Also, ich bin ja immer sehr vorsichtig, wenn irgendwelche "Privatgelehrte" in Foren ihre Theorien zum Besten geben. Trotzdem habe ich mich entschlossen, mal meine persönlichen Erfahrungen nieder zu schreiben:
Ich hab über längere Zeit unangenehm stark geschwitzt. Fing unter den Achseln an und hat sich dann hauptsächlich auf das Gesicht und den Hals ausgeweitet, so dass ich wirklich schon Angst hatte in warme Räume zu gehen.
Hat sich schon ne echte Phobie entwickelt.
Gegen diese Angst hab ich dann erst mal sogar Psychopharmaka genommen, die auch sehr gut geholfen haben. Allein dadurch, dass die Angst weg war, ist das Schwitzen schon mal weniger geworden. Aber, das soll jetzt hier nicht das Thema sein.
Ich hab mir im Anschluss weiterhin Gedanken gemacht, was denn nun die Ursache für das starke Schwitzen gewesen ist(zumindest für das, was nicht psychisch bedingt war).
Dabei ist mir schon seit langem aufgefallen, dass ich oft nach bestimmten Mahlzeiten mehr geschwitzt habe. Besonders ist mir das bei dunkler Schokolade aufgefallen, die ich wirklich liebend gerne gegessen habe.
Als ich das genauer beobachtett habe, habe ich bemerkt, dass mir oft, wenn ich besonders Hitzegefühle hatte, auch die Nase zu war und ich manchmal auch Verdauungsbeschwerden hatte.
Nun ja, wenn man so ein paar Symptome hat, kann man sich natürlich auf die Suche nach der passsenden Krankheit begeben. Und Tatsache. Meine Symptome passten genau zu einer so genannten Histamin-Unverträglichkeit. Das heißt, dass der Körper nicht in der Lage ist, den mit der Nahrung aufgenommenen Botenstoff Histamin im ausreichenden Maße abzubauen. wer Möchte, kann sich z.B. hier mal über die Krankheit informieren: http://www.bkk-victoria-das.de/inhalte/gesundheitstipps/ernaehrung/histamin-unvertraeglichkeit.html
Das mit dem Wein und dem Herzstolpern passt bei mir auch... naja... ich bin mir sicher, dass das jetzt nicht die Lösung für die Probleme aller hier ist. Aber vielleicht ist ja bei dem einen oder anderen auch darin die Ursache zu suchen.
Ich komme jetzt jedenfalls super mit dem Schwitzen klar.
ist echt viel weniger geworden und Weggehen ist eigentlich kein Problem mehr.
Wer will, kann ja einfach mal eine Heuschnupfentablette mit dem Wirkstoff Cetirizin nehmen. Ist ein Antihistaminikum und rezeptfrei in der Apo erhältlich. Wenn Histamin auch bei euch eine Rolle spielen sollte, solltet ihr einige Stunden nach der Einnahme eine Besserung feststellen. Gegen psychisches Schwitzen wird es aber wohl nicht helfen... Schaden sollte es jedenfalls nicht.
Ich Wünsch euch viel Glück!
Gruß
Wojo
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  • AW: Histamin-Unverträglichkeit. Ursache fürs Schwitze?

    von » 8 Jahre her


    Nur ganz kurz zu den Tabletten die du im letzten Abschnitt erwähnst. Ich bin selbst, bzw. war bis vor meiner O.P. HH-Betroffene. Ich leide außerdem unter einer Lebensmittelallergie gegen Mehl und muss ab und an, falls ich doch irgendwo mal Mehl erwische so eine Anthistaminika-Tablette nehmen und ich kann nur sagen das die Teile gar nicht so harmlos sind. Sie können Benommenheit, Wahnvorstellungen, Schläfrigkeit, etc. auslösen und das machen Sie bei mir auch.

    Also ich glaube nicht das diese beiden Krankheiten Grundsätzlich etwas miteinander zu tun haben, vielleicht in Einzellfällen. Bei mir ist es jedenfalls so das ich schwitzte vor der Feststellung meiner Allergie und auch seitdem ich sie habe. Also keine Änderung was die HH betrifft. Sollte es noch Fragen hierzu geben, einfach schreiben. LG

  • AW: Histamin-Unverträglichkeit. Ursache fürs Schwitze?

    von » 8 Jahre her


    Nun, ich hab ja in meinem Text versucht zu betonen, dass ich nicht davon ausgehe, dass JEDER der schwitzt auch probleme mit dem Histamin hat. Die Möglichkeit, dass der eine oder andere, der hier im Forum ist, von dieser Idee profitieren kann, besteht aber meiner Meinung nach schon. Deshalb auch mein Entschluss hier mal zu schreiben.

