Erfahrungsbericht MiraDry

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Hallo zusammen,

da ich selbst wochenlang auf der Suche nach "echten" Erfahrungsberichten zu MiraDry war und im deutschsprachigen Raum nur wenig gefunden habe, habe ich mir vorgenommen, nach meiner Behandlung selbst einen zu schreiben.

Meine Miradry Behandlung (Stufe 5) ist nun eine gute Woche her. Ich habe sie in einer Klinik in Berlin machen lassen.
Die Kosten für die 1. Behandlung liegen bei 1900€. Ein teurer "Spaß" also, aber da ich seit ich ca. 15 Jahre alt bin an Hyperhidrose leide, habe ich große Hoffnungen in das Verfahren gesetzt.

Vorher hatte ich (neben Deos etc.) Botox ausprobiert, was zwar hilft, jedoch auf Dauer sehr kostspielig ist. 
Der Ablauf der Behandlung lässt sich gut online nachlesen, da werde ich hier nicht so viel zu schreiben. Für mich war die Behandlung als solche absolut schmerzfrei, da ich die Haut bereits morgens mit Emla Salbe betäubt hatte. In den Broschüren und ehrlich gesagt auch durch die Ärztin im Vorgespräch werden m. E. die Nebenwirkungen signifkant "runter gespielt". Erst durch das Lesen vieler Erfahrungsberichte aus den USA ist mir klar geworden, dass ich nicht die einzige mit Nebenwirkungen bin.

Aber nun der Reihe nach: nach der Behandlung hatte ich mir frei genommen (was m. E. auch nicht anders geht).
Die Behandlung war morgens, so ab ca. 16h ließ die Betäubung nach. In dieser Zeit und trotz permanenter Kühlung schwollen beide Achseln signifikant an (ca. Golf/Tennisballgröße).
Die Schmerzen waren bei mir ca. eine 7/10. An "arbeiten gehen" war nicht zu denken. In der Nacht habe ich mir dann alle 1,5 Stunden einen Wecker gestellt um das Kühlpad auszutauschen und somit dauerhaft weiterzukühlen. Ob das etwas geholfen hat, kann ich nicht sagen. Beide Achseln waren stark geschwollen und jede Bewegung schmerzte.

Auch am nächsten Tag hätte ich nicht arbeiten gehen können (schon alleine weil man die Arme nicht normal "hängen" lassen kann). Dies stand im direkten Widerspruch dazu was die Ärztin mir avisiert hatte ("am nächsten Tag ist normal arbeiten gehen überhaupt kein Problem, es gibt keine Ausfallzeit"). Ich mag es nicht wenn man mir die Wahrheit verschweigt nur um die Behandlung verkaufen zu können. Dahingehend betreibt MiraDry m. E. ein unseriöses Marketing.

Die Schwellung wurde dann über die folgenden Tage sehr sehr langsam weniger. Auch jetzt nach ca. 8 Tagen sind noch deutliche Schwellungen sicht- und fühlbar. Das Tragen von Kleider o.ä. wäre aus kosmetischen Gründen nicht möglich. Schon alleine deshalb empfehle ich dringend die Behandlung im Herbst/Winter machen zu lassen! 

Schwitzen tue ich derzeit noch nicht (wieder). Ich denke schon dass ein leichtes Schwitzen wiederkommen wird und ich hoffe sehr, dass ich diese schmerzhaften Nebenwirkungen nicht nochmal durchlaufen muss. Außerdem hoffe ich dass meine Achseln bald wieder "normal" aussehen. Wenn das Schwitzen wirklich drastisch reduziert bleibt, lohnt sich die Anwendung m. E. schon. Aber man muss schon eine Ausfallzeit einplanen, da sollte man sich nichts vormachen (lassen). Es ist eben auch ein großer Eingriff in den Körper.

Soviel erst einmal zum aktuellen Stand, ich berichte hier laufend weiter wie es mir ergeht.
Fragen sind immer gerne willkommen! :)

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Hallo ihr lieben, auch ich leide seit meiner Pubertät an Hyperhidrose und möchte mit euch meine miraDry Erfahrungen teilen, da auch ich danach gesucht, aber leider nur spärlich etwas gefunden habe.

