Synpathikus op

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Vielleicht können Sie mir weiter helfen . Ich habe mich vor kurzen hier HH- Hilfe .de angemeldet und von der Fülle überrascht. Mein Problem ist seid meiner Kindheit HH an den Füßen ,Händen und am Kopf habe auch viele Tiefen durch lebet. Viele Untersuchungen die nie was gebracht haben .Seid 2013 nehme ich drei mal täglich Vagantin -Tabletten ,wo bei die ihre Wirkung meiner Meinung nach nicht ausreichend ist bei mir .Mal abgesehen von den Nebenwirkung wie Schlafstörung ,Kopfschmerzen . Nach einen Termin bei Prof.Dr.med.Michael Tronnier am17.10.2016 in der Hildesheimer Klinik,-Senator Braun Allee 33 wurde mir ein anderes Präperat verschrieben. .Das sind Tabletten und heißen Sormodren ,die werde ich am Ende diesen Monat 10.2016 anfangen . Wenn die Tabletten auch nicht wirken ,möchte ich mich einer Sympathikus OP unterziehen . Ich bitte Sie höfflich mir ihre Erfahrungen zu mailen .Ich suche einen guten Dr oder Prof spezialisiert auf Symathikus OP in Raum Braunschweig ,Hannover .Danke das Sie sich die Zeit für mich nehmen. Mfg

16 Replies

Hallo Rinaldo,
ein Patentrezept gegen diese lästige Hyperhidrosis gibt es leider nicht, da jeder Körper anders auf die verschiedenen Behandlungsmethoden anspricht oder auch eben nicht. Kurz zu meiner Geschichte: Ich leide seit meinem 1,5 Lj. an dieser Krankheit. Ich wurde mit allen konventionellen Behandlungsmethoden therapiert. Diese reichten von Medikamenten in Tablettenform, verschiedenster Tinkturen, der Iontophorese, Botox-Injektionen bishin zu einer Schweißdrüsencurettage in den Achselhöhlen. Keine der Threpien führte zum gewünschten Erfolg. Stattdessen wurde meine Haut durch die ständig nassen Hände so stark geschädigt, dass sich Ekzeme in den Handinnenflächen und an den Fingern bildeten, die eine kontinuierliche Behandlung von Kortison haltigen Cremes und Lotionen erforderlich machten. Darüber hinaus hatte ich bei allen Therapien mit fiesen Nebenwirkungen zu kämpfen. Am 18.10.216 wurde bei mir die ETS erfolgreich, in der Thoraxchirurgie des Ev. Krankenhauses Bielefeld durchgeführt. Dr. Morris Beshay und sein Team führen diese OP regelmäßig durch. Sie verfügen also über sehr viel Erfahrung. Auch die Betreuung durch das Pflegepersonal war erstklassig. Ich habe nun endlich trockene Hände und die Ekzeme heilen auch schon ab. Das Kompensierende Schwitzen tritt bei mit gelegentlich unterhalb der Brust auf, ist aber kein Drama. Ich habe trockene und warme Hände und fühle mich pudelwohl. Ich kann dir zu dieser OP also wirklich nur raten.
Wenn du Fragen hast, melde dich gerne bei mir.
Liebe Grüße Meliena
Hallo Meliena, Lieben Dank das Sie sich die Zeit genommen haben. Wie geht es Ihnen jetzt, immer noch glücklich? Ich denke die ganze Zeit daran, habe mir viele Berichte im Netz angeschaut. Wenn Sie mir bitte eine Mail schreiben mit genauer Adresse und Telefonnummer von der Thoraxchirugie Bielefeld. Ich möchte einen Termin vereinbaren für die nötigen Untersuchungen.
Mit besten Grüßen Rinaldo.
Hallo du....ich habe mich auch in Bielefeld beim Dr. Beshay operieren lassen. . Leider habe ich seitdem kompensiertes Schwitzen am Rücken. ..unter der BruSt sowie im Intimbereich...hoffe sehr daß dies im Laufe des Jahres besser wird

