AHCL krebserregend oder nicht??

Kategorie: Hyperhidrose (Schwitzen) 15 Jahre her
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  • AW: AHCL krebserregend oder nicht??

    von » 15 Jahre her


    Hallo,

    ich kann dem Admin da nur recht geben: Bisher sprechen alle meine Nachforschung gegen diese Theorie.

    Wer diese Theorie nun aufgestellt weiß ich auch nicht, aber es gibt ja immer irgendwelche Skeptiker, die alles kritisieren müssen!:evil:

    Ach ja, ich war letzte Woche beim Allround-Check bei meinem Hausarzt und habe ihn auch bzgl. AlCl auf meine Blutwerte angesprochen (immerhin nehme ich AlCl-Produkte ja auch schon gut seit 4 Jahren) und er bestätigte mir, daß meine Wertealle im Normbereich liegen.

    Emanuel Rodrigez

    Generallisierte HH, vor allem an Kopf, Stirn, Nasenflügel, Brust, Rücken und Oberschenkel. Habe mit AHC alles im Griff!

  • AW: AHCL krebserregend oder nicht??

    von » 15 Jahre her


    alles klar! ich wollte nur sicher gehen :silly:

    danke!

  • AW: AHCL krebserregend oder nicht??

    von » 15 Jahre her


    Hallo zusammen,

    so, nun habe ich nach langem Nachforschen endlich mal eine Antwort bekommen, die 1. aussagekräftig und 2. beruhigend für uns alle seien sollte.

    Die Antwort kommt vom "Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)" von Herrn PD Dr. Detlef Wölfle!

    "...auf Ihre Anfrage zu möglichen gesundheitsschädlichen Wirkungen von
    Aluminiumchlorid in Deodorantien können wir Ihnen Folgendes mitteilen:

    Das BfR hat sich in letzter Zeit mehrfach mit der Aufnahme und
    gesundheitlichen Bewertung von Aluminium in Verbraucherprodukten und
    Lebensmitteln beschäftigt
    (http://www.bfr.bund.de/cm/216/kein_zusammenhang_zwischen_der_aluminiumaufnahme_aus_lebensmittelbedarfsgegenstaenden_und_alzheimer.pdf).


    Das BfR kam zu dem Schluss, dass die geschätzte Aluminium-Aufnahme aus
    kosmetischen Mitteln (Deodorantien) gering ist im Vergleich zur Aufnahme
    aus Lebensmitteln, die Aluminium natürlicher Weise enthalten, und
    Medikamenten wie Antacida. Zur dermalen Aufnahme von Aluminium aus
    kosmetischen Mitteln liegen dem BfR bisher nur wenige Daten vor. Die
    geschätzte Aufnahme über die Haut (dermale Resorption) liegt bei 0,01%.
    In Untersuchungen zur transdermalen Aufnahme von wasserlöslichem
    Aluminiumchlorid bei Mäusen lag die maximale Penetrationsrate bei 24,6
    ng/cm2. Legt man diesen Wert für eine Abschätzung der Exposition durch
    Aluminium aus Deodorantien zugrunde, ergibt sich bei einer
    Auftragungsfläche von 300 cm2 eine Aufnahme von 7,5 µg pro Anwendung.
    Aus neueren Untersuchungen am Menschen ist bekannt, dass nach einmaligem
    Auftrag von 0,4 ml einer 21 %igen Aluminiumchlorhydrat-Lösung in der
    Achselhöhle 3,6 µg resorbiert werden.

    Damit liegt die Aluminiumaufnahme über die Haut sehr deutlich unterhalb
    der vom Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss der EU-Kommission (SCF)
    festgelegten täglichen tolerablen Aufnahmemenge (TDI) von Aluminium in
    Höhe von 1 mg/kg Körpergewicht bzw. 60 mg/Person (mit einem Gewicht
    von 60 kg). Vom Expertengremium für Lebensmittelzusatzstoffe der
    Welternährungsorganisation (FAO) und der WHO (JECFA) ist neuerdings
    ein tolerierbarer wöchentlicher Aufnahmewert (PTWI) in Höhe von 1 mg/kg
    Körpergewicht (KG) für die Gesamtaufnahme von Aluminium aus
    Lebensmitteln, einschließlich Aluminiumsalzen in
    Lebensmittelzusatzstoffen abgeleitet worden (JECFA, 7.Juli 2006:
    http://www.who.int/ipcs/food/jecfa/summaries/summary67.pdf). Auch
    dieser Wert liegt deutlich über der berechneten Aufnahmemenge durch
    Deodorantien.

