Mein Leidensweg

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Hallo, ich bin neu hier in diesem Forum und möchte damit beginnen, meinen Leidensweg zu dokumentieren.
Ich bin 22 Jahre alt, komme aus Österreich. Habe Matura(zu Deutsch: Abitur) gemacht, kurz studiert und arbeite nun als Techniker in einem Büro. Außerdem spiele ich Fußball, zwar mehr schlecht als recht, aber doch in einem Verein. Keine Ahnung, aber dort gehts immer irgendwie. Mehr dazu später.

So weit so gut. Zu meiner(unserer) Krankheit: Hab eine generalisierte Hyperhidrose. D.h. ich schwitze am ganzen Körper. Ich hab das schon seit der Pubertät. Da kommt mir immer die Erinnerung an das Fußballspielen mit meinem Bruder und einem Freund. War damals glaub ich 11, 12 oder vielleicht auch schon 13. Nach etwa einer halben Stunde Fußballspielen war mein Leibchen richtig feucht. Nur mehr an der Seite unten trocken. Beim Freund(1 Jahr älter) und bei meinem Brunder (3 Jahre jünger) natürlich vollkommen trocken. Wer schwitzt schon als kleiner Knirps? Ja, ich.
Damals wars noch nicht so stark wie heute. Aber doch schon nicht mehr wirklich erträglich.
Zwischen damals und heute liegen viele Jahre und sehr viele Liter(ein Schwimmbad voll? :unsure: ) Schweiß. Das hat sich langsam gesteigert.

Wenn ich an meine Matura zurückdenke, dann weiß ich heute noch nicht wie ich das geschaftt habe. Natürlich mit Leiberl unterm Hemd und Taschentüchern unter den Achseln. Aber noch kein Schwitzen am Kopf. B)

Heute ists noch viel schlimmer. Wenn mir jemand was fragt, was ich nicht gleich und bestimmt beantworten kann, dann entsteht eine unglaubliche Hitze im ganzen Körper, mein Kopf wird richtig heiß. Und dann gehts los: Das salzige Wasser will meinen Körper kühlen. Und weil der richtig heiß ist, gleich zu riesigen Mengen. Danke dafür. Muss auch mal gesagt sein. Vielleicht wär ich sonst schon explodiert. :laugh:

Also, nach der Matura gings auf die Uni. Dort war ich schon immer allein, hab fast nie mit Leuten geredet. Hab da natürlich beim Lernen die Quittung präsentiert bekommen. Allein ists halt richtig hart.
An meinen letzten Tag an der Uni kann ich mich auch noch genau erinnern. ERSTE Vorlesung im zweiten Semester. Ich radle hin zum Lehrsaal, stelle mein Rad ab und gehe rein in den Hörsaal, weil ich geglaubt habe, ich brauche die Zeit zum Abkühlen heute(ungefähr 5°C Außentemperatur) nicht. Falsch gedacht: Kaum sitze ich im Lehrsaal, beginnts wieder zu laufen. Da hab ich mir gefragt: Was mach ich überhaupt hier? Was hat das alles für einen Sinn. Ich hab jetzt ein Semester lang studiert, nichtmal alle Prüfungen gemacht und schwitze bei fast jeder Situation wie ein Schwein. Schluss damit.

Dann war ich ungefähr zwei Monate daheim in meiner Wohnung. Meine Eltern dachten, dass ich studiere. Weiters hab ich "nebenbei" zu arbeiten begonnen, wohlgemerkt am Beginn der zwei Monate.

Heute arbeite ich als Techniker in einem Planungsbüro(eben bei der Firma, wo ich nebenbei angefangen habe). Dort gabs natürlich auch immer wieder Situationen, in denen ich natürlich am Liebsten im Boden versunken wäre.

Dazu wieder eine Situation vor einem Jahr: Ich sollte in Wien eine Arbeit erledigen. Schön sonnig. 33°C. Super hab ich mir gedacht. Bin da mit einem Kollegen hingefahren. Der hat mir dann mit einem Arbeiter von dort den Betrieb(verschiedene Maschinen) erklärt. Da wars dann natürlich in den Technikräumen ziemlich heiß. Bin wieder richtig ausgelaufen. Sogar dann beim Kaffeetrinken. Willst einen Kaffee? Ja sag ich natürlich. Erster kleiner Schluck, 30 Sekunden, Schweiß an der Stirn. Wo ist das WC? Um die Ecke aufs WC und wischen, wischen, wischen. Dann wieder raus. Stell mich wieder dazu, kaum eine Minute vergangen, gehts wieder weiter. Das war ein Tag.

