Schweissdrüsen Absaugung

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Ich habe mir in der Klinik für Dermatologie und Phlebologie in Stuttgart - Bad Cannstatt, die Schweissdrüsen Absaugen lassen. Bin echt zufrieden. Habe das Problem viel zu lange vor mich her geschoben. Hätte den Schritt schon viel früher wagen sollen.

LG Freundin333

20 Replies

Hallo Ihr,
nach meiner OP mittels Laser in Hamburg möchte ich meine Erfahrungen auch mitteilen. Stella hat das Prozedere schon sehr genau beschrieben...

Hallo Stella,
wir hätten eigentlich eine Fahrgemeinschaft bilden können. Denn ich war am selben Tag in der gleichen Klinik und bin aus Potsdam angereist.

...Ich habe die OP auch hinter mich gebracht und hoffe nun, dass meine Schweißdrüsen nicht zu den 5 bis 15 Prozent gehören, die sich wieder regenerieren. Der Chefarzt der Klinik hat im Beratungsgespräch dargelegt, dass alle Schweißdrüsen, die nach der Op noch vorhanden sind, erst einmal für ein paar Wochen "beleidigt" sind und man danach deshalb so oder so nicht schwitzt. Erst nach frühestens sechs Wochen lässt sich feststellen, wie erfolgreich die OP war. Der beratende Arzt wirkte sehr kompetent und sympathisch.

Operiert wurde ich durch Dr. Fatemi, der an bestimmten Tagen aus Düsseldorf kommt und dann dort im Akkord Schweißdrüsen vernichtet ;) . Im Op-Raum hing ein Flatscreen, der mich gut abgelenkt hat. Ich bin mit dem Doc nicht richtig warm geworden. Es hat mich irritiert, dass er auch nebenher "How I met your mother" sah. Beim Einleiten der Flüssigkeit in die Achseln schwächelte mein Kreislauf. Samt der Liege wurde ich dann kopfüber gefahren, was wirklich hilfreich war! Im Gegensatz zu Stella habe ich mir dann meine Achseln lieber nicht angeschaut. Wer die Op macht und danach eine gewisse Zeit unterwegs ist, sollte Schmerzmittel dabei haben. Da ich über drei Stunden im Auto saß und die Betäubung schnell nachließ, hatte ich echt ein Problem!

Inzwischen ist die Op 11 Tage her. Die Pflaster sind ab. Die Narben kann ich kaum noch finden. Manchmal ziept es noch etwas, besonders wenn ich an etwas ziehe (Lenken, Kofferraum schließen, Türen öffnen). Außerdem haben sich Knubbel gebildet, an denen ich jetzt fleißig rum massiere.

Ansonsten waren die letzten Tage, trotz der Schmerzen am Anfang, richtig toll. Das Lebensgefühl ist ein völlig Neues! Ich hoffe inständig, dass es so bleibt und das Schwitzen nicht zurückkehrt.

Viele Grüße
Mistel
Hallo Mistel,

das ist ja lustig, dass wir beide extra aus Berlin/Potsdam nach Hamburg gereist sind, um uns operieren zu lassen. Um wie viel Uhr warst du denn da?

Also, als ich gelesen habe, dass du nach der OP noch Auto fahren musstest, hast du mir richtig Leid getan :(
Hattest du denn wenigstens Schmerztabletten dabei? Ich bin ja auch wahnsinnig geworden vor Schmerzen. Die waren schon echt übel. Aber auch nur am ersten Tag. War das bei dir auch so? Und trägst du noch deinen Kompressionsbolero?

Ui, Dr. Fatemi hat sich nebenbei How I met your Mother angeschaut - okay, das hat er bei mir jetzt nicht gemacht. Bei mir war er total lustig drauf und hat ständig Späßchen mit mir gemacht (aber im positiven Sinne).

