Hallo liebe Community,

ich leide nun schon seit vielen Jahren an einer generalisierten Hyperhidrose. Primär betroffen sind bei mir mein Gesäß sowie mein Rücken, aber auch meine Hände, Füße und das Gesicht bzw. der ganze Kopf.

Mittlerweile schwitze ich allerdings auch beim Sport vermehrt im Brustbereich. Da mich diese Krankheit sowohl im Beruf als auch im Privatleben stark belastet, habe ich auch schon diverse Sachen ausprobiert, welche ich im Folgenden einfach mal zur Übersicht aufzähle.

  • Medikamente Vagantin Sormodren Oxybutynin Tinctura Belladonnae normata (Dr. Schick)
  • Sonstige Mittel Jaborandi Pentarkan Perspirex AHC Antitranspirant Sweatosan Antihydral Everdry Anti-Perspirant SweatStop Odorex Neversweat Tannolact Salbeiextrakt Tee (Johanniskraut, Tragantwurzel, Salbei, Baldrianwurzel) Schüssler Salze Nr. 8,11 Rexona Men Maximum Protection

Aufgrund der Vielzahl von Medikamenten/Mittel (mit Sicherheit keine abschließende Liste) ist es denke ich ersichtlich, wie stark ich von der Hyperhidrose betroffen bin. Bisher habe ich auf das Mittel "Perspirex" wie auch auf das "normale" Deo "Rexona Men Maximum Protection" am besten reagiert. Diese sind logischerweise für die Achsel gedacht, wo ich auch schwitze, allerdings stört mich das schwitzen hier nicht so sehr wie an den anderen Stellen. Hätte ich nun eine fokale Hyperhidrose, hätte ich die Lösung bereits gefunden.
Nur leider ist dies nicht der Fall und ich kann durch die Mittel nur meine Achsel oder auch teilweise andere Stelle mitbehandeln.

Da ich durch keins der Medikamente (obwohl dies ja schon die Starken sind) das Schwitzen in den Griff bekommen habe, entschloss ich mich, Herrn Dr. Schick aufzusuchen. Bei dem durchgeführten Schweißmengentest war Dr. Schick auch über mein starkes Schwitzen im Schienbeinbereich verwundert (hatte er wohl bisher auch noch nie so stark gesehen), aber auch die anderen, oben genannten Körperbereiche, waren stark betroffen (mittlerweile leide ich leider auch unter Handschweiß, was ich früher nicht hatte, aber sehr unangenehm ist). Aus diesem Grund entschied ich mich dazu, die miraDry-Methode im Bereich meines oberen und unteren Rückens bis zum Gesäß durchführen zu lassen.

Die ersten Wochen hatte ich durch die recht extreme Behandlung Schmerzen sowie enorme Schwellungen in den behandelten Bereichen. Allerdings bemerkte ich auch eine Besserung in Bezug auf das Schwitzen. Wenn ich mit meiner Hand über die Bereiche strich, bemerkte ich neben der Schwellung eine trockene Haut, was mich zum Hoffen bewegte.

Leider kann ich nun nach 5 Monaten sagen, dass von dieser Wirkung nichts mehr vorhanden ist. Ich schwitze an diesen Stellen genauso stark wie vorher.

Nach dieser langen Zeit, mit viel Recherchearbeiten und hohen finanziellen Ausgaben, verliert man so langsam die Hoffnung. Methoden wie Injektion von Botulinumtoxin, Iontophorese oder Saugkürettage kommen für mich vermutlich bedingt durch die Generalisierung nicht in Betracht. Über die Sympathikus-Methode habe ich leider auch schon sehr viele negative Erfahrungen gelesen, weshalb ich von dieser bisher Abstand genommen habe.

Aus diesem Grund wende ich mich heute an Euch.
Vielleicht hat von Euch jemand noch einen Lösungsansatz oder hat etwas ausprobiert, was ich noch nicht probiert habe.

Schon mal vielen Dank für die Rückmeldungen und Euch weiterhin viel Glück auf Eurem Weg.

Eurer Leidensbruder

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  • AW: Alles versucht, nichts geholfen... oder doch nicht?

    von » 7 Monate her


    Hi Mr.Sweat,   also in erster Linie würde ich meinen Körper erst einmal in Ruhe lassen. Der Körper brauchht - generell nicht nur bei HH - Wochen bis Monate um sich zu regenerieren / Einzustellen. Jetzt nicht ausflippen, aber schon mal über Cannabis nachgedacht? Manche Cannabis Sorten sollen bei HH helfen. Hier ist man noch nicht ganz klar ob das THC / CBD Verhältnis 1:1 sein muss. Es muss wohl eine eher Indica lastige Sorte sein - Indica hat einen höhren sedirenden Effekt, also beruhigende Wirkung auf Nerven etc. In DE ist Cannabis als Medizin legal und kann vom Hautarzt verschrieben werden - Leider wissen nicht viele über Cannabis Bescheid und die Suche nach einem geeigneten Arzt wird nicht einfach.   Du muss dir keine Sorgen machen, dass du dann nur noch High bist - mit ärztlicher Begleitung wird man Eingestellt (wie bei allen Medikamenten) - so das du später eine gewisse Torleranz entwickelst, die Wirkung aber gleich bleiben sollte.   Informier dich mal darüber. Es könnte dir helfen. Für mich wird das der nächste Schritt sein, wenn es keine Besserungen - wie in meinen Thread beschrieben - gibt. Zumal Cannabis rein Pflanzlich ist und keins dieser harten Medis.

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