Nach einer Beratung im Deutschen Hyperhidrosezentrum München habe ich mich relativ schnell für miraDry entschieden, da mir diese Methode als erfolgsversprechend erschien und auch dauerhaft Besserung verspricht, anders als Botox etc. Mein Termin war Anfang Juli, die Behandlung an sich war wirklich nicht schlimm, da gebe ich einigen meiner Vorrednern recht, die Betäubung war wirklich deutlich schlimmer. Ich bekam in jede Achselhöhle 2 Spritzen, welche dann auch recht schnell wirkten.

Vom zeitlichen Faktor her ist die Behandlung nach der Betäubung in ca. 45 Minuten vorbei gewesen. Für nach der Behandlung erhielt ich 2 kleine Kühlpads, welche unter meinen Achseln fixiert wurden.
Ich fuhr danach wieder  mit dem Zug nach Hause, Schmerzen hatte ich eigentlich auch keine, nur mein Kreislauf war  nicht so ganz auf der Höhe, ich war froh dann im kühlen Zug sitzen zu können. Denke aber das ist nicht die Regel, hat vllt. einfach mit meinem Kreislauf an diesem Tag zu tun gehabt.

Im Nachhinein sind beide Achseln dann enorm angeschwollen, sodass ich die Arme nicht mehr komplett anlegen konnte, kann man sich vorstellen wie der Gang eines Bodybuilders mit zu großen Muskeln :D
Aber halb so wild, wenn man die Partien ordentlich kühlt.

Die rechte Seite ist zunächst deutlich besser mit dem Eingriff zurecht gekommen, auf der linken Seite haben sich schon recht ordentliche blaue/grüne/rote/lila/bunte Flecken gebildet, also ein "schönes" Hämatom, aber ohne Schmerzen, also auch das kein Drama.

Die Farbe und die Schwellung haben mich dann eine Weile begleitet, aber wirklich nicht wild. Zur interessanteren Sache: Ich schwitze wirklich kaum mehr, bei sehr hohen Temperaturen glaube ich minimal zu schwitzen, kann aber eigentlich seltenst einen wirklichen Schweißfleck entdecken. Auch bei farbigen T-Shirts alles kein Problem mehr, auch in er Arbeit traue ich mich mittlerweile farbige Klamotten zu tragen.

Ist schon verrückt... Nach mehr als 15 Jahren nicht mehr zu schwitzen... Der Kopf braucht eine Weile, am Anfang glaubt man definitiv zu spüren, dass man schwitzt, aber mir hat mein Kopf da einen Streich gespielt.
Habe seit dem Eingriff auch kein Deo mehr verwendet, mich lediglich vorsichtig mit recht pH-neutralem Duschgel gewaschen.

Und ganz zum Schluss noch die leider negativste Sache an der ganzen Geschichte: Als Nebenwirkung wird die Bildung eines Abszesses angegeben, jedoch soll das nicht allzu häufig bis sehr sehr selten passieren. Ja, was soll ich sagen.. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet, aber es hat sich in der rechten Achselhöhle ein dicker Abszess gebildet. 2 Wochen nach dem Eingriff habe ich gemerkt, dass sich unter der Achsel eine Wunde bildet, habe mir aber zunächst nichts dabei gedacht. Ich habe ehrlich gesagt gedacht, dass das vllt. eine Art Verbrennung sein könnte, sich das aber bestimmt wieder normal regelt.

Leider war dem nicht so, der Abszess hat sich selbst geöffnet und nun renne ich seit ca. 4 Wochen mit einer komplett offenen Wunde (ca. 2-Euro-Stück groß, anfangs bis zu ca. 1cm tief, mittlerweile wächst das Gewebe so nach, dass sie allmählich "ebenerdig" ist) unter der Achsel herum, welche täglich frisch verbunden bzw. verklebt werden muss, um u.a. eine Blutvergiftung zu verhindern. Da die Wunde sekundär, also von innen raus heilen muss, wird das wohl auch noch einige Wochen andauern, bis wieder alles komplett verheilt ist.

Ob das jetzt tatsächlich eine Folge des Eingriffs ist, oder aber ich vermutlich aus Eitelkeit auch zu früh wieder meine Achseln rasieren wollte, kann ich leider nicht sagen. Ich würde aber jedem raten die Eitelkeit erstmal Eitelkeit sein zu lassen und dem Haarwuchs erstmal nicht zu Leibe zu rücken.