Ich hab mittlerweile auch wieder ein Update. Erstens, am Freitag hab ich ja die Klebepflaster gezogen und mir zum ersten Mal wieder vorsichtig die Achseln rasiert, dabei hab ich dann gesehen, dass ich in der Mitte so nen 2 Euro großen blau-lila-roten Schürffleck hatte, der auch weh tat wenn ich mich bewegte und z. B. die Arme streckte. Im Laufe des Wochenendes splitterte immer mehr von der Schürfwunde ab. Gestern war ich dann beim Arzt und der hat mir für alle Fälle ein Antibiotika verschrieben, falls es sich über Ostern noch entzündet und ich muss jetzt so eine antibiotische Creme verwenden (Refobacin). Ich hab dann auch die Klinik in Hamburg angerufen und die meinten, es könnte sich dabei um eine Brandblase handeln :S
Naja, jetzt schauen wir mal. Es ist durchs absplittern auf jeden Fall schon kleiner geworden... Und kleine Knubbelchen haben sich bei mir auch schon gebildet, fühlt sich total eklig an :blink: .

Und sonst hatte ich heute ein Down. Bin heute zum ersten Mal tagsüber ohne mein Kompressionshemdchen rausgegangen und hab mir eine Wohnung angeschaut. Weiß jetzt nicht, ob ich übermäßig nervös war oder gestresst... ich würde sagen, nein... aber Fakt ist, ich hab wieder geschwitzt :( und das nicht ohne, vielleicht nicht wie vorher, aber ich hab meine Bluse und meinen Trenchcoat durchgeschwitzt und die durchgeschwitze Fläche hatte ungefähr einen Durchmesser von 10cm.... an beiden Achseln :(
Als ich das gesehen habe, hätte ich echt heulen können. Jetzt muss ich abwarten, wie es sonst so im Alltag ist...

Ich kann nur eins sagen, meine Schweißdrüsen waren anscheinend nur eine verdammt kurze Zeit "beleidigt".
Hallo Stella,

ich war 11.30 da und bin 13.00 Uhr wieder raus. Ich bin zum Glück nicht selbst Auto gefahren. Das wäre nicht möglich gewesen. Aber ich saß im Auto und hatte kein einziges Schmerzmittel dabei. Die Schmerzen waren echt fies. Am zweiten Tag war es wieder auszuhalten.

Den Bolero habe ich eine Woche getragen. Ich habe Konfektionsgröße 38 und der Bolero in der Größe S war m.E. zu klein. Die Polster unter den Achseln habe ich umgenäht, da sie sich sonst am hinteren Teil der Arme befunden hätten.

Das mit der Schürfwunde ist ja ungünstig. Aber viel schlimmer finde ich dass Du so schnell wieder zwei Lagen Kleidung durchschwitzt. Horror. Das tut mir echt leid! Ich hoffe, dass bei Dir alles gut heilt und die OP für den Alltag wenigstens einen kleinen Nutzen zeigt.

Vielleicht sollten wir in sechs Wochen noch einmal ein Up-Date geben.

Ich habe inzwischen Phantomschwitzen. Es fühlt sich wirklich so an, als ob ich schwitze. Wenn ich hingreife und nachschaue, ist alles trocken. Mal schauen wie es weitergeht.

Grüße
Mistel
Hallo =)
Ich leide schon seit der Pubertät an vermehrtem Schwitzen und bin gerade sehr froh dieses Forum gefunden zu haben.
Nach langem überlegen entschloss ich mich eine Schweißdrüsenabsaugung machen zu lassen. Gestern (3.4.2012) war der Termin und nun sitze ich hier und hoffe dass bald alles wieder normal wird.
Die OP an sich ging sehr schnell und ich hatte bis auf gestern Abend keine großen Schmerzen. Das einzige Problem ist, dass ich wirklich sehr eingeschränkt bin und kaum was alleine machen kann.
Klamotten anziehen geht gar nicht und selbst Zähne putzen ist ein Problem. Leider bin ich im Moment alleine zu Hause und manche Dinge gestalten sich wirklich schwierig.
Im Moment trage ich noch diesen riesigen Verband, mit dem man aussieht wie ein Eishockeyspieler (Rucksackverband?), aber ich trage kein Kompressionshemdchen ect. Ist das normal? Hatten alle von euch diese Hemdchen?
Morgen früh gehts wieder in die Klinik und der Verband soll abgenommen werden, obwohl mir das doch etwas früh scheint, nachdem was ich hier gelesen habe. Mal schauen...
=)
Hallo raggae-girl,

also soweit ich weiß, muss man nach einer solchen OP ein Kompressionshemdchen tragen. Aber wenn du morgen eh zum Arzt gehst und der Verband abgenommen wird, dann gibt er dir ja vielleicht auch noch eines mit.

