ich hatte schon meine schweißdrüsenabsaugung und möchte jetzt bei der aok einen antrag zur kostenübernahme stellen. hat damit schon jemand erfahrung gesammelt? lohnt sich das jetzt überhaupt noch?
und wie könnte ich am besten vorgehen?
vielen dank schon mal!
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  • AW: Hat jemand Erfahrung mit einem Antrag zur Kostenübernahme nach der OP(Suctionscürretage)

    von » 12 Jahre her


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kasse eine bereits durchgeführte OP subventioniert. In der Regel ist soetwas vor der Ausführung zu beantragen.

    Erfahrungswerte habe ich aber keine...

    Sascha Ballweg | Initiator HyperhidroseHilfe.de und des Webshops Schwitzen.com
    Palmare Hyperhidrose zu ca. 95 % gelindert: "Bei mir wirken Antitranspirante & Iontophorese gleichermaßen gut, wobei die Iontophorese etwas schneller gegen meine Schweißhände wirkt. Wer Fragen hat… ich helfe gern :)"

  • AW: Hat jemand Erfahrung mit einem Antrag zur Kostenübernahme nach der OP(Suctionscürretage)

    von » 12 Jahre her


    Hallo Anne,
    hier ist ein Posting, das ich vor einiger Zeit in einem anderen Forum geschrieben habe. Du kannst es mit deiner KK versuchen, aber ich schätze, du wirst dir die Zähne ausbeißen. Im Nachhinein brauchen sie eh nichts zu bezahlen.
    Berichte von bezahlten Saugkürettagen sind im Archiv dieses Forums gespeichert - da müsstest du die Suchfunktion nehmen. Alles Ausnahmefälle, wenn du mich fragst, und ewig her.
    Gruß, Sarah

    Verfasst am: Di März 15, 2005 20:52 Titel: Krankenkassen, Bundesausschuss & Co - Gerichtsentscheid

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    Hallo an alle,

    ich hatte letzte Woche einen Termin vor Gericht, bei dem es um die Kostenübernahme für eine Saugkürettage ging. Der Richter war sehr, sehr nett, aber er hat meine Klage gegen die KK abgewiesen, weil er, wie er sagte, nicht anders konnte. Die Dinge liegen nämlich so: Die KK dürfen eigentlich keine Behandlungsmethode bezahlen, für die der Bundesausschuss der KK keine positive Beurteilung abgegeben hat. Das steht so im Sozialgesetzbuch. Für die Saugkürettage gibt es noch keine positive Stellungnahme. Deshalb muss meine KK das auch nicht zahlen, wenn sie nicht will. Sie könnte es schon, auch wenn sie es nicht darf, aber sie will nicht und hat vor Gericht Recht bekommen. Die KK, die also bis jetzt eine private Saugkürettage bezahlt haben (BKK, AOK, Barmer...), waren eben in Unkenntnis der Sachlage, sonst hätten sie bestimmt nicht gezahlt.

    Die genannten Umstände beziehen sich aber ausschließlich auf eine privat abgerechnete Operation. Jede Klinik kann an Patienten operieren, was sie will und kann das mit der KK abrechnen, solange sie die Patienten stationär aufnimmt. In diesem Fall interessiert es keinen mehr, ob der Bundesausschuss eine positive Empfehlung für eine Behandlungsmethode abgegeben hat oder nicht, seine Zustimmung wird dazu nicht benötigt. Das ist unser Regelsystem, so hat es der Richter erklärt.

    Das erklärt natürlich viele Dinge. Mit der relativ erfolgreichen Saugkürettage kann man viel Geld verdienen, indem man sie privat vermarktet - Nachfrage gibt es ja genug. Natürlich könnten die Ärzte, die das operieren können, Patienten stationär aufnehmen und die OP mit der KK abrechnen. Das wollen sie aber nicht, weil mit der KK die Pflegetage abgerechnet würden und das wäre nicht soviel wie auf der privaten Rechnung steht. Die KK würde so eine OP um die 800 Euro kosten und nicht das, was wir bezahlen, wenn wir es privat machen lassen - Stuttgart 1500 plus Märchensteuer, Unna 1800? plus 50% für eine zweite OP... Im Übrigen würde bei stationärer Aufnahme auch nicht mit den einzelnen Ärzten abgerechnet, sondern mit dem Krankenhaus. Und jetzt wissen wir natürlich, warum die Angebotspalette privater OPs so groß ist, nicht wahr?