Fazit: wenn sich meine Wunde wieder verabschiedet und ich weiterhin mit wenig bis gar keinem Schweiß unter den Achseln rechnen kann, hat sich der Eingriff definitiv gelohnt!!Ich wollte keine Horrorgeschichten erzählen, aber Euch trotzdem teilhaben lassen :)
Ich hoffe bei Euch entwickelt sich auch nach einigen 2. Behandlungen alles wunderbar und bin trotz überstandenem Eingriff auf weitere Erfahrungsberichte gespannt.

LG Steffi

Hallo  ich würde gerne über meine Nebenwirkungen/Komplikationen der miradry Behandlung reden ...vll hat ja jemand ähnliches erlebt.

meine Behandlung liegt nun 3 Wochen zurück und ich bin seit 2 Wochen im Krankenhaus weil ich eine schlimme Infektion bekommen habe die nur schwer zu behandeln ist. Am 4 Tag nach der Behandlung merkte ich ein schmerzhaftes Ziehen in meiner linken Achsel bzw. Oberarm ( zuvor war schon alles um meine Achseln sehr stark angeschwollen trotz Kühlung sodass mich mein behandelnder Arzt eine Wiche krank schrieb). 2 Tage habe ich gewartet in der Hoffnung dass es wieder leichter wird allerdings konnte ich in den zwei Nächten nicht schlafen vor Schmerz und es entstand eine Faustgroße Beule unter meiner Achsel. Daraufhin fuhr ich ins Krankenhaus und noch während ich mein Tshirt auszog meinte der Arzt: „Oh ...rufen Sie bitte gleich den Anästhesisten dass muss sofort operiert werden“

Die Infektion hatte sich auf Schulter Brust Ober und Unterarm und teilweise den Rücken ausgebreitet. Seit nunmehr 2 Wochen lieg ich nun Stationär erhalte 3 mal täglich eine Antibiotikatherapie und die eröffnete Wunde wird täglich gespült und muss neu verbunden werden. Die Ärzte meinten dass es noch einige Zeit dauern wird bis alles wieder verheilt ist und ich meinen Arm wieder einigermaßen benutzen kann.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder schonmal von etwas ähnlichem gehört?

Ich habe mir selbst versprochen nach meiner MiraDry Behandlung anderen Menschen durch meine Erfahrungen zu helfen :-) 
Denn ich hätte mir gerne vor meiner Behandlung mehr Rezensionen gewünscht bzw. mehr Ansätze wie man das starke schwitzen endlich los werden kann ;-)

Ich selbst bin 33 Jahre und weiblich. Ich habe seit der Pubertät unter starkem schwitzen und unangenehmen Geruch zu leiden gehabt. Vor allem in Stresssituationen, wie Schule und später in der Arbeit (tagtäglich).

Nach Recherchen bin ich auf die operative oder Botox Methoden gestoßen. Hierzu hatte ich damals mit 19 Jahren schon ein Beratungsgespräch bei einem Arzt. Habe mich dann jedoch dagegen entschieden. Da mir der Arzt von dem Eingriff in meinem Alter abriet. Botox sei eher eine Option, jedoch sei dies kostspielig und hält nicht all zu lang an meinte er. Jahre später nach vielem ausprobieren von Deos, drei mal am Tag unter den Achseln waschen, Kleidung wechseln (auch in der Arbeit) habe ich mich Jahre später nochmals über neue Technik informiert und bin auf MiraDry gestoßen. Ich habe es im Juni 2019 machen lassen und kann nur von mit persönlich sprechen: 

  • ich bin froh das ich es gemacht habe, die 1.900€ haben sich für mich gelohnt 
  • die Behandlung hat ca 2-3 Std mit allem gedauert 
  • ich hatte zuvor kein Beratungstermin, sondern wollte es so schnell wie möglich, dass ich sogleich die Behandlung wollte und innerhalb vier Wochen einen Termin hatte 
  • die Betäubung war nicht all zu schlimm, die Behandlung selbst überwiegend schmerzfrei 
  • die Arme kann man tagelang wg der Schwellung tatsächlich nicht richtig runter hängen lassen, Tennisball groß und dicke Arme, alles sehr geschwollen und mit Schmerzmittel gut aus zu halten
  • da es schon ein Eingriff und belastend für den Körper ist keine Frage. Es pocht Stunden danach und tut schon weh aber wie gesagt wenn man es wirklich will und das Ergebnis weis, hat es sich für mich gelohnt
  • Kühlpack habe ich alle 11,5 Std gewechselt -> auch in der Nacht. Das heißt die erste und zweite Nacht war Schlafmangel angesagt 
  • ich habe danach nicht mehr geschwitzt  meine Behandlung ist jetzt über vier Monate her nach wie vor kein schwitzen 
  • der Sommer war endlich Schweiß und Schwitzfrei  ich habe seither ein anderes/neues Lebensgefühl 
  • kann alles an Oberteilen tragen ohne Schweißränder
  • benutze kein Deo mehr (nicht mehr notwendig bei mir) 
  • ich habe seitdem kein unangenehmen Geruch mehr, Achseln seither trocken 
  • angenehmer Nebeneffekt, Achselhaare stark reduziert, an manchen Stellen ganz weg