Wo hast du dich den operieren lassen und von welchem Arzt?

@Mistel

Oh je, du Arme. Haben die dir denn kein Rezept mitgegeben? Ich hab mir direkt eins ausstellen lassen und das erste, was ich gemacht habe, als ich aus der Klinik kam, war diese Tabletten kaufen und eine einnehmen (vorsorglich). Eine war aber zu wenig und deswegen kamen die Schmerzen dann so richtig zum Vorschein. Aber ohne? Oh man :(

Ja, wir müssen echt in sechs Wochen noch eimal ein Update geben. Ich versuche auch ruhig zu bleiben und zu schauen, ob es echt jeden Tag so ist, dass ich wieder so stark schwitze. Jetzt gerade kann ich das ja auch noch nicht richtig beurteilen, weil auch noch diese Schürfwunde habe.

Hast du denn auch so taube Stellen in der Achsel? Ich finde das total witzig und hätte nichts dagegen, wenn es so bleibt :) dann bin ich wenigstens nicht mehr so extrem kitzelig hahaha.

Ich hatte die gleichen Probleme mit dem Kompressionsbolero. Meiner war auch zu klein und diese Pads irgendwo hinten am Rücken. Ich leg sie mir jetzt so immer rein. Als ich am letzten Freitag nochmal in der Klinik angerufen hatte und nachgefragt hatte wegen dem Pflaster wegmachen, meinte die Krankenschwester auch zur mir, dass sie es den Patienten empfehlen das Kompressionshemdchen 2 wochenlang zu tragen - deswegen trage ich es jetzt auch immer noch. Allerdings muss man es nicht mehr 24h am Tag anhaben, sondern nur nachts oder tagsüber.

Das Phantomschwitzen hatte ich auch und bis gestern war ich auch jedes Mal trocken, wenn ich mir dort hingefasst habe ;( ... hoffe echt, dass die OP bei mir nicht umsonst war.

Liebe Grüße an euch alle und dir raggae-girl wünsche ich gute Besserung und dass du dich bald wieder besser bewegen kannst. :)
hallo =)

Danke für die schnelle Antwort, es tut gut sich austauschen zu können =)

Patatito: Wie gehts es dir und wie ist das schwitzen? Es muss schrecklich sein, diese OP zu machen und dann ist das Ergebnis nicht so wie man es sich vorstellte =( Ich hoffe wirklich, dass sich bei dir noch eine Besserung einstellen wird!

Ich war heute bei der Kontrolle und bin etwas verunsichert, da ich kein Kompressionshemdchen bekam: Erstmal wurde mir der große Verband abgenommen und ich konnte im Spiegel sehen, dass ich keinen einzigen blauen Fleck hatte. Meine Achseln sehen aus wie eine einzige riesige Brandblase. Auf der rechten Seite wurde mir zusätzlich auch noch das Pflaster abgenommen und es sah ein wenig eitrig aus (so gelblich, feucht). Ich muss dazu sagen, dass mir rechts zusätzlich noch ein relativ großer Leberfleck rausgeschnitten wurde und es tut auch deutlich mehr weh. Vielleicht kam die eitrige Stelle auch davon?
Ich bekam kein Kompressionshemdchen sondern einen kleineren Verband: Wieder diese 'Pads' unter die Achseln und dann verbunden. Ich kann mich damit viel besser bewegen, aber ich mache mir auch Sorgen, da ich die einzige ohne Kompressionshemdchen bin.
Die Schwester war auch nicht gerade nett und beim an -und ausziehen sehr ruppig. Ich hatte das Gefühl sie macht alles schnell, schnell und will mich loswerden =(
Ich wurde in Leipzig operiert, Aesthetica bei Fr. Dr. Köpke. Die OP war super und ich fühlte mich sehr gutaufgehoben.
Nächste Woche Mittwoch habe ich einen Termin zum Fäden ziehen. Ich hoffe dann kommt auch der Verband ab. Blöderweise fängt nächsten Dienstag die Uni wieder an und ich weiß ehrlich gesagt noch nicht wie ich das machen soll. Ich brauche immer noch Hilfe bei allem und frage mich wie ich den Uni Alltag schaffen soll...