    Dass du schon vor der Feststellung deiner Allergie geschwitzt hast, heißt ja nicht, dass es nichts damit zu tun hat. Denn die Allergie ist ja nicht erst mit ihre Diagnose entstanden. Aber, auch wenn das nicht der Fall ist, muss man festhalten, dass zwar auch bei einer allergischen Reaktion Histamin ausgeschüttet wird, bei der Histamin-Unverträglichkeit dieser Zustand jedoch quasi chronisch aber in milderer Form vorliegt. die Symptome unterscheiden sich daher schon.

    Was die Tabletten betrifft. Ich möchte ja nicht bestreiten, dass diese Nebenwirkungen bei dir aufgetreten sind. Aber im Allgemeinen ist es so, dass die neueren Antihistaminika sehr gut verträglich sind und auch mangels Durchgängigkeit durch die Blut-Hirn-Schranke nicht müde machen. Millionen von Heuschnupfenpatienten, die das jedes Jahr nehmen leiden ja auch nicht unter Wahnvorstellungen.
    Außerdem nehmen viele Leute hier im Forum ganz andere Hämmer gegen das Schwitzen. Da ist das wohl wirklich "leicht" dagegen.
    Aber du hast natürlich recht, dass man Medikamente nicht leichtfertig nehmen sollte.

    Also, muss jeder selbst wissen, ob meine Selbstdiagnose für sie/ihn ein Ansatz ist.

    Viele Grüße!

    Wojo

  • AW: Histamin-Unverträglichkeit. Ursache fürs Schwitze?

    von » 8 Jahre her


    Hallo an alle!

    Um was für eine Art von Allergie könnte es sich denn in der Regel handeln?
    Bei mir begann etwa zeitgleich zur Hyperhidrose eine Pollenallergie (Gräser, Roggen, Birke, Haselnuss, Erle)... Hab schon öfter gedacht, dass da ja irgendein Zusammenhang bestehen könnte!
    Danke für Infos zu diesem Thema!
    Güße, buntundlila

  • AW: Histamin-Unverträglichkeit. Ursache fürs Schwitze?

    von » 8 Jahre her


    Hallo zusammen. Ich kann mich meinem Vorredner anschließen, bei mir hat es sich in etwa auch so verhalten. Ich bin ebenfalls allergisch gegen Gräser und Roggen sowie gegen Histamin. Gibt es hier zusammenhänge?
    Ich würde mich auch Antworten freuen! Danke
    Grüße theo

  • AW: Histamin-Unverträglichkeit. Ursache fürs Schwitze?

    von » 8 Jahre her


    Hallo Wojo, hast du neben deiner Histaminallergie auch noch andere Allergien (Gräser, Roggen,..)?
    Viele Grüße theo

  • AW: Histamin-Unverträglichkeit. Ursache fürs Schwitze?

    von » 8 Jahre her


    Zur Klarstellung vielleicht noch etwas Hintergrundwissen.
    Gegen Histamin ist man nicht allergisch.
    Vielmehr ist Histamin der Stoff, der im Körper BEI einer Allergie freigesetzt wird. Durch Histamin werden also die typischen Symptome, wie brennende Augen, verstopfte Nase, Jucken etc ausgelöst. Zusätzlich zum körpereigenen Histamin, kann es aber auch noch durch die Nahrung aufgenommen werden. Manche Lebensmittel sind dabei besonders histaminreich, andere weniger.
    Von Histamin-Intolleranz sprich man nun, wenn das Histamin, dass durch die Nahrung aufgenommen wird, aus irgendeinem Grund nicht schnell und stark genug abgebaut wird. Das kann z.B. dann passieren, wenn das Enzym, das Histamin normaler Weise abbaut, nicht richtig funktioniert (manche sagen, dass eine Darminfektion ein Grund hierfür sein kann). Aber auch, wenn man einfach zu viel Histamin aufnimmt, kommt der Körper mit dem Abbau nicht mehr hinterher.
    Die Histaminintolleranz hat also erst mal nichts mit einer Allergie im klassischen Sinn zu tun.
    ABER: Wenn jemand an einer Allergie leidet, wird durch diese im Körper ohnehin schon viel Histamin freigesetzt. Wenn man jetzt noch Histamin von Außen zuführt, kann es natürlich umso leichter passieren, dass der Körper mit de Abbau nicht mehr hinterher kommt.
    Da außerdem die Symptome bei einer Allergie und einer Histaminintolleranz ähnlich sind (werden ja jeweils durch Histamin vermittelt), kann es bestimmt auch sein, dass die Hitzewallungen allein durch die Allergie ausgelöst werden, ohne dass eine Intolleranz vorliegt.
    Ich hoffe, ich konnte ein bisschen zur Klärung beitragen.
    Viele Grüße

