Erfahrungsbericht MiraDry

Kategorie: Hyperhidrose (Schwitzen) 8 Monate her
Hallo zusammen,da ich selbst wochenlang auf der Suche nach "echten" Erfahrungsberichten zu MiraDry war und im deutschsprachigen Raum nur wenig gefunden habe, habe ich mir vorgenommen, nach meiner Behandlung selbst einen zu schreiben.Meine Miradry Behandlung (Stufe 5) ist nun eine gute Woche her. Ich habe sie in einer Klinik in Berlin machen lassen. Die Kosten für die 1. Behandlung liegen bei 1900€. Ein teurer "Spaß" also, aber da ich seit ich ca. 15 Jahre alt bin an Hyperhidrose leide, habe ich große Hoffnungen in das Verfahren gesetzt. Vorher hatte ich (neben Deos etc.) Botox ausprobiert, was zwar hilft, jedoch auf Dauer sehr kostspielig ist. Der Ablauf der Behandlung lässt sich gut online nachlesen, da werde ich hier nicht so viel zu schreiben. Für mich war die Behandlung als solche absolut schmerzfrei, da ich die Haut bereits morgens mit Emla Salbe betäubt hatte. In den Broschüren und ehrlich gesagt auch durch die Ärztin im Vorgespräch werden m. E. die Nebenwirkungen signifkant "runter gespielt". Er durch das Lesen vieler Erfahrungsberichte aus den USA ist mir klar geworden, dass ich nicht die einzige mit Nebenwirkungen bin. Aber nun der Reihe nach: nach der Behandlung hatte ich mir frei genommen (was m. E. auch nicht anders geht). Die Behandlung war morgens, so ab ca. 16h ließ die Betäubung nach. In dieser Zeit und trotz permanenter Kühlung schwollen beide Achseln signifikant an (ca. Golf/Tennisballgröße). Die Schmerzen waren bei mir ca. eine 7/10. An "arbeiten gehen" war nicht zu denken. In der Nacht habe ich mir dann alle 1,5 Stunden einen Wecker gestellt um das Kühlpad auszutauschen und somit dauerhaft weiterzukühlen. Ob das etwas geholfen hat, kann ich nicht sagen. Beide Achseln waren stark geschwollen und jede Bewegung schmerzte. Auch am nächsten Tag hätte ich nicht arbeiten gehen können (schon alleine weil man die Arme nicht normal "hängen" lassen kann). Dies stand im direkten Widerspruch dazu was die Ärztin mir avisiert hatte ("am nächsten Tag ist normal arbeiten gehen überhaupt kein Problem, es gibt keine Ausfallzeit"). Ich mag es nicht wenn man mir die Wahrheit verschweigt nur um die Behandlung verkaufen zu können. Dahingehend betreibt MiraDry m. E. ein unseriöses Marketing. Die Schwellung wurde dann über die folgenden Tage sehr sehr langsam weniger. Auch jetzt nach ca. 8 Tagen sind noch deutliche Schwellungen sicht- und fühlbar. Das Tragen von Kleider o.ä. wäre aus kosmetischen Gründen nicht möglich. Schon alleine deshalb empfehle ich dringend die Behandlung im Herbst/Winter machen zu lassen! Schwitzen tue ich derzeit noch nicht (wieder). Ich denke schon dass ein leichtes Schwitzen wiederkommen wird und ich hoffe sehr, dass ich diese schmerzhaften Nebenwirkungen nicht nochmal durchlaufen muss. Außerdem hoffe ich dass meine Achseln bald wieder "normal" aussehen. Wenn das Schwitzen wirklich drastisch reduziert bleibt, lohnt sich die Anwendung m. E. schon. Aber man muss schon eine Ausfallzeit einplanen, da sollte man sich nichts vormachen (lassen). Es ist eben auch ein großer Eingriff in den Körper.Soviel erst einmal zum aktuellen Stand, ich berichte hier laufend weiter wie es mir ergeht. Fragen sind immer gerne willkommen! :)
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    von » 8 Monate her


    Vielen Dank für Deinen ehrlichen Bericht. Halte uns bitte auch weiterhin auf dem Laufenden!

