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  • AW: Schweissausbrüche im Gesicht - Soziale Phobie

    von » 5 years ago


    Hallo Kopfschwitzer,

    ------In meiner Psychotherapie habe ich gelernt, der einzige Weg aus dem Teufelskreis herauszukommen ist: Offenbarung! Offen über die Dinge reden, sein Schwitzen zeigen. Es ist schwierig. Echt schwierig.------

    ---das kann ein richtiger Weg sein. Nach meiner persönlichen Erfahrungen könnten diese "Offenbarungen" jedoch auch nach hinten los gehen.
    Hier kommt es immer auf die Situation an, in dem man sich gerade befindet.
    Überall, zu jedem Zeitpunkt könnte man schon in Schwierigkeiten kommen. Hier denke ich an Personal/Bewerbungs-Gespräche.
    In der Freizeit mag das "Offenbaren" wohl noch angebracht sein.
    Es ist für uns Kopf-Schwitzer verdammt schwierig, in jeder Lage die Situation zu beherrschen.
    Selber habe ich vor kritischen Situationen immer Sormotren eingeworfen.
    Das hat mich meist über die Zeit gerettet.
    Sonst hatte ich immer Ausreden, wie eine Cortison-Einnahme oder Erkältung weiter gebracht.
    Heute ist es mir egal wie und ob ich schwitze!!!
    Man wird mit dem Alter auch abgeklärter.
    Die durchgemachten Psychotherapien hatten bei mir nicht gefruchtet.
    Wir sollten der "Ursache" auf den Grund gehen. Leider kümmert sich die Ärzteschaft und die Pharma-Industrie nicht um uns, da aus deren Sicht es zu wenige Schwitzer gibt. Es müsste hier eine bundesweite Datenbank angelegt werden. Natürlich fehlen auch hier die entsprechenden Hilfen zur Daten-Eingabe. Es interessiert doch niemanden wirklich.
    Wir können uns nur, in den Foren, selber weiterhelfen. Wir Kopf-Schwitzer haben es auch extrem schwer geeignete Methoden zur Schweißminderung zu finden.
    Eine Durchtrennung - vom Nerv am Rücken - hatte ich ernsthaft erwogen.
    Mein "Behandler" hatte es mir z.Z., wegen anderer Probleme, abgeraten.
    Suchen wir halt weiter und schwitzen so vor uns hin.
    Grüße von ottelli
    :dry:

  • AW: Schweissausbrüche im Gesicht - Soziale Phobie

    von » 5 years ago


    hallo wiedermal,

    also für ein treffen hätte ich jetzt zeit. ein schwimmbad wäre toll dann könnten wir uns alle immer schön abkühlen wenn wir losschwitzen :-)

    super wäre es wenn auch personen daran teilnehmen könnten, die mit uns positive therapien teilen könnten.

    lg

  • AW: Schweissausbrüche im Gesicht - Soziale Phobie

    von » 5 years ago


    Also gegen ein Treffen hätt ich auch nichts, müsste sich dann halt mal einen Ort suchen wo jeder etwa die gleiche Entfernung hat.
    Schwimmbad halte ich gar nicht für so eine gute Idee, denn da gehts mir auch meistens gut, sollte schon eine Situation sein wo sich anfangs jeder etwas unwohl fühlt und es dann durchbrochen wird.

    Denn ich denke mal bei uns allen geht das schon schwer in eine sozial Phobie oder zumindest sind wir alle emotional sehr leicht erregbar.

    Versuch es jetzt gerade mal wieder mit etwas Homeopathie, dazu viel Salbei Tee und Sport, eine positive Grundeinstellung und vorallem wie Minni schon gesagt, versuchen so oft wie möglich der Situation zu stellen auch wenns schwer fällt.

    Wie gesagt weiss nicht wies bei euch ist, bin aber eigentlich ein recht normaler Schwitzer nur in Situation die mich aus den Alltag bringen oder in denen ich schon schlechte Erfahrungen mit dem Schwitzen gemacht habe. Lassen mich laufen wie ein Wasserfall.

    Nehme jetzt auch das Ahc 20 auf der Stirn, es hilft da schon, aber dafür läufts jetzt mehr im Nacken und auf der Brust. Bei den Achseln hilft es ganz gut...