Ich haben noch eine Frage: Ab wann konntet ihr euch wieder relativ normal bewegen bzw. solltet ihr eure Arme bewegen um das Gewebe zu dehnen und zu verhindern, dass sich die Haut unter den Achseln verkürzt? Mir wurde dazu nichts gesagt und ich habe Angst etwas falsch zu machen.

liebe Grüße, Theresa
Hallo reggae-girl,

kann es sein, dass wir nach unterschiedlichen Methoden operiert wurden?

Ich habe die Schweißdrüsen weglasern lassen und dann wurden sie noch etwas abgesaugt. Daher war es sehr schonend und es reichte ein Druckverband für einen Tag und danach der Bolero. Den gibts in Hamburg für die "Gelaserten".

Bewegen konnte ich mich nach drei Tagen wieder gut und der Bolero ließ sich gut verstecken. Meine Achseln sahen nach der Op relativ normal aus, kaum blaue Flecken.

Ich denke aber, dass es normal ist wenn Du die Schweißdrüsen vielleicht hast "Auskratzen" lassen, dass es doller weh tut und länger zum heilen braucht. Wenn ein großer Leberfleck entfernt wurde, hast Du eine Verletzung der Haut, die mir erspart geblieben ist. Da ist ein Verband und auch mehrmaliger Verbandswechsel angebracht, so lange da was suppt oder eitert. Sonst wäre das Kompressionshemdchen ja hin. Beim Lasern wurde der Schnitt auch nicht vernäht, sondern mit einem Pflaster verklebt, was man nach einer Woche selbst abziehen kann.

Ich sollte nach 24h zwei bis dreimal am Tag die Hände auf meine Schultern legen und mit dem Ellenbogen meinen Namen in die Luft schreiben. Das ging ganz gut. Verkürzt hat sich da noch nichts. Da braucht man sich keine Sorgen machen, es sei denn es wurden ganze Hautstückchen rausgeschnitten.

Das Risiko beim Lasern ist halt, dass der Laser zu schwach eingestellt wird bzw. die Schweißdrüsen zu resistent sind und es dann nicht funktioniert. Oder wenn die Schweißdrüsen zu oberflächlich in der Haut liegen, durch den Laser nicht erreicht werden, da sonst die Haut mitverbrennt.

Bei mir ist es jetzt fast zwei Wochen her und ab und an ziept es noch.

Ich wünsche Dir gute Besserung, und dass sich die Mühen lohnen!!!
@Stella,

ich habe einfach nicht dran gedacht, dass ich nach einer Stunde Schmerzmittel brauchen werde. Ich dachte, wenn ich zu Hause welche nehme, reicht das. Dusselig.

Die tauben Stellen habe ich auch. Sehr seltsames Gefühl! Macht sich beim Rasieren auch nicht so gut. Hatte schon Sorge, dass es am Weglassen des Boleros liegt.

Den Bolero hätte ich keinen Tag länger ausgehalten. Ich hab ihn schon überall eingeschnitten damit ich Luft holen kann.

Ein Update wäre bestimmt für die anderen auch interessant, da die bei denen es klappt offenbar verschwinden und die bei denen es nicht klappt, bleiben. Beim Strommern durch das Forum, hatte ich so den Eindruck, dass die "Versagensquote" ganz schön hoch ist und ich finde kaum einen, der schrieb, dass jetzt alles im Normalbereich ist.

Ich wünsche Dir, dass die Schürfwunde gut heilt und sich das Schwitzen noch einpegelt.