Heute ist die Ausprägung der Schweißbildung noch stärker als da vor einem Jahr.

Noch ein paar Sätze zu meinem liebsten Hobby: Ich spiele, wie oben schon erwähnt Fußball(Bin Dortmund Fan :cheer: ). Drei Trainings in der Woche und ein Spiel am Wochenende. Irgendwie schaff ich es, dass meine Krankheit nicht so richtig auffällt. Ich schwitze zwar mit Abstand am Meisten, aber es gibt auch noch ein, zwei andere, die auch etwas mehr schwitzen. Beim Sport zumindest. Bin sogar Kapitän. :) Bin schon ein wenig stolz auf das was ich dort mache. Aber nicht ganz: Denn richtige Freunde hab ich beim Kicken noch keine gefunden. Das liegt aber vor allem daran, dass auf die Frage: Gehst nach dem Training mit was trinken? Ja im Winter, gerade noch ja im Herbst und im Frühling. Aber sicherlich nicht im Sommer. Training bei 35° oder mehr in der Sonne. Da warte ich erstmal vor dem Duschen eine ganze Zeit zum Ausschwitzen. Schwitze beim Heimfahren mit dem Auto noch. Und wenn ich dann gleich schlafen gehe, auch im Bett.
Verstehe mich aber mit allen sehr gut. Und das ist wichtig.


Jetzt zu meinen Behandlungsversuchen:
Natürlich alle Deos durchprobiert. Bin dann zum Schluss gekommen, dass wenn ich gar keines auftrage, dass es besser ist. Denn dann bildet sich erstens kein weißer Rand am Leibchen und die Flüssigkeit, die von meiner Achsel wegrinnt, verringert sich um jene Menge der Flüssigkeit, die ich als Deo eben dort auftrage. :blink:

Dem natürlich nicht genug: Hab riesig viele Pickel gehabt und deswegen mit ungefähr 20 angefangen, ein Mittel zu nehmen, das richtig fiese Nebenwirkungen hatte(trockene Haut, gaanz trockene Lippen, dünner werdende Haare, Schuppen[hab ich mit Schuppenschampoo in den Griff bekommen, muss ich heute noch verwenden], Probleme mit den Augen). Hab das aber gemacht, weil mir die Pickel da so gestört haben, wie heute die HH.
Die Pickel sind weg. Super. Die HH hat sich verstärkt. Echt super. Das stand zwar als Nebenwirkung auf bem Beipackzettel. Aber da hab ich mir das nicht vorstellen können, dass das wirklich noch schlimmer werden kann. Falsch gedacht.

Seit November letzen Jahres hab ich dann in Graz einen Arzt gefunden, der sich auch mit HH beschäftigt und das auch auf seiner Homepage stehen hat. Dachte mir: Das kann wirklich nicht schaden. Da bin ich hin. Das war dann das ERSTE Mal, dass ich mit jemandem ganz offen über das geredet habe. Natürlich hab ich mich bis auf die Nieren untersuchen lassen, dass ich wohl nichts anderes habe: Blutwerte, Gastroskopie, Koloskopie(das is super :) ).
Bin also gesund: Super. Hab ich mir dort natürlich nicht gedacht. Der Arzt war voll zufrieden damit und hat gesagt, dass ihm das freue. Schön für ihn. Mittlerweile glaub ich, dass es Sachen gibt, die ich wirklich nicht lieber haben würde. Aber seis drum. Es ist wie es ist.
Der Atzt hat mir dann Vagantin verschrieben. Inklusive Autogenem Training, mit dem ich morgen anfangen werde.
Mit den Tabletten dann am Dienstag(14.05.2011). Wenn ich sie bis dahin hab. Die sind nämlich in Österreich nicht genehmigt und ich muss sie via Privat-Rezept extra bei einer bestimmten Apotheke bestellen. Denn viele Apotheken kriegen angeblich nur Fälschungen. Was weiß ich.
Hab vom Arzt auch ein Tagebuch bekommen, in dem ich die ersten fünf Wochen dokumentieren soll. Bin schon richtig neugierig und glaube fest daran, dass mir die Tabletten helfen werden. Allerdings hab ich heute in diesem Forum gelesen, dass es ein bis zwei Jahre gewirkt hat und dann gar nicht mehr. Da sag ich nur dazu: Besser eine zeitlich begrenzte Wirkung als gar keine.