  • AW: Schweissausbrüche im Gesicht - Soziale Phobie

    von » 5 years ago


    Hi @all,

    ich bin eben auf diesen Thread aufmerksam geworden, habe mir alles durchgelesen und fand es irgendwie schön nicht allein mit meiner HH zu sein.
    Ich bin 25 Jahre alt, lebe in Frankfurt a. M. und leide an einer Hyperhidrose am ganzen Körper, vornehmlich aber im Gesicht, wo es mich auch am meisten belastet.
    Ich komme auch leicht ins Schwitzen, wenn ich allein bin. In öffentlichen Verkehrsmitteln, der Uni oder in Gesprächen mit Mitmenschen nimmt das Schwitzen jedoch ganz andere Dimensionen an. Im Gesicht und an den Oberarmen schwitze ich bei der kleinsten Ausnahmesituation und steigere mich, sofern ich nicht flüchte oder mit Taschentuch abtupfe so rein, dass es richtig tropft und mir die Augen vor Schweiß schmerzen. Ich habe die HH ungefähr seid der Pubertät und wenn ich eine Diskothek besuche ist das Schwitzen den ganzen Abend präsent. Ein einziges Mal, ich kann mir die Umstände nicht erklären, habe ich in einem Club nach mehreren verzweifelnden Schwitzattacken einfach aufgehört zu schwitzen. Langsam und zögerlich wagte ich mich in die tanzende Menge und konnte letzten Endes mit einer Frau tanzen ohne das der Schweiß wiederkam. Es war einer der schönsten Tage meines Lebens. Diesen Zustand habe ich nie wieder erreicht und hasse meine Krankheit dafür zutiefst. Ich kann so viele Freuden des Lebens nicht richtig genießen, weil sie mich zum Schwitzen bringen.

    Ich bin mir sicher, dass ich mein Schwitzen reduzieren kann, wenn ich an meiner Psyche arbeite. Ganz kleine Erfolge habe ich bereits mit dem "Autogenen Training" gemacht. Es ist eine Entspannungstherapie, die ich in einem Uni-Sport-Kurs gemacht habe und seitdem zu Hause regelmäßig übe. Die Entspannung die man dabei erlangt wirkt sich bei mir geringfügig positiv auf das Schwitzen in den darauf folgenden Stunden aus. Ich hoffe diesen Effekt durch weiteres Üben des Autogenen Trainings steigern zu können.

    Ich wünsche mir auch mich mit Menschen unterhalten zu können, die mein Schwitzproblem selbst kennen, denn bisher bin ich nicht in der Lage mit meinen Mitmenschen offen darüber zu sprechen. Ich bin euch dankbar für jede Nachricht.
    Meine Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Danke an Minni für das Erstellen dieses Threads. Für mich ist er jetzt schon ein weiterer kleiner Schritt zur Akzeptanz meiner Hyperhidrose.
    Minni, kannst du berichten, wie es dir heute mit der Sozialen Phobie und dem Schwitzen im Gesicht geht? Hast du in letzter Zeit Fortschritte gemacht?

    Gruß orangeclouds

  • AW: Schweissausbrüche im Gesicht - Soziale Phobie

    von » 5 years ago


    Hallo Orangeclouds!

    Ich kann das nur bestätigen,was du sagst, dass die Psyche bei dieser Krankheit eine große Rolle spielt.

    Auch ich hatte sehr viele Jahre damit zu kämpfen und habe immer versucht mental und energetisch an mir zu arbeiten, mit guten Erfolgen. Der Durchbruch war bei mir jedoch kürzlich das Mentaltraining EFT (emotional freedom techniques). In Kombination mit der Iontophorese angewendet, bin ich im Moment beschwerdefrei :) und kann dir nur empfehlen diese Art von emotionaler Behandlung auszuprobieren.