Schöne Osterfeiertage
Mistel
Hallo Zusammen,

also bei mir ist alles gut gegangen und das Ergebnis ist so wie ich es mir erhofft hatte. Keine nassen Achseln mehr!
Ich habe mir die Schweissdrüsen absaugen lassen, nicht weglasern.

Grüße freundin333
Hallo,

ich brauche dringend Hilfe! Ich schwitze bei jeder kleinsten Bewegung. Ich war sogar schon beim Chirurgen und habe mit Ihm einen Test gemacht mit Backpulver und so. Die Fotos mit dem schwarzen Backpulver an meinen Achseln und dem Gutachten von Arzt + meinen Antrag auf Kostenübernahme habe ich dann an die AOK geschickt und natürlich sofort eine Absage bekommen.

Die meinten es gibt bessere Methoden zb. Botox und diesen Strom irgendwie, aber das hält doch alles nicht ewig. Auf die Dauer wäre eine Absaugung günstiger und stressfreier.

Ich brauche nun jemanden der dies bei der AOK schon einmal durchgeboxt hat und mir helfen kann.

Ich kann es auch nicht aus eigener Tasche zahlen da ich noch in der Lehre bin.
Hallo Minimi,

also bei mir hat die Krankenkasse (GEK Barmer) die Kosten für die Operation übernommen. Allerdings musste ich auch viel dafür kämpfen.

Ich habe damals von 2003-2006 an einer Hyperhidrose-Studie an der Charité teilgenommen. Dort wurde übermäßiges Schwitzen mit Botoxinjektionen behandelt. Es ist so, das Botox die beste minimalinvasive Methode ist und ein operativer Eingriff erst in Erwägung gezogen werden sollte, wenn alle alternativen Methoden nicht gefruchtet haben. Letztendlich musste ich mich doch operieren lassen, da die Wirksamkeit des Botox nachgelassen hat und ich mich schon so viele Jahre (insgesamt 9 Jahre!!!) hab spritzen lassen.

Das deine Krankenkasse die Stromtherapie in Erwägung zieht, finde ich amüsant - denn es ist nachgewiesen, dass diese bei Hyperhidrose Axillaris eher schlecht bis gar nicht wirkt. Stromtherapie ist bei Leuten sinnvoll, die an den Händen schwitzen. Nicht aber für die, die in Achselhöhlen schwitzen.

Wegen deinem Schweißtest kann ich dir auch nur sagen, dass dieser Test mit Backpulver leider nicht aussagekräftig genug ist. Am besten ist, du suchst dir eine Klinik oder einen Dermatologen, der einen Gravimetrischen Test an dir durchführen kann. Dieser Test ist insoweit besser, da er dein übermäßiges Schwitzen konkret mit Zahlen beweisen kann. Hier hast du einen Link: http://www.stark-gegen-schwitzen.de/diagnostik/hyperhidrose-erkennen/gravimetrie

Ich weiß, dass die Charité über solche Geräte verfügt und dass der Arzt, der die Studie damals gemacht hat, mittlerweile eine Praxis hier in Berlin eröffnet hat.

An deiner Stelle würde ich mich bei deiner Krankenkasse mal informieren, ob sie dir denn die Botoxbehandlungen bezahlen würden. Sie werden dir sagen, dass alles was mit der Krankenkassenkarte abgerechnet werden, von der Krankenkasse bezahlt wird. Aber für Botoxbehandlungen gibt es leider keine Abrechnungsziffern für die Krankenkasse - denn es handelt sich bei Botoxbehandlungen (auch bei Hyperhidrose) um eine private Behandlungen.

ABER: Ich habe es z. B. jahrelang geschafft, dass meine Krankenkasse die Kosten für meine Botoxbehandlungen übernommen hat. Immer wieder haben sie versucht, sich davor zu drücken, aber am Ende habe ich einfach gewonnen. Bei mir lief es so ab, dass ich jedes Mal vor einer Behandlung bei denen angerufen habe und gesagt habe "Es ist wieder soweit, ich lass ich wieder spritzen". Dann hab ich mich spritzen lassen, allerdings musste ich das Geld selbst an den Arzt überweisen, habe dann ein Schreiben mit dem Beleg, dass ich bar bezahlt oder überwiesen habe an die Krankenkasse geschickt und kurze Zeit später haben sie mir ca. 85% der Kosten erstattet. Aber das war okay für mich, solange ich nicht die ganzen Kosten tragen muss.