Gruß Nadine
Hallo Rinaldo
Ich War auch in Bielefeld

Klinik für Thoraxchirurgie
Burgsteig 13 in Bielefeld
Dr. Beshay
Telefon ist 0521-7727495

Gruß Nadine
Hallo Nadine,
wann wurdest du operiert?
Der Eingriff an sich, wird ja minimalinvasiv durchgeführt. Er stellt aber letztlich, einen erheblichen Eingriff in die Prozesse des vegetativen Nervensystems dar. Da dauert es sicherlich seine Zeit, bis der menschliche Körper die neue Situation akzeptieren kann. Ich drücke dir jedenfalls ganz fest die Daumen, dass sich das bei dir schnell reguliert.
Liebe Grüße
Meliena
Hallo Nadine, lieben Dank für Ihre Bemühungen. Mit besten Gruß Rinaldo
Hallo Nadine

Leider muss ich dich enttäuschen. Es wird mit dem kompensatorischen Schwitzen mit der Zeit nicht besser. Auch ich habe mir vor über zwanzig Jahren den Sympathikus-Nerv durchtrennen lassen und schwitze seither beim Sport, oder wenn es heiss ist, sehr stark am Rücken, Gesäss, Bauch, Brust und Füssen. So ein Schritt (Operation) muss gut überlegt werden. Ich weiss nicht, ob ich es nochmals machen würde?

Beste Grüsse
Karel
Hallo Rivaldo,

ich habe mich im Dezember 2014 einer ETS unterzogen und ich muss leider sagen, dass das die schlimmste Entscheidung war, die ich je gemacht habe. Mein Leben ist absolut ruiniert und es besteht keine Hoffnung auf Besserung. Ich weiß auch nicht, ob ich so weiterleben kann und will...

Ein Jahr war es gut, danach hat das kompensatorische Schwitzen (KS) begonnen.

Ich wünsche, dass du die richtige Entscheidung für dich triffst. Ich würde Gott danken, könnte ich alles ungeschehen machen. Seit Einsetzen meiner KS wirkt bei mir auch kein Sormodren oder Vagantin mehr.

Viele Grüße und viel Glück.
Leider kann ich nur bestätigen, was Konglong geschrieben hat. So eine Operation, und das danach eintretende kompensatorische Schwitzen (KS) kann die Lebensqualität extrem einschränken.

Zum Beispiel kann ich bei heissem Wetter nicht unter die Leute gehen, bei der kleinsten Bewegung bin ich am ganzen Körper in Schweiss gebadet, manchmal sieht es aus, als ob ich mit den Kleidern in einen Brunnen gefallen wäre. Diese OP kann einen Menschen in die totale soziale Isolation drängen. Ich bin zwar nicht so hoffnungslos wie mein Vorschreiber hier, weil ich meine Psyche mit Autogenem Training stützen kann. Trotzdem kann ich seinen enormen Leidensdruck sehr gut nachvollziehen.

Wer es nicht am eigenen Leib erfahren hat, wie ein Leben nach einer solchen Operation mit diesem verflixten KS ist, kann sich davon keine Vorstellung machen! Ich musste vor Jahren im Sommer einmal fluchtartig das Kino verlassen, weil ich am ganzen Körper so massiv schwitzte, als ob ich bei 35 Grad im Schatten an einem Marathon teilnehmen würde.

Vor dem Eingriff wurde zwar auf das kompensatorische Schwitzen hingewiesen, aber kein Wort davon, wie schlimm es werden könnte...

Beste Grüsse
Karel
Ja, ich bin hoffnungslos. Das ist leider wahr. Eben, weil mir nichts Hoffnung geben kann. Jetzt wirken nicht mal mehr diese Betablocker, ein (halbwegs) normales Leben kann so nicht mehr stattfinden, das habe ich erkannt und ich ärgere mich jeden Tag über diese Dummheit, die ich vor zwei Jahren mit der Entscheidung für die Operation gemacht habe...

Ich war extrem unzureichend aufgeklärt worden. Klar, Medizin ist auch ein Business; und da wird mit dem großen Geld gespielt. Dr. Schick sagte damals, dass es "hin und wieder zu KS kommen kann", das wurde absolut runtergespielt. Ich kann mir beim besten WIllen nicht vorstellen, dass er über solche Folge als Experte und einer der führenden Forscher in diesem Feld davon nichts hätte wissen können...