Ja ich hatte mir für die Behandlung danach zwei Tage Urlaub genommen und das WE zusätzlich noch zur Regeneration gehabt. War notwendig für mich.  Mein Tipp: im Herbst und Winter ist es besser, da es viele Vorteile hat. Nicht zu warm, man trägt weitere Kleidung, Schwellung im Winter nicht so schlimm durch die Kälte    Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen damit weiter helfen ;-)

Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden ob ihm das Geld und der Eingriff wert ist.  Für mich ja, denn ich habe an Lebensqualität dazu gewonnen und das für den Rest meines Lebens, wodrauf man die 1900€ gerne mal umrechnen kann ;-) 

Hallo Ihr Lieben Nach 12 Monaten MiraDry-Behandlung immer noch glücklich und zufrieden :-)

Mega Lebensqualität! Wäschemenge hat sich drastisch reduziert :-) und vieles mehr.
Ich bin einfach rundum glücklich!

29 Jahre Schwitzen und nun fast trocken. Mega!
Kann diese Behandlung weiterhin empfehlen :-) - und die Klinik sowieso! 

Liebe Grüsse - Ela-Lu  

Hallo zusammen,   wie sieht es mit kompensatorischen Schwitzen aus? Ich habe welches bereits durch - wahrscheinlich zu und zu starken Antitranspirant - bekommen und hoffe (ja klingt komsich) das es sich wieder nach absetzen reguliert und ich vorerst wieder unter den Achseln schwitze (KS an Händen und Füßen bekommen - Leicht aber Schrecklich).   Waren die Ärzte ehrlich zu euch bzgl. KS? Oder wurde das alles abgetan?   Super wäre auch wenn ihr die Kliniken / Ärzte angeben würdet - vielleicht ist ja eine in meiner Nähe (z.B. Düsseldorf).
Hallo, gibt es noch weitere Erfahrungen, wie sich das Schwitzen nach der zweiten Behandlung verändert hat? Meine erste Behandlung ist jetzt gut drei Monate her und ich schwitze schon weniger, jedoch habe ich mir ein besseres Ergebnis erhofft/erwartet. Jetzt denke ich an eine zweite Behandlung - möchte diese aber nur durchführen lassen, wenn die zweite Behandlung eine doch recht deutliche Verbesserung verspricht. Liebe Grüße, Kristina
Hallo, ich habe vor ca. 1,5 Jahren Miradry ausprobiert. Im Winter habe ich keinerlei Probleme (war vorher auch schon nicht so schlimm), aber es reicht schon wie heute bei 20 Grad nur Gassi zu gehen, damit ich unter den Achseln schwitze. Da die Behandlung sehr teuer war, 2.500 Euro und eine zweite Behandlung noch einmal 1.250 Euro kosten würde, weiß ich nicht, ob ich ein zweites Mal wagen soll. Ich will nicht fast 4.000 Euro in die Luft geblasen haben. Was meint ihr dazu?Gruß, Julchen85

Hallo Julchen 85, ich verstehe deine Bedenken, immerhin will man nicht so viel Geld ausgeben für ein Ergebnis, das dann vielleicht nicht zufriedenstellend ist.

Ich habe deshalb auch mit einer zweiten Behandlung gezögert, habe mich jedoch dann dafür entschieden und diese gestern machen lassen. Ich hoffe, dass ich damit das Schwitzen nochmal ein bisschen reduzieren kann, sodass ich wirklich zufrieden sein kann. Da wäre ich mit einer Behandlung nicht gewesen (hab zwar weniger geschwitzt, aber war für mich nicht genügend Reduktion). Muss aber auch dazu sagen, dass die Behandlung bei mir billiger war (2000 € und 650 €).

Gerne halt ich dich auf dem Laufenden, wie es sich mit dem Schwitzen verhält.
Die Ärztin hat mir versichert, dass sich nochmal eine Verbesserung einstellen wird...das hoffe ich sehr.