Ich tipp dir nun mal den Brief ab, den ich als Antwort auf meine Anfrage auf Kostenübernahme meiner Operation erhalten habe:

Sozialmedizinische Begutachtung - Erstgutachten

Angaben zum Sachverhalt:

Beantragt wird die Kostenübernahme für eine laserassistierte Suctionscürrettage in der S-Thetics Clinic in Hamburg bei massiver Hyperhidrosis axillaris. Nach Angaben der Versicherten werden seit 10 Jahren Botoxbehandlungen durchgeführt. Die Injektionen müssen bei nachlassendem Effekt in 3-4-monatigen Abständen wiederholt werden. Frustrane topische und systemische Therapiemaßnahmen seien erfolgt.

Entscheidung und Begründung des Gutachters:

Eine behandlungsbedürftige massive Hyperhidrosis axillaris mit klinischen Befundbericht liegt vor. Angaben zur Diagnostik (Gravimetrie) und differentialdiagnostische Abgrenzung einer symptomatischen Hyperhidrose und Angaben zur erfolgten topischen und systemischen Therapie wurden nicht mitgeteilt und sollten ggf. nachgefordert werden.

Zur Ausschöpfung der konservatien Therapiemöglichkeiten steht optional auch die Leitungswasseriontophorese zur Verfügung.

Die bereits seit Jahren durchgeführte Behandlung der Hyperhidrose axillaris mit Botox-Injektionen ist zugelassen bei starker, fortschreitender primärer Hyperhidrosis axillaris, die störende Auswirkungen auf Aktivitäten des täglichen Lebens hat und einer topischen Behandlung nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Die Therapie ist jedoch kostenintensiv, da die Injektionen in 4-6-monatigen Abständen bei nachlassendem Effekt wieder werden müssen.

Alternativ stehen nach Versagen der konservativen Behandlungsmaßnahmen verschiedene operative Therapien (Exision, Subkutane Kürettage, Subkutane Saugkürettage) zur Verfügung.
Die Schweißdrüsenkürettage bei axillärer Hyperhidrose wird ambulant angeboten, ist dort aber nicht zu Lasten der GKV durchführbar, keine EBM-Ziffer abrechenbar und als ambulante OP nach §115b nicht als OPS hinterlegt.

Da ich aber schon alle möglichen "konservativen" Behandlungsmethoden, auch diese Wasseriontophorese bla bla durchgeführt habe gab es nur noch die Möglichkeit einer OP und das hat meine Krankenkasse auch eingesehen.

Was ich in meinem jahrelangen Kampf und Briefe schreiben mit meiner Krankenkasse gelernt habe, ist, bloß nicht aufzugeben und dran zu bleiben - auch wenn es schwer ist und manchmal hoffnungslos scheint.

Ich weiß nicht, ich glaube, um eine Kostenübernahme bei der Krankenkasse zu erreichen musst du erst die anderen Methoden ausgeschöpft haben :( ... und vor allem, mache einen Gravimetrischen Schweißtest, den da gibts offizielle Zahlen was "normal" und was "unnormal" ist...

Und ganz ehrlich, Botox ist eine wunderbare Lösung. Klar, es hält nicht für immer, aber trotzdem wirkt es ungemein! Wenn du erreichen kannst, dass deine Krankenkasse die Kosten übernimmt, dann würde ich das erstmal machen. Irgendwann kannst du ja immer noch sagen, das es nicht mehr so gut wirkt und dein Schwitzen dich wieder im Alltag beeinträchtigt. Wenn du es dann noch einmal mit einer OP versuchst, dann hast du wenigstens eine der klassichen konservativen Methoden vorzuweisen.