    Zu Deiner Aussage, "neben Deos etc.) Botox ausprobiert". Hattest Du auch hoch dosierte Antitranspirante ausprobiert. Hier eine sortierbare Übersicht "echter Antitranspirante" in Listenform: 
    http://de.wiki-products.org/Antitranspirante_im_Vergleich

    Und vielleicht ebenfalls die Leitungswasser-Iontophorese? Beides sind minimal invasive, gut verträgliche und seit Jahrzehnten als wirkungsvoll erprobe Therapiemöglichkeiten.

    Sascha Ballweg | Initiator HyperhidroseHilfe.de und des Webshops Schwitzen.com
    Palmare Hyperhidrose zu ca. 95 % gelindert: "Bei mir wirken Antitranspirante & Iontophorese gleichermaßen gut, wobei die Iontophorese etwas schneller gegen meine Schweißhände wirkt. Wer Fragen hat… ich helfe gern :)"

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    von » 6 Monate her


    Hallo, ich habe ein Problem nach die Miradry Behandlung, Die allerdings schon 1,5 Jahre her ist. Und zwar bekomme ich nach dem Sonnenbaden kleine juckende Knötchen unter der Haut Und auch die Oberarme erscheinen mir dicker. Die Achsel-Haut verfärbt sich etwas dunkler und es ist sehr unangenehm. Weiß jemand was das ist? Oder wie ich es weg bekomme? Kann ich jetzt nie wieder Sonnenbaden?Da ich nach der Behandlung sehr starke Oberarm-Schwellung hatte, vermute ich dass bei mir die Lymphdrüsen beschädigt worden.  Weiß jemand Rat? Ich benutze jetzt Fenistil gegen die Schwellung an der Achsel Und Ibuprofen gegen die Entzündung.

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    von » 3 Monate her


    Hallo Zusammen, meine miradry Behandlung liegt jetzt 10 Monate zurück. Diese Behandlung hat mich 2000€ gekostet. Gebracht hat sie nichts. Ich schwitze und " rieche" wie zuvor. nun zur eigentlichen Behandlung: Die Betäubung fand ich nicht so schlimm - die angeblich - schmerzfreie Behandlung umso mehr. Nach der Betäubung wurde die Behandlung durch eine wirklich nette Arzthelferin angefangen. Anfangs ging es noch ganz gut, aber die Betäubung hat relativ schnell nachgelassen, was die Behandlung fast unerträglich machte. Es musste immer wieder die Ärztin aus einer anderen Behandlung geholt werden um nachzuspritzen. In der Zeit (gefühlte 10min) lag ich mit freiem Oberkörper im Behandlungszimmer. Ich wollte nur noch die Behandlung hinter mich bringen und habe dies unter starken Schmerzen ( es wird sehr sehr heiss ), nach ca. 2 Std. geschafft.  Die Schwellung danach hielt sich in Grenzen. Ich hatte nur blaue Flecken und konnte am nächsten Tag zum Arbeiten gehen. Aber wie oben geschrieben. Gebracht hat sie nichts,  leider.

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    von » 3 Monate her


    Das ist wirklich schade und auch ärgerlich smiley-cry 
    Hat die Krankenkasse denn wenigstens einen Teil der Kosten übernommen?


    Sascha Ballweg | Initiator HyperhidroseHilfe.de und des Webshops Schwitzen.com
    Palmare Hyperhidrose zu ca. 95 % gelindert: "Bei mir wirken Antitranspirante & Iontophorese gleichermaßen gut, wobei die Iontophorese etwas schneller gegen meine Schweißhände wirkt. Wer Fragen hat… ich helfe gern :)"

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    von » 2 Wochen her


    Hallo Zusammen Ich bin oft über dieses Forum "gestolpert" und habe viel gelesen und mir meine Gedanken darüber gemacht.