Gott sei Dank gibt es ja im Forum auch schon positive Berichte ;)

Liebe Grüße, Kristina  

Hallo

Ich hatte vor ein paar Tagen die MiraDry Behandlung und bin mehr als begeistert. 

Die Behandlung an sich war überhaupt nicht schmerzhaft, lediglich die Betäubung hat etwas gepickst. 

Danach wurde natürlich so gut es geht gekühlt und nachdem die Betäubung nach einigen Stunden nachgelassen hatte, hab ich auch vorbeugend mal Ibuprofen genommen. Es war aber nie wirklich schmerzhaft für mich, nur unangenehm. Aber ich weiß auch,  dass jeder Mensch anders reagiert und ein anders Schmerzempfinden hat. Es war rund um die Achseln geschwollen, ca daumendick, was sich zwar komisch anfühlt aber auch nicht behindert, solange man nichts 'arbeiten' muss. Würde vorsichtshalber empfehlen, das Ganze vielleicht vor einem Wochenende machen zu lassen. Nach 48h waren die Schwellungen fast weg, zumindest hat man sie nicht mehr gespürt. Allerdings waren noch zwei Blutergüsse vom Ansaugen zu sehen. 

Das Wichtigste natürlich noch: kein Schweiß mehr unter den Achseln. Natürlich ist die Behandlung mit 2000€ nicht günstig. Aber das verbesserte Lebensgefühl, das man dadurch hat, ist es wert. Da verzichte ich gerne auf 2-3mal Urlaub. Kann es nur weiterempfehlen. Nach 20 Jahren endlich nicht mehr darauf achten müssen, was man anzieht und Angst vor heißen Sommertagen haben

Hallo,

könnte Jemand ein kurzes Update zum jetzigen Schwitzstand nach einer ZWEITEN Behandlung abgeben :-) ?

Ich hadere mit der Entscheidung, eine zweite Behandlung durchführen zu lassen, da die erste nicht den gewünschten Effekt erzielt hat.

Vielen Dank!

Sorry, kann hier nicht weiterhelfen, ich habe "erst" eine MiraDry-Behandlung hinter mir (jetzt eine Woche her).

Meine Achseln sind fast ganz abgeschwollen, fühlen sich aber noch knubbelig und verhärtet an und zum Teil am Oberarm auch noch bisschen taub. Ich gehe davon aus, dass das wieder "normal" wird.

Ich schwitze nicht mehr unter den Achseln!!! smiley-eek ich bin absolut baff und begeistert! Habe heute - also eine Woche nach der OP - einfach angezogen, was ich wollte! Ein helles, buntes T-Shirt :D das bisher sinnlos im Schrank lag, weil ich es nie im Leben angezogen hätte. Juhuu, ich freue mich einfach mega darüber!! 

Auch hab ich bemerkt, dass ich mir jetzt schon gar keine Sorgen mehr darüber mache, dass ich in der Öffentlichkeit schwitzen und müffeln könnte! Heute war ich im Supermarkt und habe üüüberhaupt gar nicht geschwitzt und mir darüber auch keine Gedanken gemacht. Ich bin sehr gespannt, wie das weiter geht und wie es im Sommer sein wird. Aber hier gibt es ja schon ein paar sehr positive Erfahrungsberichte zu dem Thema. Ich hoffe, ich kann mich auch dazu zählen. Ich drücke allen ganz feste die Daumen, die auf einen besseren Erfolg durch eine zweite Behandlung hoffen. 

Liebe Grüße!    

Hallo!

Ich wollte meine Erfahrungen hier auch gerne teilen, da mir das Lesen der Erfahrungen im Vorfeld sehr geholfen hat. Ich habe schon seit ca. 10 Jahren axiläre Hyperhidrose. Diese war bei mir auch leider sehr stark ausgeprägt, sodass man Schweißflecken teilweise sogar in meinen Winterjacken sehen konnte. Nach längerem zögern habe ich mich dann für Miradry entschieden (andere Hilfsmittel wie hochdosierte Antitraspirante haben bei mir keine Wirkung gezeigt). Meine erste Behandlung ist nun ca. 3 Monate her. Zur Behandlung an sich: Diese verlief für mich schmerzlos, auch die Betäubung habe ich als nicht schlimm empfunden (ähnlich zum Stich beim Blut abnehmen).