Ja, das wars eigentlich im Großen und Ganzen. Was ich in vielen Foren schon gelesen habe, bin ich nicht allein. Es gibt sicherlich auch Menschen, die es noch stärker haben. Aber ich bin eben so ein Typ Mensch(bin ich durch HH dazu geworen, wäre ich sonst ganz anders?), der einen sehr introvertierten Lebensstil pflegt. Bin lieber allein und schaue mir ein Fußballspiel an als dass ich in irgendeinem Freibad als Sandmann Volleyball spiele. :(

Hab mich eingentlich nur hier registriert, weil jemand nach gleichgesinnten Kontakten gesucht hat. Da hab ich mich dann auch eingetragen. Mittlerweile denk ich, dass das aber für mich ganz wichtig sein kann, hier aktiv mitzuwirken, zu schreiben.

Nebenbei: Ich hab keine Lust, dass ich das alles, was ich jetzt gerade(in ungefähr 45 Minuten) geschrieben habe, durchlese. Deshalb: Rechtschreib-, Grammatik-, und sonstige Fehler dürft ihr behalten. Hab in Deutsch mit einer Eins maturiert. :P

Ich habe fertig. ;)

20 Replies

Ich kenn auch das problem,wenn einem was peinlich ist oder wenn man was schwieriges gefragt wird oder man einfach nur lacht,dass ich mich dann so anfühle als hätte ich fieber,manchmal gibts aber auch so tage da ist mir durchgehend kalt(bei 25grad),auch wenn kälte unangenehm ist,ich liebe sie, trotzdem schwitz ich aber dann ist es noch halbwegs erträglich ;)
Zitat aus anderem Thread:
Sascha Ballweg schrieb:
Hm :dry: Den aus dem Bereich Stirn austretenden Schweiß könnte man mit einem hoch dosierten aber hautverträglichen Antitranspirant reduzieren. Bliebe also noch der Schweiß, der aus den Haaren in diesen Bereich fließen würde...


hi, hab das mal hierher verlegt.
wenn man sowas macht, "verlagert" sich die schweißabsonderung dann woanders hin?
weil: mein kopf wird richtig warm. glaub, dass dann der übrige kopf umso mehr transpirieren würde, oder?
Vagantin, Tag 1: Viel hab ich nicht gemerkt. Nebenwirkungen: Mundtrockenheit(soviel wie ich jetzt trinken muss, das ist nicht mehr schön :) ), leichter "Druckverlust" beim Harnlassen :lol:

Vagantin, Tag 2: Heute hab ich glaube ich weniger geschwitzt als sonst. Kann aber auch sein, dass es Einbildung war. Die kommenden Tage werden es zeigen.
Ansonsten: Mundtrockenheit, wie gehabt.

Hab außerdem beschlossen, mit dem autogenen Training erst später anzufangen, damit ich weiß, wie die Tabletten wirken.

An die, die Vagantin nehmen: wirkt jede Tablette für sich seine Zeit oder kommt es auf die konstante Einnahme drauf an? Kann ich z.B. sagen, heute Abend nehm ich einfach mal keine? Oder wirkt sich das dann auf den nächsten Tag aus?
Vagantin, Tag 3: Hab heute früh eine Besprechung auf einer Baustelle gehabt. Ging richtig gut. Glaube aber nicht, dass es wirklich am Medikament lag. Die Bewährungsprobe Sommer kommt immer näher. Ansonsten: am Nachmittag hab ich doch ziemlich feuchte Hände gehabt.
Positiv: Zwei Tage in Serie keine feuchte Stirn. B)
@canna5 Mit dem autogenen Training kannst Du jetzt auch schon anfangen...bis du da Routine bekommen hast, vergehen ein paar Monate:P Yoga oder Qigong lernt man auch nicht an einem Tag!
hallo. ok, werd dann mal damit beginnen. hab mit meinem arzt ausgemacht, dass ich es nur morgens und abends mache, da es bei der arbeit irgendwie nicht möglich ist.
machst du auch autogenes training. hast du erfahrungen damit? kann das wirklich helfen? gibts bessere alternativen?
Hallochen liebe Leidensgenossen,

ich kann mich dem Threaderöffner voll und ganz anschließen.
Allerdings bin ich etwas älter (48). Ich arbeite seit zwei Jahren selbstständig, die meiste Zeit zu Hause vor dem PC.