    Als erstes: ich leide seit der Pubertät unter extremen Achselschweiss. Lebe in der Schweiz und bin 44 Jahre alt, weiblich und ich habe viel ausprobiert, vor allem natürlich mit den verschiedensten Deo's und auch Botox. Bei den Deo's auch die ganz "scharfen", aber diese habe ich einfach nicht vertragen. Dann wird man halt zwangsweise erfinderisch mit der Kleidung. Die sich dann farblich extrem in Grenzen hält mit schwarz und weiss :-(.

    Als ich noch im Aussendienst tätig war, war es der reinste Horror. Durchnässte Blazer etc. und dann der unangenehme Duft. Hinzu kommt, dass ich Eiskunstlauf betreibe und dort war ich auch "farblich" eingeschränkt. Nun gut. 

    Botox half nicht. Gehöre somit zu den 4% bei denen nicht einmal Gift hilft. Kann gut sein, dass damals vor 17 Jahren, auch anders "drauf" war. So à la "Drama-Queen" und mein Stoffwechsel das Botox gar nicht aufnehmen wollte. Ich war nicht einmal 1 Tag trocken. Die Spritzen waren die reinste Tortur :-(.

    1 Jahr später war ich in einem Beratungsgespräch in Bern für eine mögliche "Ausschabung der Schweissdrüsen". Als ich halt nach der Betäubung fragte, wie die Spritzen den seien etc., hat mich diese Dame eben nicht gerade "einfühlsam" beraten, sondern meinte plump: es ist halt kein Spaziergang und müsse halt etwas leiden... Das fand ich nicht so toll, vor allem, da sich diese Prozedur auf CHF 3500.00 belief, die wir Eidgenossen selber bezahlen müssen... Dort ging ich dann nicht mehr hin und verwarf die Geschichte.

    Und mein "Leidensweg" ging weiter... Täglich gleich nach dem Duschen wieder nass unter den Armen... ein Teufelskreis.  Nun wieder begonnen mich damit zu befassen, da es einfach nicht besser wird, sondern eher schlimmer. Denke dass ist jetzt auch zusätzlich hormonell bedingt. Wieder angefangen mich intensiv mit dieser Thematik zu befassen. Ich möchte mich nicht mehr einschränken müssen!

    So wieder nach OP's etc. ausschau gehalten und auf "Miradry" gestossen. Vor der OP hätte ich halt schon sehr grossen Respekt. Auch wenn sie heute besser sein sollen etc. traue ich dem ganzen einfach nicht über den Weg. Wäre es dann wirklich gut - wäre ich danach wirklich trocken? Zumal es eben doch eine Stange Geld kostet! Ich habe über Miradry gelesen und mich an die Lucerne Clinic gewandt. Hatte ein super Gespräch und gleich den Termin fixiert. Es fühlte sich einfach stimmig an! Ich wurde auf meine Fragen sehr gut abgeholt und man sagte mir gleich, evtl. reicht eine Behandlung nicht (bei Hyperhidrose). Normal schwitzende Menschen benötigen nur eine Behandlung. Gut.

    Die erste Behandlung kostet CHF 2200.00. Die zweite dann 1750.00. Knapp 4000 somit. Soviel würde die OP auch kosten, aber könnte dann auch in die Hose gehen. Also entschied ich mich zu Miradry. Dass Miradry nicht ohne ist kann man sich ja denken, wenn man genau liest! Es sind Mikrowellen die unter die Haut gehen und dort die Drüsen "veröden". Und dass es danach kein Zuckerschleck ist.

    Ich litt die erste Nacht und den Tag danach. Dann ab Samstag immer besser. Hatte auch etwas mehr als 24 Stunden kontinuierlich gekühlt. So wie es mir empfohlen wurde. Und ich hatte tierisch geschwollene Achseln! So Bodybuildermässig bin ich rumgelaufen :-D. Die Oberarme unten waren und sind noch taub etc. Aber ich glaube an die Behandlung. Momentan bin ich noch trocken und wisst ihr was: GEILES GEFÜHL!!!! Und absolut kein unangenehmer Geruch. Benutze kein Deo. Die Schwellung ist zurück gegangen, die Arme kann ich fast wieder ganz anlegen. 