    JECFA hat für die Ableitung des PTWI toxikologische Daten aus
    tierexperimentellen Untersuchungen zugrunde gelegt (niedrigste
    toxikologisch wirksame Dosis: 50 mg/kg Körpergewicht und Tag). Hohe
    Dosen von Aluminiumchlorid induzierten bei Mäusen Störungen im
    Phosphatstoffwechsel. Mit 0,1% und 0,2% Aluminiumchlorid im Futter
    wurden funktionelle oder neurochemische Veränderungen beobachtet. In
    hohen Dosen traten in reproduktionstoxikologischen Studien auch
    embryotoxische Effekte auf; teratogene Wirkungen (Fehlbildungen) wurden
    aber nicht beobachtet. Es bestehen auch keine Anhaltspunkte für eine
    kanzerogene Wirkung von Aluminiumverbindungen. Die Aussage der
    *International Agency for Research on Cancer“ (IARC), dass gewisse
    Expositionen in der Aluminiumproduktion krebserzeugend wirkten, bezieht
    sich auf die Gesamtheit der an solchen Arbeitsplätzen eingeatmeten
    Luftverunreinigungen. Dabei richtet sich der Verdacht einer ursächlichen
    Beteiligung nicht auf Aluminium und seine Verbindungen, sondern auf die
    kanzerogenen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe
    (Bundesgesundheitsblatt 12/91).

    Gesundheitsschädliche Wirkungen sind bei Menschen nur durch sehr hohe
    Aluminiumdosen nach der Einnahme von Antacida (>1.000 mg Al/Person und
    Tag) bekannt: Es kam dabei zu Störungen des Phosphat- und
    Calciumhaushalts, zur Demineralisation der Knochen und zur Reduktion der
    Knochenfestigkeit. Erhöhte, toxikologisch relevante
    Aluminium-Blutspiegel traten bei Dialysepatienten durch hohe
    Konzentrationen im Dialysewasser und/oder durch therapeutische Gabe von
    Aluminiumhydroxid auf. Die toxischen Effekte des Aluminiums
    manifestieren sich bei diesen Patienten in den Symptomen einer
    Dialyse-Enzephalopathie, die durch eine Vitamin-D-resistente
    Minera
    lisationsstörung der Knochen, Anämie und Hirnschädigungen
    gekennzeichnet ist.

    Zusammenfassend ergibt sich aus diesen Daten, dass Expositionen, wie
    sie bei der Anwendung von Deodorantien auftreten, nicht mit
    gesundheitlichen Gefahren - insbesondere nicht mit krebserzeugenden
    Wirkungen - verbunden sind.

    Wir hoffen, dass diese Informationen zu Aluminium für Sie hilfreich
    sind.

    Mit freundlichen Grüßen

    D. Wölfle



    :cheer: Endlich mal etwas, womit wir was anfangen können! Natürlich, auch die Forschung entwickelt sich immer weiter, aber ich denke, daß wir uns auf solche Aussagen verlassen können. Trotzdem sollte jeder für sich selbst entscheiden, welchen Weg er geht!

    Diesen Thread schließe ich vorerst ab, es sei denn ich erfahre irgendwelche interssanten Neuigkeiten zu diesem Thema.

    Emanuel Rodrigez

    Generallisierte HH, vor allem an Kopf, Stirn, Nasenflügel, Brust, Rücken und Oberschenkel. Habe mit AHC alles im Griff!

  • AW: AHCL krebserregend oder nicht??

    von » 6 Monate her


    Es gibt eine abschließende Gesamtbewertung des Bundesamts für Risikobewertung (BfR) auf Basis der Studienauswertung des Wissenschaftlichen Ausschuss für EU-Verbrauchersicherheit (SCCS)
    Die Bewertung ergibt eine vollständige Entlastung im Bezug auf die jahrzehntelang kursierenden Unsicherheiten und Gerüchte die Aluminium in Antitranspiranten eine karzinogene Gefährdung unterstellt hatten. 
    Auch eine Korrelation zu Alzheimer ist somit weiterhin unwahrscheinlich. 

    Dies ist insbesondere für Hyperhidrotiker eine sehr gute Nachricht!


    Sascha Ballweg | Initiator HyperhidroseHilfe.de und des Webshops Schwitzen.com
    Palmare Hyperhidrose zu ca. 95 % gelindert: "Bei mir wirken Antitranspirante & Iontophorese gleichermaßen gut, wobei die Iontophorese etwas schneller gegen meine Schweißhände wirkt. Wer Fragen hat… ich helfe gern :)"

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