Mit den Jahren wurde meine Hyperhidrose immer schlimmer. Immer wenn ich dachte, es kann nicht mehr schlimmer werden, kam es noch härter. Es genügt schon in einem warmen Raum zu sein oder einfach nur in der Sonne zu stehen. Ich schwitze extremst am ganzen Köper, vor allem am Kopf und Oberkörper. Ich traue mich schon gar nicht mehr auszugehen oder geschäftliche Termine wahrzunehmen.
Meine Selbstständigkeit wirft nicht genug ab, sodass ich gezwungen bin mir nun einen Job zu suchen. Ich bin gelernter Industriekaufmann und in meinem Alter ist es ohnehin schon schwer überhaupt einmal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Doch wenn dies geschieht, weiß ich nicht ob ich in der Lage bin, es so souverän zu führen damit ich auch Chancen auf nen Job habe.
Meine Verzweiflung ist sehr groß. Ich hab schon alles mögliche ausprobiert. Medikamente, Meditation und autogenes Training hat alles nichts genutzt. Eine Operation kommt für mich nicht in Frage...
So langsam verliere ich immer mehr den Mut...
Hallo, tut mir Leid sowas lesen zu müssen. Nur nicht den Mut verlieren. Wenn du wirklich schon alles probiert hast, dann ist wahrscheinlich nur mehr eine OP der letzte Ausweg. Wieso willst du das nicht machen?
Wie sieht's eigentlich mit der Kostenerstattung bei Vagantin in Österreich aus? Zahlt das die KK (sprich: nur Rezeptgebühr) oder muss man da selbst zur Brieftasche greifen?
rezept muss ich erst einschicken. werde das heute oder morgen erledigen. kann also noch ein wenig dauern.
Himmel, Euch geht es allen gleich wie mir, Gott sei Dank haben nicht alle Ihren Humor verloren. Ich schwitze auch wie ein Schwein, allerdings nur am Kopf, also unter den Haaren. Weiß nicht, wieso es begonnen hat, gebe die Hoffnung nicht auf, daß es ebenso plötzlich, wie es angefangen hat, auch wieder aufhört. Leider bin ich noch nicht richtig draufgekommen, was diese Schweißanfälle auslöst. Klar, Hitze natürlich, ber wenn ich im Wnter spazieren gehe, ist mein Haar klattschnass, und das bei minus 25 Grad. Bin eine Frau und schaffe es nicht mehr, eine Frisur auch bis ins angestrebte Lokal durch zu bringen. Könnte jetzt sagen, mein Mann liebt mich trotzdem, aber sicher hätter er auch lieber ne trockene Frau. Bin auch den erstren Tag im Forum und es tröstet mich ein bisserl, das ich nicht allein bin mit diesem Problem. Immerhin hab ich schon rausgekriegt, daß man zum Hautarzt gehen muß. Mehr beim nächsten Mal! Wünsche Euch allen den Mut, das weiter zu bewältigen!
hallo i5700!

wann hat das ganze bei dir angefangen? auch in der pubertät? immer gleich stark?
01Hallo, canna5,
entschuldige, war ein paar Tage nicht im Netz. Habe das Problem erst seit ca. 4 Jahren, es kam ganz plötzlich, ohne ersichtlichen Grund, so wie Ihr alle es auch erzählt. Ich wurde zwar krank, aber im ersten Jahr war von Schwitzen keine Rede und dann, als es mir schon viel besser ging, war es dann da - lange nach der Pupertät. Aber ich gebe die Hoffnung auf keinen Fall auf, und das solltest Du auch nichttun. Ich weiß von jemandem, der es ganz stark hatte und dann war es von einem Tag auf den Anderen wieder weg. Und auf diesen Tag warte ich jetzt. (Und will natürlich auch selbst ein bisserl nachhelfen, wenn es geht :P
du warst ja anscheinend ziemlich lange krank? vielleicht hängts ja doch damit zusammen. dann warten wir mal auf den tag x und hoffen auf die medizin... :)
vagantin: 3. woche: es hilft, aber nicht so viel wie erwartet. werde nach den ersten fünf wochen mit meinem arzt einen termin ausmachen und über weitere möglichkeiten sprechen.
allgemein merke ich, wenn ich mich nicht nervös machen lasse, alles cool zu nehmen versuche, dann ists wirklich ein wenig besser. ist zwar schwierig, aber ich glaub, das ist übungssache. auch das ruhige atmen hilft mir.
Hi, canna, ja, ich war lange krank, nach einer Sepsis erst mal einige Wochen im Koma, und dann hat es wohl mehr als ein Jahr gedauert, bis ich wieder einigermaßen zu Kräften kam, wenn auch mit einem Bein weniger. Jetzt stapfe ich halt mit Prothese und nassem Haar rum, so ist die momentane Befindnis. Mal sehen, was das Leben noch so bringt. Man muß nur den Humor nicht verlieren- das gefällt mir auch an Dir sehr gut!
Tschü!! :P
Hallo canna!

