Zeitungsartikel gegeben, wobei unter anderem eine Aluminiumchloridlösung erwähnt wurde, die unter den Achseln angewandt werden kann ( diese hilft auch ). Außerdem wurde mir eine Behandlung durch Gleitstrom verschrieben, die ich auch versucht habe, allerdings nicht geholfen hat.

    >Ich würde dich bitten mir den genauen Ablauf einer solchen Operation zu erläutern und welche Wege man vorher durchlaufen haben muß, und wie ich die Kosten der Krankenkasse erstattet bekomme.

    >Welche Risiken bestehen bei dieser Operation?

    >Wird der Fußschweis dadurch auch reduziert oder beläuft sich dies spezifisch nur auf die Hände?

    >Muß ich einfach in der Klinik in Tübingen anrufen um einen Termin abzustimmen?

    >Es würde mich sehr interessieren und denke stark darüber nach mich ebenfalls einer Operation zu unterziehen.

    >Bis bald!

















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