Allen Mitleidenden und stillen Mitlesern alles Gute.
Hallo Konglong

Ich finde es gut, wird hier in diesem Forum von Direktbetroffenen darauf hingewiesen, welche negativen Folgen so eine OP haben kann. Es ist nicht fair und absolut unethisch, wenn der Operateur den Patienten nicht ehrlich und offen über alle Vor- und Nachteile einer solchen Operation aufklärt. Wie du ganz richtig schreibst, mit solchen OP's wird gutes Geld verdient.

Ich musste nach dieser OP mein Leben anders ausrichten und bin zum Einzelgänger geworden. Wäre ich nicht ein spiritueller und gläubiger Mensch, so hätte ich wohl allen Lebensmut verloren. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt!

Beste Grüsse
Karel
@konglong: Darf ich fragen an welche(n) Körperregion(en) sich das KS genau eingestellt hat?
Hi @Sascha,

Meine primäre HH an Händen und Achseln wurde komplett beseitigt, das hätte ich mir nie träumen können, sogar die Füße haben sich verbessert (und sind dennoch nass).

KS tritt bei mir ganzflächig an Rücken, Po, Brust, Bauch (auch seitlich) auf; eigentlich der komplette Torso. Ich habe auf dem Weg zur Arbeit aber auch schon Schweißflecken an den Unterschenkeln und besonders auch der Kniekehle gehabt... So kann ich einfach nicht leben.

Anscheinend bietet Dr. Schick in München MiraDry als off-label use für betroffene Hautregionen an. Ich weiß nicht, ob ich es machen soll - es ist der letzte Halm Hoffnung, an den ich mich klammern könnte. Ich befürchte, ich könnte anfangen, am Kopf, Nacken etc. anfangen zu schwitzen oder beim Sport, der mir extrem wichtig ist, einen Hitzeschlag kriegen. Mein Leben ist runiert. Und da kann ich leider auch nichts mehr schönreden...
KS tritt bei mir ganzflächig an Rücken, Po, Brust, Bauch (auch seitlich) auf; eigentlich der komplette Torso. Ich habe auf dem Weg zur Arbeit aber auch schon Schweißflecken an den Unterschenkeln und besonders auch der Kniekehle gehabt... So kann ich einfach nicht leben.


Okay, vielen Dank! Der komplette Torso lässt sich natürlich nur schwer behandeln, ansonsten hätte ich Dir dazu geraten, zu versuchen nur die auffälligsten Stellen trocken zu legen. Mehr als ein gutes Antitranspirant oder die Iontophorese (anhand einer Flächenelektrode) hätte ich Dir dazu aber auch nicht empfehlen können.


Anscheinend bietet Dr. Schick in München MiraDry als off-label use für betroffene Hautregionen an. Ich weiß nicht, ob ich es machen soll - es ist der letzte Halm Hoffnung, an den ich mich klammern könnte. Ich befürchte, ich könnte anfangen, am Kopf, Nacken etc. anfangen zu schwitzen oder beim Sport, der mir extrem wichtig ist, einen Hitzeschlag kriegen. Mein Leben ist runiert. Und da kann ich leider auch nichts mehr schönreden...


Die Gefahr einer weiteren Verlagerung an verbleibende, bislang trockene Regionen ist nicht von der Hand zu weisen. Diese Gefahr ist auch genau das, was ich hier seit Jahren immer wieder predige; Man sollte auf jeden Fall zuallererst mit reversiblen Methoden (Antitranspirante, Iontophorese, Botox) an das Thema herangehen. Erst wenn diese Methoden Wirkung zeigen und sich der Schweissfluss durch die Reduktion nicht wesentlich verlagert, sollte man (wenn überhaupt) eine Operation in Erwägung ziehen.