Den Teil mit Schule und Uni kann ich sehr gut nachvollziehen, ging mir genauso.
Im Endeffekt hat mir die HH folgendes "gebracht": ich hatte zwar in der Schule 2 gute Freundinnen, habe mich aber nie auf Partys o.ä. getraut, hab also ne gelernt, wie man sich "locker" mit anderen fremden Menschen unterhält. Ich hab durch die wenigen Kontakte sowohl in Schule als auch in der Uni Nachteile, was bestimmte Infos angeht. Ich kann/konnte mich nie mit anderen über den Stoff unterhalten, Hilfe erbitten.
Ich konnte nur Hobbys haben, die mich selbst beinhalten, ich habe deswegen nie Sport gemacht, ich bin nie mit anderen Baden gefahren, habe im Sommer nie draußen auf der Decke gechillt, nicht im Orchester gespielt, im Chor gesungen, bin nicht feiern gegangen. Die 1-2 Male, die ich mich getraut habe, sind mir in schlechter Erinnerung geblieben, weil 1. vollgeschwitzt und 2. gefühlt wie eine Aussätzige, weil meine Mädels Gespräche geführt haben und ich es einfach-nicht-konnte!
Ich trage nur schwarze Sachen, die viel verdecken, weil mein Selbstbewusstsein so klein ist. Ich bin oft neidisch auf andere Menschen wegen total simplen Dingen wie, wenn eine Kommilitonin ein farbiges Oberteil trägt.
Das ich eine ganz andere Persönlichkeit geworden bin, finde ich aber nicht so schlimm, wie das mir meine Bildung durch die HH irgendwie verwehrt bleibt. Hört sich drastisch an, aber durch die Psycho-Sachen, die im Hirn durch die HH ablaufen, bilden sich bei mir irgendwie Schranken.
ja, du sprichst mir aus der seele. vielleicht würde uns ein psychiater guttun? für die schranken, die du beschreibst... ich weiß nicht.

@i5700: dich hats ja ziemlich getroffen mit dem schicksal...
du bist aber ziemlich positiv eingestellt. kompliment. das kann sicher nicht jeder.

@mir selbst: habe durch vagantin geschätzte 20% erfolg. das hat zur auswirkung, dass ich vielleicht bisher in zwei, drei peinliche situationen weniger gekommen bin. insgesamt bei weitem nicht der erwartete erfolg.
:) Guten Tag,
immer wieder lese ich in den Foren von dem Medi Vagantin.
Bei mir hat es ca. 20-30% verhindert weniger Schweiß zu produzieren.
Bei zu erwartenden Extremsituationen nehme ich Sormodren, 5 Std. vorher, 1/2 Tablette.
1 Std. vorher nochmals eine 1/2 Tablette.
Das schlägt einem mit den Nebenwirkungen, wie Mundtrockenheit und Schluckbeschwerden, nicht so plötzlich
ins Kontor.
Mit Deos, das habe ich auch schon durch. Da ich überwiegend "Kopfschwitzer" bin, ist ein Auftragen auf die Kopfhaut
schwierig.
Vor einer OP wurde ich gewarnt. Viele schwitzen danach kompensorisch an anderen Stellen.
Vor 10 Jahren hatte ich in einer Uni-Klinik einen Preis von 10.000 DM ausgeschrieben, damit endlich mal ein
Arzt anfängt sich um uns zu kümmern und bessere Lösungen erforscht.
Die Absagen bezogen sich auf die angeblich zu geringe Anzahl von HH-Kranken!!!
Kein Chemie-Konzern macht Forschungen, um ein Medi gegen das Schwitzen zu erforschen. Der Markt sei
nicht vorhanden.
Es sollte mal ein Bundes-Register erstellt werden wo alle HH-Kranke erfasst werden.
Da käme einiges zusammen.
Das reicht für den Moment. Bei Antworten melde ich mich mal wieder.
Frohes Schwitzen wünscht allen,
ottelli

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B

blackwhite

@blackwhite

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Created Samstag, 14. Mai 2011 12:29
Zuletzt aktualisiert: %s Dienstag, 03. Oktober 2017 13:13
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