Schmerzen haben bei mir ungefährt 2 Stunden später eingesetzt, aber mit einer halben Ibuprofen waren diese mehr als aushaltbar und am nächsten Tag habe ich keine Schmerzmittel mehr genommen. Jedoch würde ich für den darauffolgenden Tag nicht empfehlen zur Arbeit zu müssen, dies wäre bei mir alleine wegen der Schwellung problematisch gewesen. Die Schwellung ging innerhalb der ersten Woche zurück, ein leichtes Taubheitsgefühl von der Betäubung habe ich teilweise immer noch.

In den ersten zwei Woche habe ich gar nicht geschwitzt, seitdem ist das Schwitzen jedoch wiedergekommen. Ich wusste vorher, dass dies vor allem bei einer starken Hyperhidrose wahrscheinlich ist, habe mir jedoch noch etwas mehr von der Behandlung versprochen. Nun, nach 3 Monaten, würde ich sagen, dass ich auf einer Skala von 1-10 (10 am stärksten) nun auf einer 6 bin. Was jedoch erfreulicherweise fast ganz verschwunden ist, ist der Schweißgeruch. Somit belastet mich das Schwitzen nun viel weniger und es reicht morgens einmal Deo oder Antitranspirant aufzutragen.

Zum kompensatorischen Schwitzen: ich habe nach der Behandlung tatsächlich eine vermehrte Schweißproduktion an meine Händen wahrgenommen. Dies ist aber zum Glück nicht sehr stark, sodass es mich nicht weiter einschränkt und hauptsächlich direkt nach dem Aufstehen auftritt. Nichtsdestotrotz habe ich deswegen Angst, eine zweite Behandlung durchführen zu lassen und das Problem weiter zu verstärken.

Mein Fazit: Auch wenn ich mir noch mehr erhofft hatte, ich die Reduktion meines Schwitzen um ca 30-40% schon eine Erleichterung. Zudem ist es sehr angenehm keinen unangenehmen Schweißgeruch mehr zu haben. Ich würde die Behandlung rückblickend also wieder machen. Eine zweite Behandung werde ich aber aufgrund meiner Sorge um eine Verstärkung des kompensatorischen Schwitzens nicht durchführen lassen.

Liebe Grüße!

 

Ich möchte auch gerne von meiner miradry Behandlung berichten, vor allem weil ich zuvor soviel Positives gelesen habe. Bei mir hat es 0% gebracht. Die Behandlung an sich war gut auszuhalten, danach war alles ca 1 Woche sehr geschwollen. Jetzt nach 2 Monaten sind noch immer Knötchen vorhanden. Viel schlimmer jedoch ist, dass sich der anfangs positive Effekt von Woche zu Woche verschlechtert hat und ich nun sagen muss, dass alles wie vorher ist. 1900 Euro und alle Hoffnungen in den Sand gesetzt. Schade. Nun werde ich mir die Drüsen leider doch operativ entfernen lassen. 

Hey Eddi. Welche Antitranspirante hast Du denn bereits versucht und über welchen Zeitraum?
Auch die Leitungswasser-Iontophorese wäre noch einen weiteren Versuch wert, bevor Du Dich einer OP unterziehst.

Hallo zusammen, 

nachdem ich bisher nur mitgelesen hatte, nachdem ich erst nach der Behandlung und unbefriedigendem Ergebnis zufällig auf dieses Forum gestoßen bin, möchte ich nun gerne auch meine Erfahrungen mit MiraDry teilen.

Meine Behandlung mit MiraDry unter den Achseln bds. hatte ich 04/2021. Die Spritzen zur Lokalanästhesie waren extrem unangenehm, die Behandlung an sich dafür einigermaßen auszuhalten. Dadurch dass das Lokalanästhetikum mit reichlich Kochsalzlösung vermischt wurde, wurde ein sehr großes Flüssigkeitsvolumen gespritzt, wodurch auch zunächst eine grotesk anmutende riesengroße Schwellung der Achseln, Unterarme und dem Übergang zu Brust/Rücken auftrat.

Auch ich hatte insbesondere in der ersten Nacht und in den darauffolgenden Tagen stärkste, brennende Schmerzen und hätte nicht arbeiten können. Durch die enorme Schwellung war ich auch in der Bewegung eingeschränkt. Wie auch andere schon geschrieben hatten, sah es vor allem richtig schlimm aus, sodass ich auch noch Wochen bis Monate danach kein Trägertop tragen konnte. Auch unter enganliegender Kleider zeichneten sich durch die Schwellung dicke "Wülste" ab, wobei ich eigentlich sehr schlank bin. Ich hatte außerdem starke Verfärbungen der Haut, Blutergüsse und Knoten unter der Haut.

