Hallo Sascha, natürlich habe ich beim Vortrag von Prof. Dr. Waldemar Schreiner zugehört. Ich war überrascht, dass er Thoraxchirurg ist, denn durch den Hinweis auf "Mitglied bei der Leitlinienkommission" hätte ich eher auf einen Dermatologen getippt. Ich kenne Leitlinien nämlich NUR von den Dermatologen. Wie er ja im Vortrag selbst gesagt hat, gibt es weltweit so ungemein viele Techniken, aber bis heute KEINE LEITLINIEN, die Patienten davor bewahren würden, dass es zu weit mehr Folgen kommt, als Ärzte zugeben würden.
Für mich macht es leider keinen Sinn tiefergehende Fragen zu stellen, um zu zeigen, wie sehr ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe. Ich will den Ärzten nicht absprechen, dass einige von Ihnen schon erkannt haben, wie stark Hyperhidrose das Leben von Betroffenen belastet und sie sind tatsächlich der Meinung, dass ETS eine Lösung ist. Aber sie fokussieren sich auf die "danach eh trockenen Hände" und sagen: "Schauen sie! Das, was sie wollten, haben sie ja jetzt!" Zumindest hat er gesagt, dass eine ENORME ERFAHRUNG des CHIRURGEN erforderlich ist und sie irgendwann nicht mehr den Sympathikus durchtrennt haben, sondern nurmehr die Äste. Erst in der letzten Woche hatte ich ein Gespräch mit einer jungen Frau, die von einem sehr erfahrenen Chirurgen operiert wurde und gleich danach ein ganz starkes KS (kompensatorisches Schwitzen) entwickelt hat und davor hat man ihr gesagt, dass sie möglicherweise ganz leicht am Rücken schwitzen wird. Sie steht jetzt im Winter körperlich "im Wasser".
Wie können wir vertrauen, wenn zwischen dem, was uns gesagt wird, und dem, was uns dann der Körper zeigt, so eine große Diskrepanz ist. Liebe Grüße, Marvie