  • AW: Histamin-Unverträglichkeit. Ursache fürs Schwitze?

    von » 8 Jahre her


    Ich würde eher empfehlen, einfach mal eine Weile auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten, statt gleich zu Tabletten zu greifen, wenn man bei sich selbst eine Histaminintoleranz vermutet.
    Normalerweise müsste ein Verzicht auf histaminhaltige oder freisetzende Lebensmittel für ca. 1 Woche ja auch schon Resultate vorweisen können, falls eine Intoleranz vorliegt, oder nicht?

    Hier eine Liste von histaminreichen Lebensmitteln:
    http://www.waswiressen.de/infosfuer/histamin_intoleranz_biogene_amine.php

  • AW: Histamin-Unverträglichkeit. Ursache fürs Schwitze?

    von » 8 Jahre her


    Hast natürlich recht, dass man auf Dauer seine Ernährung umstellen sollte, wenn man wirklich eine Histamin-Intolleranz hat.
    Aber um mal schnell auszutesten, ob das der richtige Ansatz ist, kann man schon mal so ne Heuschnupfen-Pille nehmen. Sieht man einfach viel schneller und trennschärfer, ob das Problem beim Histamin zu suchen ist.
    Außerdem kann man einfach nicht immer den betreffenden Nahrungsmitteln ausweichen. Schließlich wird man ja auch mal wo eingeladen oder isst im Resaurant. Auch da kann man zur Vorbeugung mal so ne Pille nehmen, wenn sich der Verdacht auf eine Histaminintolleranz denn erhärtet hat.
    Natürlich muss man vorher erst mal austesten, wie man die Tabletten verträgt. Aber ich denke, die überwiegende Mehrheit wird mit einer gelegentlichen Einnahme keine Probleme haben.
    Ich fahre mit der Methode (Ernährung umstellen und bei Bedarf ein Antihistaminikum) im Moment sehr gut. Da die Ursache für meine Histaminintolleranz wohl in einem Reizdarm liegt, versuche ich auch, meinen Darm mit Probiotika etwas in Gleichgewicht zu bringen. Schadet jedenfalls nicht...
    Kann zum Abschluss nur sagen, dass ich das schöne Wetter im Moment echt genießen kann. Schwitzen dürfen die anderen! :-)

  • AW: Histamin-Unverträglichkeit. Ursache fürs Schwitze?

    von » 2 Jahre her


    Wie steht ihr eigentlich zu der Aussage, dass starkes Schwitzen durch Pollen- oder Stauballergien ausgelöst werden können. Wenn man im Frühling draußen spaziert, ist man vor den Pollen von Bäumen natürlich nicht gewappnet. Um Allergieauslöser loszuwerden, käme man um das Schwitzen nicht herum. Auch bei der Stauballergie in den eigenen Wänden wäre dieses Phänomen vorzufinden, wenn mangelnde Hygiene oder Übertragungen über die Kleidung (z.B. durch Kollegen in der Arbeit) das Schwitzen verstärken. Ich habe mir zwar hochwertige Bosch Bodenstaubsauger besorgt, die die HEPA Filter eingebaut haben! Aber sie sind auch nicht das Wahre.

  • AW: Histamin-Unverträglichkeit. Ursache fürs Schwitze?

    von » 2 Jahre her


    Ilona schrieb:
    Ich würde eher empfehlen, einfach mal eine Weile auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten, statt gleich zu Tabletten zu greifen, wenn man bei sich selbst eine Histaminintoleranz vermutet.
    Normalerweise müsste ein Verzicht auf histaminhaltige oder freisetzende Lebensmittel für ca. 1 Woche ja auch schon Resultate vorweisen können, falls eine Intoleranz vorliegt, oder nicht?

    Hier eine Liste von histaminreichen Lebensmitteln:
    http://www.waswiressen.de/infosfuer/histamin_intoleranz_biogene_amine.php


    Hey Ilona,
    das denke ich auch. So habe ich selbst meine Laktoseintolleranz diagnostiziert. Ich bin dann aber noch zusätzlich zum Laktotest gegangen und dort wurde es mir noch einmal zu 100% bestätigt.

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