Hallo ihr Lieben.

Ich bin eine 20-jährige Betroffene dieser lästigen Geschichte. Ich habe mich hier in diesem Forum angemeldet, weil ich auf hilfreiche Tipps hoffe und den Austausch mit ebenfalls Betroffenen suche.

Angefangen hat das ganze ca mit Ende der Pubertät, also vor ca drei Jahren.
Seit nun schon paar Monaten bin ich auf der Suche nach einer Lösung dieses Problems. Erste Anflaufstelle war meine Gynäkologin. Im ersten Moment schmunzelte sie und meinte, dass sie das Problem eig. nur von den Wechseljahren her kennt. Das ist jedoch ausgeschlossen. Sie versuchte mir dann mit Pillenwechsel und Salbei zu helfen, was jedoch nur dazu führte, dass die HH in der Pillenpause nicht noch schlimmer wurde (was bei der alten Pille leider der Fall war). Sie meinte dann, ich solle doch meine Schilddrüse untersuchen lassen. Nach zweimaligem Test (Hausarzt, Endokrinologe) konnte jedoch eine Schilddrüsenüber-/unterfunktion oder was es da sonst noch so gibt an der Schilddrüse, ausgeschlossen werden.

Bei mir ist nahezu der ganze Körper von der HH betroffen, am schlimmsten jedoch Bauch/Rücken/Achseln. Ich bin schlank, sehr sportlich (5-6mal pro Woche, beim Sport zerfliese ich regelrecht).

Ich empfinde diese Krankheit als sehr belastend. Allein der Gang zum Kleiderschrank jeden Tag wird zur Qual. Wo sieht man den Schweis nicht zu sehr? Ich neige dazu, mich dem Wetter niccht entsprechend zu warm an zu ziehen, weil ich das Gefühl hab, dass man mit mehr Klamotten den Schwei nicht so schnell sieht. Mich belastet das ganze sehr.

Ich bin um jeden Tipp, um jede Erfahrung dankbar. Was hat euch geholfen? Was wurde bei euch untersucht? In welche Richtung wurde bei der Ursache "geforscht" bei euch?

LG und eine schöne Woche wünscht
Julchen
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  • AW: Verzweifelte HH-Pazientin, nahezu ganzer Körper

    von » 8 Jahre her


    Hi julchen !! :) also ich bin erst 15 und leide Schon sehr lange an hyperhidrose :( ich schwitze allerdings "nur " an Händen und Füßen !! Ich hab also jetzt nicht so ein großes Problem was ich anziehe allerdings achte ich darauf das meine Kleidung ein Material hat das ich meine Hände abwischen kann und in der Schule mit den Ärmeln über den Händen halbwegs Schreiben kann !!! ;( ich hab ewig im Internet gesucht .., irgendwann bin ich auf die Seite des deutschen hyperhidrose Zentrums in München gekommen ;) ich hatte dort einen Termin mit dr. Schick ein Spezialist bei hyperhidrose !!! Ich musste vorher einen schweißtest machen ! Ich bekam so Sensoren auf die haut geklebt musste in einem Kleinen Raum sitzen und heißes Wasser trinken bei eh schon 30 grad hab ich natürlich total geschwitzt sodass klar war ich hab stärkste Art von hyperhidrose ich hab letztendlich botox gespritzt bekommen hat mir halbwegs geholfen :) vereinbar doch sonst auch mal dort einen Termin der hat vielleicht eine Lösung für dein Problem :) Glg Tiffany B)

  • AW: Verzweifelte HH-Pazientin, nahezu ganzer Körper

    von » 8 Jahre her


    Hallo Julchen,

    zunächst musst du dich damit abfinden, dass du stärker schwitzt als andere Menschen und sich das auch nicht ändern wird. Allerdings kann es sich bessern, je nachdem welche Ursache dein Leiden hat. Als schwitzender Mensch befindet man sich in einem ewigen Kreislauf, nämlich zu schwitzen und der Angst davor zu schwitzen, was die körperliche Reaktion anheizt. Ich habe das Problem "nur" unter den Achseln und ich weiß, dass auch weite Kleidungsstücke keine Linderung schaffen, denn dann läuft der Scheiß während des Meetings an den Armen herunter! Allerdings ist nicht eng anliegende Kleidung aus Baumwolle hilfreich. Man sollte sie regelmäig waschen und wegwerfen wenn sie schnell komisch riecht, denn die Bakterien sind dann in der Kleidung. Röcke statt Hosen, Unterhemden, selbstklebende Achselpads, weite Jacken. Wenn ich ins Büro fahre, ziehe ich ein Longsleeve an und erst auf der Bürotoilette ziehe ich ein Oberteil an. Das ist besonders gut wenn man mit Bus und Bahn unterwechs ist und ständigen kalt/warm Wechseln ausgesetzt ist.
    Ich habe meine Schweißdrüsen unter den Armen absaugen lassen. Es ist ein sehr schmerzhafter Eingriff, die Heilung dauert Wochen und ist ebenfalls sehr schmerzhaft, da die obere Hautschicht abgelöst wird und damit sie wieder richtig anwächst muss der Arm gestreckt und die Haut gedehnt werden. Ich schwitze jetzt 70% weniger. Ich kann dir nur einen Tip geben: Geh zum Psychotherapeuten! Ich hätte das in deinem Alter auch machen sollen, denn die psychischen Folgen des jahrelangen Sresses sind leider eindeutig! Einen Grund für schnelle und ausufernde körperliche Reaktionen gibt es bestimmt und der zusätzliche Stress durch die permanente Sorge die dein Körper dir bereitet muss mit jemandem besprochen werden. Früher dachte ich: Mensch ich schwitze wenn ich nur vor dem Unikram sitze und mich null bewege! Heute weiß ich wie sehr mich die Uni gestresst hat, das konnte ich damals gar nicht fühlen. Niemand dachte ich hätte psychische Probleme - ich hatte es auch meinen Eltern erzählt und von ihnen kam keine Reaktion. Jetzt weiß ich dass meine Probleme viel mit meinen Eltern zu tun haben. Daher solltest du das Problem mit einem guten Verhaltenstherapeuten besprechen. Andere Ärzte haben dafür fast kein Verständnis. Meine Frauenärztin sagte mal ich sollte mir Stilleinlagen ins T-Shit stecken...da fehlen einem die Worte..Ich wünsche dir viel Erfolg, bleib dran - du kannst es schaffen!!

  • AW: Verzweifelte HH-Pazientin, nahezu ganzer Körper

    von » 8 Jahre her


    Hallo Miranda

    Danke für deine aufmunternden Worte.
    Absaugung kommt bei mir nicht in Frage. Ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen soll mit absaugen..^^

    Über das Thema Psychotherapeuten habe ich mir natürlich auch schon Gedanken gemacht. Im Moment habe ich aber nicht das Gefühl, dass ich stressbedingt mehr schwitze. Ich weis, man will sich das teilweise vlt auch nicht eingstehen, aber ich möchte erst alle körperlich bedingte Ursachen, die es sein könnten, ausschließen. Der Psychotherapeut wäre meine letzte Anlaufstation.

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