Da ich diese ganze Kämpferei mit meiner Krankenkasse hinter mir habe, gebe ich dir jetzt mal einen Link zu einer Seite von Prof. Dr. Rzany, der auch die Studie an der Charité geleitet hat und einen Artikel verfasst hat:

http://www.springerlink.com/content/vn0l4f1b5mapw6ba/

Da steht unter anderem folgendes:

Die Iontophorese ist zwar palmoplantar bei leichter und mittelschwerer Hyperhidrose erfolgreich, zeigt aber axillär oft wenig Erfolg.

Voilà, das ist dein Beweis für die Krankenkasse, dass die vorgeschlagene Stromtherapie Bullshit ist! Aber meine hat es ja auch bei mir versucht ;) ...

Einen Tipp hab ich noch für dich, falls du dich dafür entscheidest, dich mit Botox behandeln zu lassen. Viele Ärzte bieten diese Behandlung an, nicht, weil sie Ahnung haben, sondern weil es sehr rentabel ist ... achte darauf, ob dein Arzt sich damit auskennt und frage ihn, welches Botox er für deine Behandlung benutzen möchte. Wenn er sagt, jedes Botox ist gleich - weißt du schon Bescheid. Es gibt Botox das sich vor allem für die Faltenspritzung eignet und Botox gegen das Schwitzen. So Dysport 250 E z. B. ... und noch eines, von dem ich den Namen leider vergessen habe :( ... Bei dieser Ärztin (http://www.schoenehaut.de/) kannst du anrufen und nachfragen, welches andere noch bei Hyperhidrose Axillaris verwendet wird...

So, ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Und ich bin übrigens bei der GEK Barmer versichert. Die haben aber in den Briefen an mich immer betont, dass es sich bei mir um eine Einzelfallentscheidung handelt... :dry:

Du musst es einfach versuchen und ein paar Dinge ausprobieren, damit du beweisen kannst, dass sie bei dir nicht gut wirken oder gar nicht.

Viele liebe Grüße
stella
Hallo

Wie geht es eigentlich Butterfly? Hat sich nun bei Dir noch etwas verändert?

Grüße Freundin333
Hallo ihr lieben,

ich bin heute auf das FOrum hier gestoßen und lies es mir nciht ´nehmen mich direkt anzumelden.
Mich plagt das schwitzen unter den Achseln seit ca. 2 Jahren.

Wobei ich sagen muss, ich habe weniger probleme mit starken schweisfluss / schweisflecken, das habe ich eigentlich kaum, bei mir ist es eher ganz wenig schweis aber dafür ist die Geruchsbildung ganz extrem... Ich bin dadurch so eingeschränkt und die Freude an Gewissen Dingen wie Schönen Klamotten etc. habe ich auch nciht mehr.. ich dusche schon zweimal täglich und benutze verschiedene Deos etc. aber nichts hilft...

Ist es bei euch mehr der Schweisaustoß oder hattet ihr auch eher ein extremes Problem mit dem Geruch???

Mir ist das ganze total unangenehm und ich weis auch nicht so recht an welchen Arzt ich mich wenden muss um übnerhaupt überprüfen zulassen ob ich eine Hyperidrose habe...

Ein Hautarzt? Kann dieser so etwas feststellen??

Freue mich über nette Antworten ;)))

Liebe Grüße
Schmetta
hallo freundin,
hallo an alle anderen!!!

meine OP ist nun ein dreiviertel jahr her und ich bin sehr zufrieden. meine narben sind schön verblichen, die haut schön angewachsen, wieder schön weich. meine verhärtungen sind auch von alleine weggegangen.
die schweißproduktion hat wirklich merklich nachgelassen. staub trocken bin ich aber in extremen situation nach wie vor nich. aber es ist auf ein normales maß runter. und im alltag muss ich gar nicht mehr schwitzen, wenn ich einfach nur dasitze und arbeite. das war davor anders.
ich bin froh dass ich die absaugung gemacht habe. die war definitiv auch das geld wert.