    Es wäre alles (fast) kein Problem, wenn der Bundesausschuss eine positive Empfehlung für die Saugkürettage abgeben würde. Dazu müsste ein Antrag gestellt werden von einem dazu befugten Gremium - das könnten Ärzte sein oder auch die Krankenkassen. Jetzt wissen wir natürlich, wieso es so einen Antrag nicht gibt: die Ärzte drehen sich doch nicht selber den Geldhahn ab - die KK würden nie in der Höhe des privat von ihnen geforderten Honorars zahlen, und die KK tun es nicht, weil sie sich nicht noch mehr Kosten für noch mehr Operationen an die Backe hängen. Dass sie stattdessen für alle möglichen anderen mehr oder weniger nutzlosen Operationen samt Folgekosten zahlen, haben sie dabei offenbar noch nicht mitgekriegt.

    Wenn ich nun höre, dass in der Hautklinik Kassel mit den KK abgerechnet wird und die Frau vom Werbeprofessor für 800 Euro operiert, und offenbar auch mit der KK abrechnet, sehe ich aber ein weiteres Problem: Man braucht bei allem auch noch einen Arzt, der das gut operieren kann. Das ist ja nicht immer der Fall, wie man im Forum lesen kann, die OP-Ergebnisse fallen da sehr unterschiedlich aus. Wer geht denn schon zu Frau Doktor, wenn die beiden einzigen in den Foren aufgetauchten Patientinnen, die dort waren, von Katastrophen berichten und dann wieder geschwitzt haben?? Vergesst es. Die Leute gehen weiterhin zu den Ärzten, von denen man weiß, dass sie ihr Handwerk gut können, oder bei denen man zumindest Anhaltspunkte dafür hat.

    Das Geschäft mit den Saugkürettagen ist also eine Riesenabzocke. Die Ärzte verstecken sich hinter der Behauptung, die KK würden die Saugkürettage ja nicht zahlen und sie müssten sie deshalb privat abrechnen. Kein Wort davon ist wahr. Würden sie ihre Patienten stationär aufnehmen, würden die KK zahlen, nur nicht soviel wie sie privat abrechnen.

    Ich fände es schön, wenn alle Betroffenen, auch die bereits für teures Geld Operierten, gemeinsam und im Interesse aller überlegen würden, wie man dieses zementierte System aufbrechen kann. Ich selber halte es für sehr wichtig, dass die Leute, die in Kliniken operiert wurden, die mit den Kassen abgerechnet haben, die Foren über längere Zeit über das OP-Ergebnis auf dem Laufenden halten, denn nur so kann man zu einer Einschätzung darüber kommen, ob eine Klinik, bzw. deren Operateure gut operieren können. Natürlich sollten sie auch sagen können, welche OP-Methode angewendet wurde. Leider hört man nach 6 Wochen dann nichts mehr von den Patienten, warum auch immer. Gäbe es solche guten Kliniken, die dann auch von HH Patienten aufgesucht würden, würde das den Privaten von alleine den Geldhahn zudrehen und sie möglicherweise zum Umdenken bewegen.

    Ein nächster Schritt könnte sein, eine KK dazu zu bewegen, ein Versuchsmodell zu starten. In diesem Fall könnte und würde diese KK die OPs dann zahlen. Die Techniker KK hat sowas mit Akupunktur gemacht und ist zudem zu guten Ergebnissen gekommen. Das könnte für die Saugkürettage vielleicht auch so sein. Vielleicht käme man über so ein Versuchsmodell zu einem Antrag beim Bundesausschuss??? Ich muss aber zugeben, dass ich keinen Plan habe, wie man das anschiebt...

    Soviel zu meinen Neuigkeiten aus dem Gerichtssaal, die ich sehr aufschlussreich finde. Unter euch gibt es auch Ärzte und Angestellte von KK - bitte helft mit, das Problem einer Lösung zuzuführen. Wer hat weitere Vorschläge???


    Gruß
    Sarah

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