    Verlier den Mut nicht und gehe weiter diesen Weg, ich wünsch dir viel Erfolg dabei,
    lg Caressa

  • AW: Schweissausbrüche im Gesicht - Soziale Phobie

    von » 5 years ago


    HI Caressa,

    hast du eft denn selbst angewendet oder hattest du dabei proffesionelle hilfe?
    hatte mich auch schonmal damit befasst, aber es nie richtig in angriff genommen.

    wills jetzt mal mit biofeedback versuchen, klingt für mich sehr plausibel und erfolgsversprechend, hat jemand zu diesem thema denn schon erfahrung.

    ich denke auch, schon alleine hier darüber zu schreiben, kann uns helfen.

    fg

  • AW: Schweissausbrüche im Gesicht - Soziale Phobie

    von » 5 years ago


    Kennengelernt hab ich EFT bei meiner Psychologin, die hat dann mit mir die erste Behandlung gemeinsam gemacht. Nach einer Stunde war ich schon im Stande alles allein zu Hause anzuwenden. Seitdem "klopf" ich beinahe täglich
    (ein Durchgang dauert ca.2 Min!!!), besonders wenn Ängste oder Unsicherheiten auftreten. Es entstehen immer neue Themen, die nach und nach abgearbeitet werden.Wenn eines bearbeitet wurde,ist es erledigt. Ich spür richtig, wie der Körper ins Gleichgewicht kommt und dadurch nicht mehr schwitzt.

  • AW: Schweissausbrüche im Gesicht - Soziale Phobie

    von » 5 years ago


    Hallo Caressa.

    Kannst Du mal beschreiben, wie das genau abläuft? Du scheibst, ein Thema wird abgearbeitet und dann ist es erledigt.

    Heisst das, ein Thema ist "schwitzen am Kopf" in sozialen Situationen ist ein Thema? Und nach der EFT ist es erledigt? Wie muss ich mir das vorstellen?

    Viele Grüße,
    Minnni

  • AW: Schweissausbrüche im Gesicht - Soziale Phobie

    von » 5 years ago


    HI Minni,

    die frage war zwar nicht an mich, aber ich denke sie meint mit thema, die jeweilige situation wodurch das schwitzen entsteht. nehmen wir einfach mal an in den nächsten 2 stunden hast du ein vorstellungsgespräch, du bist schon nervös.

    also stellst du dir die situation vor und klopfst dich dann ab.

    kenne das auch von einen bekannten, er hat tierische angst vorm zahnartz und geht deswegen zu einen speziellen, der auf solche patienten ausgerichtet ist. da bekommt man schon vorher eine beruhigungstablette und wärend der behandlung wird man noch beklopft.

    wie gesagt hab das schonmal in eigenregie probiert vorm einkaufen, hat aber ni so richtig geklappt.

    fg.

  • AW: Schweissausbrüche im Gesicht - Soziale Phobie

    von » 5 years ago


    Hallo an alle,

    Also es geht bei dieser Methode haupsächlich darum, sich selbst trotz widriger Umstände (Krankheiten, Ängste, Phobien, Blockaden,......) annehmen, akzeptieren und lieben zu lernen.
    D.h. ich habe dadurch erst begonnen meine Symptome (das Schwitzen) als Krankheit anzunehmen, zu akzeptieren, mich trotzdem selbst zu lieben damit und konnte sie dann loslassen. Ihr müsst euch das wie eine Zwiebel vorstellen, wo Schale für Schale bearbeitet wird und am Ende fühlst du dich total befreit. Jeder Mensch hat natürlich andere Belastungen und Ängste (z. B. vor Leuten sprechen, einkaufen gehen, jeder körperlicher Kontakt mit Menschen, Partnerschaft, Einsamkeit, Übergwicht,.....).Diese Themen können alle bearbeitet werden und müssen dann nicht mehr auftreten. Je nach dem wieviel du mit dir an Belastungen herumschleppst, benötigst du Zeit dafür.

    Man sollte mit dem aktuellsten Thema beginnen, denn das "Schwitzen" kann auch nur eine Auswirkung von bestehenden Ängsten sein.

    Das Ganze ist aber sehr leicht durchzuführen und zeigt bei richtiger Anwendung enorme Wirkungen.

    Ich würde jedoch raten sich zu diesem Thema einzulesen oder vorerst professionelle Hilfe(Psychologe oder EFT-Therapeuten)in Anspruch zu nehmen.
    Buchtipp: David Feinstein: "Klopf dir die Sorgen weg "
    Michael Bohne: "Bitte klopfen"

    Ich hoffe, ich konnte etwas Klarheit in die Sache bringen. Ein sehr interessantes Gebiet, es lohnt sich, sich genauer damit zu befassen.

    Liebe Grüße
    Caressa

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