Zunächst ließ die Schweißproduktion, vermutlich durch die Schwellung, deutlich nach. Jedoch schon nach zwei Wochen war die Schweißproduktion gefühlt wieder auf dem Ausgangsniveau. Ich hatte riesengroße Schweißflecken unter den Armen und das, obwohl ich auch schon zuvor nicht einmal so übertrieben viel geschwitzt hatte und wahrscheinlich formell noch nicht mal die Kriterien für die Diagnose einer Hyperhidrose erfüllt hätte.

Heute, fast vier Monate später, schwitze ich noch genauso stark wie vor der Behandlung, habe unter den Armen und um die Achseln herum immer noch Verfärbungen der Haut, Knubbel, Taubheitsgefühl und eine leichte Schwellung und bin um 1800 € ärmer. Summa summarum kann ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrung die Behandlung leider nicht empfehlen und wünschte mir, ich hätte früher dieses Forum hier gefunden.

Bei einigen scheint es ja doch zu funktionieren, wie es scheint, was mich für diejenigen natürlich freut. Was mich stutzig macht, ist, dass man beim Googlen zunächst nur auf eine Fülle extrem positiver und einseitig formulierter Erfahrungsberichte stößt und auch auf Seiten der Anbieter die Nebenwirkungen oft heruntergespielt und die Wirkung m.E. nach übertrieben positiv dargestellt wird. Das Verfahren ist einfach noch sehr neu, es gibt nur wenige Studien, die größenteils nicht gut designt sind, und es fehlen einfach noch Langzeitdaten, dafür funktioniert die PR-Maschinerie umso besser.
Im Rahmen der Nachsorge hatte ich mich in meinem Fall (Park-Klinik Birkenwerder) auch nicht gut beraten gefühlt. Der Assistenzarzt, dem ich telefonisch meine Fragen stellen konnte bzgl. der anhaltenden Beschwerden und der fehlenden Wirkung (ob dies normal und evtl. vergleichbar mit den Erfahrungen anderer Patient:innen vor mir war, und, ob in meinem Fall durch eine zweite Behandlung ein größerer Behandlungserfolg zu erwarten sei), konnte/wollte nicht darauf eingehen und schien überfordert und genervt. Möglicherweise hängt dies ja auch damit zusammen, dass das Verfahren aktuell noch in den Kinderschuhen steckt.

Ich für meinen Teil bereue auf jeden Fall, es machen lassen zu haben.

 

Nachtrag: in einigen Studien hatte sich auch kein signifikanter Unterschied bzgl. der Schweißreduktion im Vergleich der Behandlungsgruppe zur Kontrollgruppe ohne Mikrowellenbehandlung gezeigt. Solche Studien werden einem von den Anbietern selbstverständlich auch verschwiegen

Hallo zusammen, 

 

Kurz zu mir: männlich, Anfang 30,  relativ sportlich, 195 groß.

2010 habe auch ich mich einer ETS unterzogen. Seitdem leide ich stark unter KS. Sobald es über 20 Grad geht, fängt es bei mir schon an. Am Rücken ist es jedoch am stärksten ausgeprägt. 

Da bei mir der Leidensdruck so enorm ist/war, bin ich vor zwei Tagen in München bei Dr Schick gewesen und habe mich für eine Miradry Behandlung am Rücken entschieden. 

Momenten ist mein Rücken sehr geschwollen, rot und voller Eiter. Dr Schick schreibt einen auch eigentlich drei Tage krank - bin jedoch arbeiten gegangen. Ob das so gut ist na ja.. das nächste mal würde ich es anders planen. Es fühlt sich an wie ein Schildkrötenpanzer.

Die Betäubungsspritzen haben echt super weh getan. Furchtbar unangenehm und dabei kann ich schon viel aushalten.

Schwitzen tue ich aktuell nur noch an den Stellen am Rücken, die noch nicht behandelt wurden. Ich bin gespannt, ob es was gebracht hat.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

 

LG

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M

mellielovessun

@mellielovessun

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Created Dienstag, 24. April 2018 16:05
Zuletzt aktualisiert: %s Dienstag, 07. September 2021 11:53
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