Synpathikus op

Kategorie: Hyperhidrose (Schwitzen) one year ago
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  • AW: Synpathikus op

    von » one year ago


    Hallo Konglong

    Ich finde es gut, wird hier in diesem Forum von Direktbetroffenen darauf hingewiesen, welche negativen Folgen so eine OP haben kann. Es ist nicht fair und absolut unethisch, wenn der Operateur den Patienten nicht ehrlich und offen über alle Vor- und Nachteile einer solchen Operation aufklärt. Wie du ganz richtig schreibst, mit solchen OP's wird gutes Geld verdient.

    Ich musste nach dieser OP mein Leben anders ausrichten und bin zum Einzelgänger geworden. Wäre ich nicht ein spiritueller und gläubiger Mensch, so hätte ich wohl allen Lebensmut verloren. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt!

    Beste Grüsse
    Karel

  • AW: Synpathikus op

    von » one year ago


    @konglong: Darf ich fragen an welche(n) Körperregion(en) sich das KS genau eingestellt hat?

    Sascha Ballweg | Initiator HyperhidroseHilfe.de und des Webshops Schwitzen.com
    Palmare Hyperhidrose zu ca. 95 % gelindert: "Bei mir wirken Antitranspirante & Iontophorese gleichermaßen gut, wobei die Iontophorese etwas schneller gegen meine Schweißhände wirkt. Wer Fragen hat… ich helfe gern :)"

  • AW: Synpathikus op

    von » one year ago


    Hi @Sascha,

    Meine primäre HH an Händen und Achseln wurde komplett beseitigt, das hätte ich mir nie träumen können, sogar die Füße haben sich verbessert (und sind dennoch nass).

    KS tritt bei mir ganzflächig an Rücken, Po, Brust, Bauch (auch seitlich) auf; eigentlich der komplette Torso. Ich habe auf dem Weg zur Arbeit aber auch schon Schweißflecken an den Unterschenkeln und besonders auch der Kniekehle gehabt... So kann ich einfach nicht leben.

    Anscheinend bietet Dr. Schick in München MiraDry als off-label use für betroffene Hautregionen an. Ich weiß nicht, ob ich es machen soll - es ist der letzte Halm Hoffnung, an den ich mich klammern könnte. Ich befürchte, ich könnte anfangen, am Kopf, Nacken etc. anfangen zu schwitzen oder beim Sport, der mir extrem wichtig ist, einen Hitzeschlag kriegen. Mein Leben ist runiert. Und da kann ich leider auch nichts mehr schönreden...

    Bedankt von: Sascha Ballweg

  • AW: Synpathikus op

    von » one year ago


    KS tritt bei mir ganzflächig an Rücken, Po, Brust, Bauch (auch seitlich) auf; eigentlich der komplette Torso. Ich habe auf dem Weg zur Arbeit aber auch schon Schweißflecken an den Unterschenkeln und besonders auch der Kniekehle gehabt... So kann ich einfach nicht leben.


    Okay, vielen Dank! Der komplette Torso lässt sich natürlich nur schwer behandeln, ansonsten hätte ich Dir dazu geraten, zu versuchen nur die auffälligsten Stellen trocken zu legen. Mehr als ein gutes Antitranspirant oder die Iontophorese (anhand einer Flächenelektrode) hätte ich Dir dazu aber auch nicht empfehlen können.


    Anscheinend bietet Dr. Schick in München MiraDry als off-label use für betroffene Hautregionen an. Ich weiß nicht, ob ich es machen soll - es ist der letzte Halm Hoffnung, an den ich mich klammern könnte. Ich befürchte, ich könnte anfangen, am Kopf, Nacken etc. anfangen zu schwitzen oder beim Sport, der mir extrem wichtig ist, einen Hitzeschlag kriegen. Mein Leben ist runiert. Und da kann ich leider auch nichts mehr schönreden...


    Die Gefahr einer weiteren Verlagerung an verbleibende, bislang trockene Regionen ist nicht von der Hand zu weisen. Diese Gefahr ist auch genau das, was ich hier seit Jahren immer wieder predige; Man sollte auf jeden Fall zuallererst mit reversiblen Methoden (Antitranspirante, Iontophorese, Botox) an das Thema herangehen. Erst wenn diese Methoden Wirkung zeigen und sich der Schweissfluss durch die Reduktion nicht wesentlich verlagert, sollte man (wenn überhaupt) eine Operation in Erwägung ziehen.