Abraten möchte ich Dir noch davon, die Hoffnung aufzugeben oder gar über die Beendigung des Lebens nachzudenken. Betrachtet man die Geschichte des medizinischen Fortschritts befinden wir uns längst nicht am Ende des selbigen, sondern weiterhin in einer Phase extremer Beschleunigung. Nichts scheint unmöglich und auch im Bereich der Textilien geschieht erstaunliches! So schwitze ich bei sehr heißen Temperaturen z. B. immer wieder im Bereich der Leistengegend. Es gibt jedoch inzwischen Textilien die sich durch Feuchtigkeit kaum noch verfärben lassen. Gehe ich eine Sommerhose kaufen habe ich also immer eine kleine Sprühflasche mit Wasser dabei, um dieses unauffällig auf ein kleines Stück der Hose zu sprühen, um zu sehen, ob und wie sich die Textilie verfärbt.

Kopf hoch. Du bist hier in guter Gesellschaft.
Konglong ist der Sport sehr wichtig, wie mir auch. Hier hatte ich etwas ganz Interessantes beobachtet. Ich treibe täglich Sport und dies schon seit vielen Jahren. Früher vor allem Ausdauersport: Laufen, Rad fahren und Schwimmen. Ich war ein ambitionierter Hobbysportler. Nach meiner OP vor etwa 22 Jahren (Sympathikus OP und Achselaushöhlung) verbesserten sich meine Ausdauerleistungen drastisch, als ob ich gedopt hätte. Als Amateursportler, der vielleicht halb so viel trainierte (wenn überhaupt) wie ein Profisportler, kam ich etwa nach sechs Monaten nach meiner OP auf Profi-Niveau.

Bei einem Kardiologen schaffte ich auf dem Fahrradergometer 500 Watt während drei Minuten. Als ich wieder einmal an einem Samstagnachmittag mit meinem Rennrad unterwegs war, stiess ich auf einen bekannten Profirennfahrer, der unter anderem die Tour de France, den Giro d'Italia und andere grosse Rundfahrten bestritt. Dieser Rennfahrer versuchte nun, mich abzuhängen, was ihm nicht gelang. Ich konnte etwa 15 km lang mit ihm mithalten, danach trennten sich unsere Wege. Ein Jahr später wurde publik, dass dieser Sportler gedopt war, er wurde gesperrt und beendete seine Karriere.

Das war echt krass, dank der Sympathikus-OP konnte ich als reiner Amateursportler meine sportlichen Leistungen extrem steigern - ohne Doping! Okay, ich muss dazu sagen, ich betrieb früher stets oft hartes Intervalltraining und hatte zu meinen besten Zeiten einen Ruhepuls von etwa 35. Das Ganze hatte aber auch einen Haken, beim Sport schwitzte ich so extrem viel, ich bekam relativ früh heftige Krämpfe in den Beinen und konnte dies auch mit viel Flüssigkeit nicht mehr ausgleichen. Deshalb konnte ich nie länger als 100 km mit dem Rennrad unterwegs sein, die Krämpfe wurden dann so stark, ich musste runter vom Rad. Oft musste mich jemand mit dem Auto holen kommen, ich konnte vor lauter Schmerzen nicht mehr Rad fahren.

Nun meine Frage: Hat jemand nach der Sympathikus-OP auch bemerkt, dass er seine körperliche Leistungsfähigkeit bezüglich Ausdauerleistung (Herz/Kreislauf) verblüffend verbessern konnte? Dies war ein positiver Nebeneffekt der OP. Auch schaffte ich damals in einer Stunde so an die 2450 Liegestütze. Natürlich weit weg vom Weltrekord, aber immerhin...

Beste Grüsse
Karel
Hallo,habe seit ca. 10 Jahren HH. Habe alles versucht und nichts hat geholfen, im gegenteil es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Habe mich jetzt für eine OP entschieden. Welche wege muss man hierfür gehen? Welche Ärzte aufsuchen? Wer muss mir was bescheinigen? Und kennt jemand eine Klinik in Heidelberg und umgebung?Danke schonmal im vorraus.

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Rinaldo

@Rinaldo

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Created Freitag, 21. Oktober 2016 13:31
Zuletzt aktualisiert: %s Dienstag, 03. Oktober 2017 13:13
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