    Am Montag war ich auch wieder an der Arbeit. Was auch gut zur Heilung beiträgt sind Arnica-Globuli, Vitamin D und Schüssler-Salze. War am Mittwoch eh beim Osteopathen und er hat auch noch etwas die "Lymphen" angeregt, damit die Schwellung abklingt. Ja, ich rechne auch damit, dass die Nässe wieder kommt, nicht mehr so arg, aber dass ich evtl. eine zweite Behandlung ab März in Betracht ziehe. 

    Ich möchte hier einfach ein differenziertes Bild wiedergeben. Man muss - wie bei allem im Leben - daran glauben und auch selbst etwas dafür tun, dass es gut kommt. Klar, es gibt auch Fälle, wo es einfach schief gehen kann. So wie bei mir mit dem Botox. Wie aber oben geschrieben, weiss ich, dass ich damals psychisch total anders drauf war und ich mich selbst sabotiert hatte - alles unbewusst.  Ich fühlte mich in der Lucerne Clinic extrem gut aufgehoben. Ich bekam wirklich genug Betäubungsmittel gespritzt - weil ich auch explizit darauf hingewiesen habe - nach all den "Räubergeschichten" die gelesen habe. Die Behandlung selbst war absolut schmerzfrei! Hat ja auch alles schön geschlafen ;-). Bin dann wieder mit dem Zug nachhause - Kühlpäds unter den Armen und habe mir 3 Tage einfach gut geschaut und auf mich acht gegeben. Schmerzmittel musste ich 4 Tage schlucken.

    Es ist ein Eingriff in den Körper und bereitet Schmerzen - ob aufgeschnitten oder nicht. ABER, ich bin einfach begeistert. Fühle mich befreit. Die Oberteile kann ich jetzt auch 2 Tage tragen - die Waschmaschine dankt. Und wenn man an der Kleidung schnuppert - krieg ich nur ein breites Grinsen :-D. So ein tolles Gefühl!  Mal schauen wie sich das alles weiterentwickelt. Bin gespannt wie ein Flitzebogen ;-).

    Ich halte euch auf dem Laufenden :-)
    Liebe Grüsse Daniela (Ela-Lu)


    Bedankt von: Sascha Ballweg

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    von » 3 Tage her


    Liebe Daniela Vielen  Dank für deinen Bericht. Ich hatte die Miradry Behandlung gestern in der Lucern Clinic und mich würde interessieren ab wann die Schwellung weniger wurde? Heute haben wir Tag 2 und meine Achseln sind immer noch so gross wie Tennisbälle. :-( LG Sandra 

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    von » 3 Tage her


    Hallo zusammen, danke für eure Antworten und Berichte. Bei mir kam nach der 1. Behandlung das Schwitzen nach ca. 4 Monaten vollständig wieder.

    Nach 7 Monaten habe ich die 2. Behandlung machen lassen. Dabei hatte ich leider starke Schmerzen während der Behandlung, dafür weniger anschließend (wobei auch hier für 2-3 Tage nicht an arbeiten zu denken war). Das ist jetzt ca 6 Wochen her.

    Noch ist alles gut aber auf Basis der 1. Behandlung bin ich sehr skeptisch ob das so bleibt. Wenn nicht, werde ich wohl wieder auf Botox ausweichen müssen.

    Lasst uns auf dem laufenden halten!! :-)


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    von » 2 Tage her


    Hi Sandra Nach ca 5 Tagen war es nicht mehr soooo arg ;-). Jetzt ist es bei mir 2 Wochen her und habe nur noch die Knubbelchen und etwas Taubheit an der unterseite der Oberarme. Schlucke weiterhin Vitamin D und nehme die Arnika Kügelchen. Plus habe ich mir damals die recovery creme in der Klinik gekauft und schmiere mirgens und abends ein. Wie fühlt es sich heute bei dir an? :-) Lieber Gruss Daniela

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