zu dir schmetta: nein, also bei mir war der geruch nie ein problem. eher die extreme nässe. nach wenigen minuten aus der dusche draußen, ob bei bissel aufregung: sofort alles nass. ob es dann bei dir auch hyperhidrose is, weiß ich nicht. ich dachte bisher immer, sie bezeichnet starkes schwitzen, mit starker nässe-entwicklung. aber kann auch gut sein, dass ich mich da irre.

ich hoffe, dass es allen anderen operierten auch gut und besser geht als davor. und an alle anderen: habt den mut die OP zu machen, ihr bekommt ein anderes leben. und wenn ihr jeden cent zusammenkratzen müsst. das ist es einfach wert! und verliert deswegen nicht den mut. wie gesagt: auch ich also operierte habe noch tagen, an denen ich schwitze... :)

wünsche allen ein schönes WE!
Hallo Butterfly,

danke für deine Antwort... und von mir auch noch Glückwunsch zur Erfolgreichen OP ;)))

Eben genau deswegen bin ich mir nicht sicher ob ich überhaupt Hyperidrose habe, werden das vermutlich mal beim Hautarzt oder wo auch immer testen lassen müssen..Habe das viel zu lange vor mcih hergeschoben obwohl ich schon sehr unglücklich und beeinträchtigt dadurch bin.

Dir und allen anderen auch ein schönes erholsames WE!

Viele Grüße
Schmetta
Hallo ihr lieben
Ich bin auch gerade hier auf dieses Forum gestoßen und musste mich gleich anmelden.

Ich bin vor vier Jahren operiert wurden.
Damals wurde der Eingriff ambulant durchgeführt und mir ging es nach einer Woche wieder wunderbar....
Nach 4 Wochen schwitze ich wieder wie sonst.

Das war sehr sehr deprimierend, da ich zu diesem Zeitpunkt auch erst 16 Jahre war.
Mein Arzt empfohl mir dann Botox in dies Achseln zu spritzen.
Doch dies wollte ich nicht.

So lebte ich 4 weitere Jahre mein Versteckspiel.

Man muss wissen, Hyperhidrosis ist bei uns familiär bedingt.

Mein kleiner Bruder hatte es nun auch....mein Vater hatte es auch.

Wir suchten uns einen anderen Arzt.
Alles lief wie am Schnürchen..die Krankenkasse hat alles übernommen und wir konnten operiert werden.

Das ist jetzt eine Woche her.
Ich wurde unter Vollnarkose operiert und lag noch eine Nacht im Krankenhaus.
Zum Glück. Ich hätte an dem Tag keinen Meter gehen können.
Mir wurde erklärt, dass die Ärzte bei mir aggressiver vorgehen mussten, da mein Gewebe schon sehr vernarbt war.

Ich habe immer noch starke Schmerzen und Verhärtungen am Arm die sehr sehr doll wehtun.
Was kann ich gegen die Verhärtungen machen ?
Oder ehr gesagt, sind die schlimm oder normal?

Bei meiner ersten Op hatte ich diese nicht. Naja die hatte ja auch nix gebracht.

Ich fahre morgen in der Urlaub...ja ich weiß schlechtes Timing..

Würde mich über schnelle Tipps freuen !
Hallo MIGI,

ich versuche gerade die Absaugung beider KK durchzuboxen, aber die stellen sich quer da es wohl gesetzlich nicht geht.

Wie hast du es geschafft das die dir die OP bezahlt haben???

MfG
Minimi
Hallo MIGI,

Du musst deine Verhärtungen schön massieren. Die gehen mit der Zeit weg, dauert aber. Ich hoffe das nun der 2. Eingriff jetzt bei Dir auch Erfolg zeigt.

Viel Spaß in deinem Urlaub.

Grüße Freundin333
Hallo Butterfly,

schön das die OP bei Dir auch Erfolg gebracht hat. Bei mir ist es auch so, das in extremen Situationen die Achseln nass werden. Aber bei wem ist das bitte nicht?!
Also an alle die Überlegen, es ist es Wert.

Grüße freundin333

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Freundin333

@Freundin333

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Created Montag, 28. Februar 2011 17:37
Zuletzt aktualisiert: %s Dienstag, 03. Oktober 2017 13:13
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