    Abraten möchte ich Dir noch davon, die Hoffnung aufzugeben oder gar über die Beendigung des Lebens nachzudenken. Betrachtet man die Geschichte des medizinischen Fortschritts befinden wir uns längst nicht am Ende des selbigen, sondern weiterhin in einer Phase extremer Beschleunigung. Nichts scheint unmöglich und auch im Bereich der Textilien geschieht erstaunliches! So schwitze ich bei sehr heißen Temperaturen z. B. immer wieder im Bereich der Leistengegend. Es gibt jedoch inzwischen Textilien die sich durch Feuchtigkeit kaum noch verfärben lassen. Gehe ich eine Sommerhose kaufen habe ich also immer eine kleine Sprühflasche mit Wasser dabei, um dieses unauffällig auf ein kleines Stück der Hose zu sprühen, um zu sehen, ob und wie sich die Textilie verfärbt.

    Kopf hoch. Du bist hier in guter Gesellschaft.

    Sascha Ballweg | Initiator HyperhidroseHilfe.de und des Webshops Schwitzen.com
    Palmare Hyperhidrose zu ca. 95 % gelindert: "Bei mir wirken Antitranspirante & Iontophorese gleichermaßen gut, wobei die Iontophorese etwas schneller gegen meine Schweißhände wirkt. Wer Fragen hat… ich helfe gern :)"

  • AW: Synpathikus op

    von » one year ago


    Konglong ist der Sport sehr wichtig, wie mir auch. Hier hatte ich etwas ganz Interessantes beobachtet. Ich treibe täglich Sport und dies schon seit vielen Jahren. Früher vor allem Ausdauersport: Laufen, Rad fahren und Schwimmen. Ich war ein ambitionierter Hobbysportler. Nach meiner OP vor etwa 22 Jahren (Sympathikus OP und Achselaushöhlung) verbesserten sich meine Ausdauerleistungen drastisch, als ob ich gedopt hätte. Als Amateursportler, der vielleicht halb so viel trainierte (wenn überhaupt) wie ein Profisportler, kam ich etwa nach sechs Monaten nach meiner OP auf Profi-Niveau.

    Bei einem Kardiologen schaffte ich auf dem Fahrradergometer 500 Watt während drei Minuten. Als ich wieder einmal an einem Samstagnachmittag mit meinem Rennrad unterwegs war, stiess ich auf einen bekannten Profirennfahrer, der unter anderem die Tour de France, den Giro d'Italia und andere grosse Rundfahrten bestritt. Dieser Rennfahrer versuchte nun, mich abzuhängen, was ihm nicht gelang. Ich konnte etwa 15 km lang mit ihm mithalten, danach trennten sich unsere Wege. Ein Jahr später wurde publik, dass dieser Sportler gedopt war, er wurde gesperrt und beendete seine Karriere.

    Das war echt krass, dank der Sympathikus-OP konnte ich als reiner Amateursportler meine sportlichen Leistungen extrem steigern - ohne Doping! Okay, ich muss dazu sagen, ich betrieb früher stets oft hartes Intervalltraining und hatte zu meinen besten Zeiten einen Ruhepuls von etwa 35. Das Ganze hatte aber auch einen Haken, beim Sport schwitzte ich so extrem viel, ich bekam relativ früh heftige Krämpfe in den Beinen und konnte dies auch mit viel Flüssigkeit nicht mehr ausgleichen. Deshalb konnte ich nie länger als 100 km mit dem Rennrad unterwegs sein, die Krämpfe wurden dann so stark, ich musste runter vom Rad. Oft musste mich jemand mit dem Auto holen kommen, ich konnte vor lauter Schmerzen nicht mehr Rad fahren.

    Nun meine Frage: Hat jemand nach der Sympathikus-OP auch bemerkt, dass er seine körperliche Leistungsfähigkeit bezüglich Ausdauerleistung (Herz/Kreislauf) verblüffend verbessern konnte? Dies war ein positiver Nebeneffekt der OP. Auch schaffte ich damals in einer Stunde so an die 2450 Liegestütze. Natürlich weit weg vom Weltrekord, aber immerhin...

    Beste Grüsse
    Karel

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